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Coombs Jaguar E-Type 1966: Im Auge des Orkans

Der Jaguar E-Type ist ein zeitloser Klassiker. Doch Tuner John Coombs kitzelte aus dem 4,2 Liter-Reihensechszylinder noch mehr PS heraus. Eine Fahrt in diesem Einzelstück ist ein Erlebnis, das einer Naturgewalt gleichkommt.

Die klassischen Formen wurden durch das Tuning nicht verändert

Die klassischen Formen wurden durch das Tuning nicht verändert

Unter 3.000 Touren ist der Sturm noch ein laues Lüftchen. Doch jenseits dieser Marke entfesselt der 4,2-Liter-Sechszylinder einen Klang-Orkan erster Güte. Zunächst schwillt das sonore Sägen an, um bei 4.500 U/min in einem vieltönenden basslastigen Konzert aus sechs Verbrennungsposaunen zu kulminieren. Kaum geht man von Gas, sprotzelt hinten eine Ton-Salve nach der anderen inbrünstig heraus. Garniert wird die Verbrennungs-Symphonie beim Herunterschalten durch Auspuff-Stichflammen, was zu Daumen-Hoch-Sympathiebekundungen der anderen Verkehrsteilnehmer führt. Im Inneren des Klassikers fühlt man sich, wie im Auge eines Orkans, der die Umwelt mit einem wohlig-schönen Klang-Unwetter heimsucht. Bis jenseits der 200 km/h wandert die Tachonadel, wenn man die Raubkatze von der Leine lässt. Mehr mag man dem edlen Briten angesichts voller Straßen und etwas müder Bremsen nicht zumuten.

Im Auge des Orkans
Die klassischen Formen wurden durch das Tuning nicht verändert

Die klassischen Formen wurden durch das Tuning nicht verändert

Die Urgewalt, mit der dieser E-Type über den Asphalt herfällt, lässt schon vermuten, dass es sich hier um ein außergewöhnliches Exemplar handelt, von dem angeblich nur noch eines in freier Wildbahn existiert: Das Geschoss wurde von Tuner John Coombs getunt und gehörig auf Dynamik getrimmt. Coombs war ein ehemaliger britischer Rennfahrer, der sich auf Jaguar Modelle spezialisiert und sich in den 1960er Jahre den Ruf erworben hatte, das Optimum aus den Sportwagen heraus zu kitzeln. Deswegen fuhr der Neuseeländer Barry Messiter 1966 direkt vom Jaguar-Werk zu der Tuning-Schmiede, drückte John Coombs die Schlüssel seines eben erworbenen Autos in die Hand und gab ihm den kurzen Auftrag, mehr aus dem E-Typ herauszuholen. Passend zur extrovertierten Lackierung "Purple Haze" (Lila Dunst) kannte das Raubtier damals nur wenig Gegner und viele Opfer.

Die Tuningmaßnahmen der Coombs-Spezialisten sind heute noch beliebte Klassiker, um einem Motor Dampf zu machen. Vom Schwungrad und der Nockenwelle hobelten die Techniker insgesamt 19 englische Pfund (rund neun Kilogramm) ab und balancierten die Kurbelwelle auch neu aus, damit die zusätzlichen Vitamine auch ihre gesamte Wirkung entfalteten. Auch beim Zylinderkopf legten die Experten Hand an: polierten die Einlass-Kanäle, um den Luftstrom zu verbessern, schärften die Nockenwelle nach, um damit den Zeitpunkt des Ventil-Triebs zu optimieren. Anstelle des herkömmlichen Krümmers sorgte ein Fächerkrümmer für weniger Gegendruck. Wie viel Dampf der Coombs E-Type genau hat, bleibt bis dato ein Mysterium. Nominell leisteten die E-Types mit 4,2 Liter Hubraum 269 PS, tatsächlich sollen es weniger gewesen sein. Bei Jaguar selbst geht man davon aus, dass mit dem Tuning rund 270 PS und damit eine Spitzengeschwindigkeit jenseits der 240 km/h erreicht wurden.

Das Fahrwerk wurde ebenfalls angepasst, um die Kraft auf die Straße zu bringen: Koni-Dämpfer und stärkere Federn im Heck verhalfen dem E-Type zu mehr Agilität, ohne jedoch den Komfort komplett zu vernachlässigen. Nickt der E-Type beim starken Bremsen vorne ein, beginnt das rundliche Heck zu tänzeln und erinnert den Fahrer mit freundlichen Nachdruck daran, dass man hier eine wilde Großkatze bewegt. Das Lenkrad hat den Durchmesser einer Pizza und auf dem kleinen Hup-Knopf in der Mitte erinnert ein goldener Jaguarkopf, in was für einer Rennwagen-Ikone man sitzt. Mangels Servo-Unterstützung ist die Lenkung kein Muster an Direktheit, aber wenn man den Hecktriebler um die Ecke wirft legt er sich mit so viel Begeisterung in die Kurve, dass sich der Beifahrer panisch an den kleinen Griff, der an der A-Säule angebracht ist, klammert.

Bei so viel ungezügelter Kraft irritiert es ein wenig, dass der rote Drehzahlbereich schon bei 5.000 U/min beginnt, doch der Reihensechszylinder ist ein Langhuber, der sich deswegen auch schaltfaul mit niedrigen Drehzahlen fahren lässt. Der 52 Jahre alte Sportwagen-Klassiker hat auch heute nichts von seinem einzigartigen Flair verloren: Rundinstrumente und Kippschalter verströmen Flugzeug-Cockpit-Atmosphäre, auch wenn die drei Mini-Scheibenwischer eher Palmwedeln gleichen, die gegen die nassen Naturgewalten ankämpfen. Auf den grauen Ledersitzen reist es sich bequem und die längsverstellbare Lenkradsäule lässt ruckzuck eine sehr gute Sitzposition zu. Wie es sich für einen Rennwagen gehört, sind die Pedale extrem eng nebeneinander aufgereiht: Hacke-Spitze beim Zwischengas-Bremsen beim Runterschalten ist kein Problem: Die knackige präzise Viergangschaltung unterstützt die schnellen Gangwechsel mit kurzen Wegen. Das coolste Detail ist jedoch der Zigarettenanzünder: Statt "Cigarette" steht da "Cigar" - angemessen für den Herrenfahrer am Steuer des begehrten Sportwagens, der sicher keine ordinäre Zigarette rauchte.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(