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Retro-Auto: Bugatti "Baby II" - Spielzeugauto für 30.000 Euro

280 Zentimeter lang und mindestens 30.000 Euro teuer: Baby II ist ein Edelspielzeug für die Reichen - der kleine Stromflitzer ist bereits ausverkauft.

Wer schneller als 20 km/h fahren will, benötigt mehr als nur das Basismodell.

Wer schneller als 20 km/h fahren will, benötigt mehr als nur das Basismodell.

pr

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Auf dem Autosalon in Genf zeigte Bugatti ein Modell des Baby II aus dem 3-D-Drucker. Das Miniauto sollte die Tradition des originalen Bugatti Baby aus den 1920 Jahren fortsetzen. Der erste Baby-Bugatti war ein Geschenk für Roland, den jüngsten Sohn von Ettore Bugatti, und stellte eine Mini-Variante des Typ 35 dar. Das Kleinstauto kam so gut an, dass am Ende 500 Stück gebaut wurden.

Spielzeug auch für Erwachsene 

Die Resonanz auf den Nachfolger 2019 war ebenso herausragend. Die geplante Serie von erneut 500 Exemplaren war nach drei Wochen ausverkauft, bevor noch ein einziges Modell gebaut wurde. Zum 110-jährigen Geburtstag wurde nun ein erster Prototyp enthüllt. Baby I war kaum größer als ein Bobby-Car. Mit einer Länge von 2,8 Metern ist Baby II heute so groß, dass auch Mama und Papa hinter dem Steuer Platz nehmen können. Die Pedale können dafür von Kinder- auf Erwachsenengröße umgestellt werden.

Damit das Großmodell absolut authentisch ist, wurde ein echter Typ 35 Grand Prix von 1924 mit einem Laser vermessen. Gebaut wird der Mini-Renner von der Little Car Company. Ben Hedley, CEO der Firma, sagte: "Es war eine große Ehre, an diesem Projekt mit Bugatti beteiligt zu sein. Das Baby ist ein wichtiger Teil von Bugattis Erbe, und wir wollten etwas schaffen, das den Namen verdient. Wir haben uns vorgenommen, etwas zu entwerfen, das das Original respektiert, aber auch viel Spaß beim Fahren macht, und das frühe Feedback der Kunden zeigt uns, dass wir das erreicht haben."

Garantierter Gewinn

Natürlich wird das aktuelle Kinderauto elektrisch angetrieben. Auch die Leistung lässt sich mit einem Kinder- und einem stärkeren Erwachsenenmodus anpassen. Per Fernsteuerung können die Eltern den Wagen abschalten, damit die Kinder keinen Unfall bauen. Ein optionaler Speedkey setzt die volle Leistung von 10 kW frei, dann ist auch der Geschwindigkeitsbegrenzer ausgeschaltet und der kleine Flitzer darf auf die Rennbahn. Sonst wird bei 20 km/h abgeregelt.

Baby II wird in drei Varianten angeboten. Neben dem Basismodell gibt es die Rennversion "Vitesse" - mit Speedkey und eine Hülle aus Carbon. Die Variante "Pure Sang" erhält eine handgemachte Aluminiumkarosserie. Lackiert sind alle Modelle im traditionellem französischem Rennblau. Die Preise beginnen bei 30.000 Euro. Wirklich teuer ist Baby II aber nicht. Es ist zu erwarten, dass die Modelle der begrenzten Serie weit höhere Preise im Wiederverkauf erzielen werden.

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