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Gigafactory Berlin Großbrand bei Tesla: Feuerwehr-Einsatz in Grünheide, Löscharbeiten dauern an

Exklusive Drohnenaufnahmen zeigen Großbrand bei Tesla
Sehen Sie im Video: Exklusive Drohnenvideos zeigen Ausmaß von Brand in Tesla-Fabrik in Grünheide.








Großbrand bei Tesla: 


In der Nacht zu Montag hat es auf dem Gelände der Tesla-Gigafactory im brandenburgischen Grünheide gebrannt. 


Exklusive Drohnenaufnahmen, die dem Stern und der Märkischen Oderzeitung vorliegen, zeigen die Löscharbeiten am Morgen danach. 


Die Feuerwehr wurde nachts um drei Uhr von der Tesla-Werkfeuerwehr angefordert. 


Zeitweise waren mehr als 50 Feuerwehrleute im Einsatz. 


Es sollen 800 Kubikmeter Ballen aus gepresster Pappe, Papier und Holz in Brand geraten sein.


Dadurch kam es zu einer starken Rauch- und Geruchsentwicklung auf dem Gelände.


Die Stelle, an der es gebrannt hat, befindet sich auf dem nordöstlichen Teil des Geländes, wo eine kleine Recyclinganlage stehen soll.


Seit 7:45 Uhr soll der Brand aber weitestgehend unter Kontrolle sein. 


Bislang ist unklar, ob giftiges Löschwasser in das Erdreich und ins Grundwasser gelangt ist. Der Wasserverband Strausberg-Erkner ist laut stern-Informationen auf dem Weg zur Tesla-Fabrik, um das zu untersuchen. 


Die Fabrik liegt größtenteils in einem Trinkwasserschutzgebiet des Wasserverbandes Strausberg-Erkner. Der Verband versorgt 170.000 Menschen der Region mit Trinkwasser. Über das Löschwasser könnten giftige Stoffe das Grundwasser gefährden.


Offizielle Angaben zu der Brandursache gibt es bislang nicht. 


Das Tesla-Werk in Grünheide feierte im März 2022 seine Eröffnung – und ist damit die erste Produktionsstätte des Autoherstellers in Deutschland. 

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Aus bisher ungeklärter Ursache kam es in der Nacht zu Montag zu einem Großbrand auf dem Gelände der Tesla-Gigafactory Grünheide. Zeitweise waren mehr als 50 Feuerwehrleute im Einsatz.

Auf dem Gelände der Tesla-Gigafactory Grünheide ist es in der Nacht zu einem Brand gekommen, berichtet die "Märkische Oderzeitung". Demnach seien die umliegenden Feuerwehren gegen 3 Uhr nachts von der Tesla-Werkfeuerwehr angefordert worden, heißt es. "News5" ergänzt, dass aus bisher ungeklärter Ursache Ballen aus gepresster Pappe und Plastik in Brand geraten waren und es zu starker Rauch- und Geruchsentwicklung gekommen sei. Ein Sprecher der Regionalleitstelle Oderland bestätigte gegenüber "T-Online", dass rund 800 Kubikmeter Pappe in Brand geraten seien.

Brand bei Tesla unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten laufen

Die gute Nachricht: Seit 7:45 Uhr soll der Brand weitgehend unter Kontrolle sein. Doch die "Märkische Oderzeitung" berichtet, dass es weiterhin leichte Rauchentwicklungen gebe und die Einsatzkräfte in den kommenden Stunden mit Nachlöscharbeiten beschäftigt seien.

Der Brand ist nicht der erste Vorfall auf dem Tesla-Gelände nahe der Hauptstadt. Ende April waren dort rund 15.000 Liter Chemikalien ausgelaufen, die zwar laut Umweltamt "keine Gefahr" für den Boden darstellten, besorgte Umweltschützer aber in ihrer Theorie bestätigten, das Werk schade Brandenburg sehr (hier erfahren Sie mehr). Hinzu kommt eine andauernde Diskussion um das Grundwasser in der Region, dessen Vorräte durch Tesla bedroht seien.

Das Löschwasser des heutigen Einsatzes bereitet ebenfalls Kopfzerbrechen. André Bähler, Verbandsvorsteher des zuständigen Wasserverbandes Strausberg-Erkner, erklärte gegenüber RTL und dem stern: "Was wir dort sehen, bestätigt deutlich, dass Löschwasser im unbefestigten Bereich versickert. In Anbetracht der Tatsache, dass an der Stelle das Grundwasser ungeschützt (also ohne wasserundurchlässige) Abdeckung) ansteht, sehen wir das mit großer Besorgnis. Weil auch die belebte Oberbodenzone mit Zustimmung der Unteren Wasserbehörde als Puffer entfernt wurde, steht dem System keine Barriere zum Rückhalt von Schadstoffen zur Verfügung. Hier helfen jetzt nur schnelle, beherzte Maßnahmen um ein Eindringen von Schadstoffen in den Grundwasserleiter zu verhindern."

Offizielle Angaben zur Brandursache und den fortlaufenden Arbeiten gibt es bisher nicht, Anfragen des stern beim zuständigen Landkreis und Tesla blieben bislang unbeantwortet. Fakt ist, dass die Benachrichtigungskette offenbar Lücken aufweist. "Leider hat die verabredete Alarmierung nicht gut funktioniert. Uns erreichte die offizielle Information von Tesla so gegen 9:45 Uhr. Da wußten wir über die Medien bereits Bescheid", sagte Bähler.

Die Bürgerinitiative Grünheide ist alarmiert. Steffen Schorcht, Sprecher der Initiative, sagte RTL und dem stern: "Unsere schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden. Wir fordern einen Produktionsstopp, bis die Ursachen und Umstände aufgeklärt und alle sicherheitsrelevanten Maßnahmen im Wasserschutzgebiet umgesetzt sind."

Zweite Fabrik steht bereits

Die Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg (auch Giga Berlin und Gigafactory 4) befindet sich rund 35 Kilometer südöstlich von Berlin und wurde am 22. März 2022 eröffnet. Tesla baut derzeit im ersten deutschen Werk vorrangig das Model Y. Geplant sind eine halbe Million Fahrzeuge pro Jahr, schon 2023 will Tesla die Hälfte davon erreichen. 2025 soll das Werk mit der geplanten Volllast laufen und die Zielvorgaben erfüllen.

Zahlreiche Einsatzkräfte sind bei dem Brand im Tesla-Werk in Grünheide im Einsatz
Zahlreiche Einsatzkräfte sind bei dem Brand im Tesla-Werk in Grünheide im Einsatz
© Privat

In naher Zukunft soll zudem eine weitere Batteriefabrik folgen, die schon steht, aber noch nicht in Betrieb genommen wurde.

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