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BMW Security Training: Mit Vollgas aus der Feuerhölle

Beim High Security-Training lernen VIP-Chauffeure, wie sie ihre Fahrgäste sicher aus der Gefahrenzone bringen - selbst unter schwerem Beschuss und bei Ramm-Attacken in voller Fahrt. Da muss man auch als Beobachter starke Nerven mitbringen.

Von Sebastian Viehmann

Plötzlich bricht die Hölle los. Eine gewaltige Explosion zerfetzt die Nacht. Unser Konvoi ist in einen Hinterhalt geraten! "Down, down, down!" brüllt der Fahrer - bloß den Kopf runter. Ich kauere mich auf der Rückbank zusammen und hoffe, dass der Chauffeur sein Geld wert ist. Er legt den Rückwärtsgang ein, und der ganze Konvoi prescht mit Vollgas zurück. Doch dann verlieren die Fahrer die Koordination. Wo sind unsere Begleitschutzfahrzeuge? Ich sehe gerade noch, wie plötzlich aus der Dunkelheit ein Auto ohne Scheinwerfer auf uns zurast und einen Raketenwerfer abfeuert. Der Wagen wird in gleißendes Licht getaucht. Jetzt bin ich wohl tot.

Es ist nur eine Übung - natürlich. Aber für einen Beobachter wirkt dieses Szenario im BMW High Security Training so realistisch, dass man sich einen echten Anschlag lieber nicht vorstellen möchte. Und obwohl alle Teilnehmer wissen, dass es sich nur um Übungsgranaten und Feuerwerk handelt, steht jedem noch der Schweiß auf der Stirn. Viele fahren Politiker, Manager großer Konzerne oder Botschafter. "Manche setzen sich einfach nur ins Auto und fahren los. Aber sorgfältige Vorbereitung ist in diesem Job das A und O", sagt Trainingsleiter Michael Caspers. Er war 25 Jahre lang bei der Polizei, darunter auch beim Sondereinsatzkommando SEK.

Plastik splittert, Metall knirscht

Pro Jahr schult BMW rund 500 VIP-Fahrer aus der ganzen Welt für einen Job, bei dem im Bruchteil einer Sekunde aus der täglichen Routine eine lebensgefährliche Situation werden kann. Wie schnell die Security-Leute dann völlig hilflos sind, kann man beim "Anlegen" sehen: Michael Caspers fährt in einem 5er BMW mit 80 Sachen hinter einem goldenen 7er her. Der Abstand wird immer geringer. Jetzt müsste er langsam bremsen, denke ich und ziehe den Beifahrergurt fest. Doch weit gefehlt: Caspers gibt Gas und schiebt den 5er sanft gegen das linke Heck der goldenen Limousine. Plastik splittert, Metall knirscht. Der andere Fahrer versucht gegenzulenken, doch Caspers gibt Vollgas und schiebt den 7er einfach weg. Der schwere Wagen schleudert hilflos um die eigene Achse, und beide Autos prallen aneinander. Jetzt hätte ein Schütze im Rammfahrzeug leichtes Spiel.

Noch beeindruckender ist diese Verfolgungsjagd bei Nacht: Michael Caspers schaltet die Scheinwerfer aus und wartet, bis einer der Trainingsteilnehmer vorbeifährt. Dann klemmt er sich hinter ihn. Wenn der Vordermann nicht zufällig auf die Bremse tritt und sein Bremslicht den Wagen hinter ihm anleuchtet, hat er keine Chance, ihn kommen zu sehen. Reagiert er nicht blitzschnell, schiebt Caspers die schwere Limousine von der Strecke.

"Immer in Bewegung bleiben"

Eine andere Übung ist das Ausweichen bei vollem Tempo: Mit 120 Sachen müssen sich die Fahrer zwischen einem Auto, das die Straße blockiert, und der Leitplanke vorbeischieben. Aus 100 Metern Entfernung sieht die Lücke viel zu eng aus. Erst beim Näherkommen sieht man, dass es gerade so reichen könnte. Der Wagen schlittert knirschend an der Leitplanke vorbei. Beide Türen sind reif für den Lackierer, aber im Ernstfall wäre der Fahrgast in Sicherheit. "Man muss immer in Bewegung bleiben. Wer steht, bietet ein optimales Ziel", erklärt Caspers. Manchmal müssen er und seine Kollegen den Fahrern ganz banale Dinge einhämmern. Zum Beispiel, dass man sich nie einparken lässt, um stets fluchtbereit zu sein. Oder dass man als Begleitfahrzeug immer versetzt fährt, um die Sicht auf das VIP-Auto zu versperren. Dazu gibt es Übungen mit drei Autos, bei denen der Trainer im letzten Auto versucht, sich an das VIP-Auto heranzupirschen.

Der Umgangston im Training ist nicht so leger wie in normalen Fahrertrainings: "Hier wird Tacheles geredet", sagt Michael Caspers, während er zusieht, wie ein Fahrer auf nasser Fahrbahn einen kniffligen Pylonenkurs umrundet. Caspers greift zum Funkgerät: "Du weißt schon, dass da ein Gaspedal unten rechts ist? Ich kann ja neben dir laufen!" funkt er dem Mann im Wagen zu.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(