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Audi A1 Dual-Mode Hybrid: Klein, aber oho

Die Hybridmodelle von Audi lassen aktuell einige Wünsche offen. Mit dem Dual-Mode Hybrid im Audi A1 könnte sich das ändern.

Die Hybridantriebe gelten bei den deutschen Herstellern als ungeliebtes Kind. In Europa interessiert sich nach wie vor kaum jemand für die teuren und schweren Teilzeit-Elektromodelle. Entsprechend sind die realen Verkaufszahlen der Hybridmodelle von Audi, Mercedes, Porsche oder BMW eine europäische Katastrophe. Der lokale Kunde will drehmomentstarke Diesel oder einen leistungsstarken Benziner hinter dem imageträchtigen Kühlergrill. Und je kleiner das Auto, so geringer das Interesse an einem Hybridantrieb sowieso. Doch der Erprobungsträger des Audi A1 Dual-Mode Hybrid zeigt, dass Hybridmodelle mittelfristig auch in kleineren Fahrzeugklassen einen Platz haben könnten. Teuer bleiben sie trotzdem.

Optisch ist der kleine Audi ein typischer A1 - natürlich in unschuldigem weiß. Nichts fällt auf - nichts ist abgesehen von dem Potentiometer anstelle des üblichen Drehzahlmessers im Cockpit besonders. Doch wer die Motorhaube des Ingolstädter Prototypen öffnet, sieht einen kleinen Dreizylindermotor mit 1,5 Litern Hubraum Seite an Seite mit einem Elektromotor. Der aufgeladene Dreizylinder leistet maximal 90 kW / 122 PS und das Elektromodul steuert maximal weitere 85 Kilowatt hinzu. Die Systemleistung liegt so bei rund 130 kW / 177 PS. Dabei startet der Audi A1 Dual-Mode-Hybrid nicht nur im Elektromodus; bis Tempo 50 ist außer Wind- und Abrollgeräuschen nichts zu vernehmen. Denn dann arbeitet zum Vortrieb allein der Elektromotor. Beim starken Beschleunigen springt dem E-Modul an der Vorderachse der Verbrenner zur Seite.

"Bis 130 km/h arbeitet der Elektromotor", erklärt Audi-Entwickler Daniel Boland, "ab Tempo 130 schaltet er sich ab." Passiv arbeitet nur noch das Bremssystem, das für die entsprechende Rekuperation sorgt. Während wie beim Opel Ampera oder dem Chevrolet Volt der Verbrennungsmotor bis Tempo 130 nur die E-Maschine als Generator antreibt, wird die Motorleistung oberhalb von 130 km/h per Eingang-Getriebe direkt an der Vorderachse abgegeben. "So haben wir die geringsten Verluste", sagt Audi-Techniker Daniel Boland, "der E-Motor bringt dann keinen Vorteil mehr." Die Höchstgeschwindigkeit des Audi A1 Dual-Mode-Hybrid liegt bei 180 km/h; die allein elektrische Reichweite bei bis zu 90 Kilometern. Das Gewicht des Vorserienmodells ist mit 1,5 Tonnen jedoch recht üppig. Das 200 Kilogramm schwere Akkupaket in Kardantunnel und unter der Rücksitzbank lässt sich im Fahrbetrieb nicht überspielen.

Die Gesamtreichweite des A1-Hybriden liegt bei 600 Kilometern. Der Normverbrauch mit aufgeladenem Akkupaket (Kapazität 17,4 kWh) liegt bei einem Liter auf 100 Kilometern. "Mit Starkstrom laden wir den Akku in eineinhalb Stunden auf", so Boland, "an der Haussteckdose würde es natürlich länger dauern." Die rustikale Abstimmung von Elektro- und Verbrennungsmotor bringt einen auf der flotten Testfahrt in die Realität zurück. Die sieht so aus, dass Toyota, Lexus und Co. mehr und mehr Hybridmodelle auf dem Markt haben. Ein etwaiger Serieneinsatz in einem Audi ist Zukunftsmusik und die dürfte es kaum im A1 geben. Hier böte sich der Audi A2 an, der als Gegenstück zum BMW i3 in Planung ist. Zwei bis drei Jahre dürften in jedem Falle noch vergehen, bis der Dual-Mode Hybrid in Serie geht. Dann ist er nach Aussagen von Daniel Boland jedoch nahezu frei zu variieren - in welcher Baureihe auch immer.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.