HOME

Fahrbericht: Opel Agila 1.2: Prinz statt Frosch

Der alte Opel Agila war kein Augenschmeichler. Doch die neue Generation ist ein sehenswerter Kleinwagen, der zusammen mit seinem Zwillingsbruder Suzuki Splash vor allem auf Senioren- und Frauenfang gehen soll.

Die kantig-kernigen Zeiten eines Agila I gehören der Vergangenheit an. Die zweite Generation ist sehenswert, stimmig und ein echter Hingucker. Auch wenn Opel den 3,72 Meter langen Agila zusammen mit Suzuki in den vergangenen dreieinhalb Jahren gemeinsam entwickelt hat, merkt man die Federführung der Japaner bei dem Projekt deutlich.

Das tut der Optik jedoch keinen Abbruch – im Gegenteil. Die Opel-Fans finden immerhin so etablierte Rüsselsheimer Designelemente wie die Falz auf der Motorhaube, die groß gewachsenen Frontleuchten und die schmalen Leuchtenbänder am Heck. "Ohne Abstriche bei der Funktionalität wollten wir unserem Kleinsten erheblich mehr Charme im Design mitgeben", sagt Opel-Chefdesigner Uwe Müller.

10.000-Euro-Liga

Im Innenraum sieht das schon anders aus. Hier konnte sich Opel - abgesehen vom Firmenblitz auf dem Prallkörper des Lenkrades - nicht sonderlich stilvoll in Szene setzen. Schalter und Bedienelemente tragen allein Suzukis Markengene. Den Oberflächen sieht man an, dass man in einem Fahrzeug der 10.000-Euro-Liga Platz genommen hat – hässlich ist es trotzdem nicht. Besonders vorne gefallen die groß dimensionierten Sitze, die auch groß gewachsenen Personen genügend Platz und Beinauflage bieten.

Das Platzangebot im Agila ist trotz überschaubarer Außenabmessungen ansehnlich. Leider lässt sich das Lenkrad nur in der Höhe und der auf die Armaturentafel aufgesetzte Drehzahlmesser gar nicht verstellen.

Den offiziell deklarierten Fünfsitzer sollte man nicht wirklich erwarten. Hinter den weit aufschwingenden Hecktüren gibt es Platz für zwei weitere Personen. Mehr Insassen verhindern der Anstand, die Genfer Menschenrechtskonventionen und die geringe Schulterbreite. "Wir haben dafür gesorgt, dass die Sitze mehr Beinauflage bekommen damit auch groß gewachsene Personen gut sitzen können", erklärt Opels Baureihensprecher Horst Bach.

Peinliche Überholaktion: Angeber fährt Ferrari bei Straßenrennen schrottreif

Kinderwagen nach Japan

Der Kofferraum könnte auf den ersten Blick größer sein. Zusammen mit dem Fach unter dem Ladeboden sind es immerhin 225 Liter Ladevolumen. Überraschend, dass Opel als Marke, die für flexible Innenraumlösungen steht, auf eine verschiebbare Rückbank verzichtet hat. Andere haben sie und in der Liga der Kleinsten kann man solche Details allemal gut gebrauchen.

Immerhin soll im Kofferraum ein zusammengefalteter Kinderwagen Platz finden. "Um zu gewährleisten, dass der hineinpasst, haben wir in Frankfurt extra einen Kinderwagen gekauft und sind mit dem nach Japan zu den Suzuki-Entwicklungsingenieuren geflogen", erinnert sich Horst Bach mit einem Lächeln. Wenn es nicht reicht, kann man mit zwei Handgriffen die im Verhältnis 40:60 teilbare Rückbank umlegen und so bis zu 1.050 Liter Stauraum schaffen.

Bei der Auswahl der Triebwerke hat man die Wahl zwischen zwei Suzuki-Benzinern mit 65 und 86 PS sowie einem drehmomentstarken und verbrauchsarmen Diesel mit 75 PS aus ehemals gemeinsamen Fiat-Opel-Zeiten.

"Erwartetes Volumenmodell dürfte bei uns der Agila 1.2 sein", sagt Produktmanagerin Vanessa Wienecke. "Wir rechnen mit einem hohen Frauenanteil - aber gerade auch mit Kunden im Alter 50plus. Denen sind ein leichtes Einsteigen und eine hohe Sitzposition besonders wichtig.“

Genügend Vortrieb

Freuen können sich die Kunden welchen Geschlechts und Alters auch immer über ordentliche Fahrleistungen. Bereits der Basisbenziner schafft 160 km/h Spitze und schont mit einem Verbrauch von fünf Litern auf 100 Kilometer Umwelt und Geldbeutel.

Der Agila 1.2 mit 63 kW/86 PS und 114 Nm schafft sogar 175 km/h Höchstgeschwindigkeit und einem Tempo-100-Spurt in 12,3 Sekunden. Präsentiert sich der Durchschnittsdurst mit 5,5 Litern Super auf 100 Kilometern noch ganz ordentlich, so zeigt sich der Vierzylinder im unteren und mittleren Drehzahlbereich als müde und unwillig. Vortrieb gibt es nur, wenn die Gänge ausgedreht werden. Optional gibt es ihn mit einer 820 Euro teuren Vierstufenautomatik. Die manuelle Fünfgangschaltung könnte deutlich präziser sein.

Das Fahrwerk des Opel Agila liegt auf Klassenniveau, profitiert vom langen Radstand und der breiteren Spur. Doch der hohe Schwerpunkt des mit 1,59 Meter hoch gewachsenen Karosserie lässt sich gerade in flott angegangenen Kurven nicht überspielen. Hier wankt der Agila spürbar.

Die Lenkung ist sehr leichtgängig, wirkt durch das synthetische Lenkgefühl jedoch allzu künstlich. Beim Einparken dürfte es jedoch nur zufriedene Gesichter geben.

Preise ab 9.990 Euro

Wieso Opel den Agila in Deutschland nicht mit serienmäßigem ESP anbietet, ist nur schwer nachzuvollziehen. Insbesondere deshalb weil der Zwilling Suzuki Splash ESP außer beim Basismodell ebenso serienmäßig hat wie die zusätzlichen Kopfairbags, die bei Opel ebenfalls 390 Euro Aufpreis kosten. In allen Agila-Varianten kostet ESP 360 Euro extra. Kaum zu glauben, dass elektrische Fensterheber hinten oder ein Navigationssystem nicht einmal gegen Aufpreis angeboten werden.

Soll es nun der Opel Agila, der Zwillingsbruder Suzuki Splash oder gar einer der Konkurrenten wie Renault Modus, Toyota Aygo oder Fiat Panda sein? Mehr als in einer anderen Klasse machen hier Design und Preis die Musik. Beim Design dürfte sich der Opel in die Herzen der Kunden fahren. Der Unterschied zum lieblosen Agila I ist riesig. "Unser Agila sieht besser aus und die Vielzahl der Opel-Händler spricht für uns", wirbt Baureihen-Sprecher Horst Bach für den Agila und gegen den Splash.

Der Basispreis des Agila 1.0 inklusiv 65 PS starkem Basistriebwerk und Magerausstattung liegt bei 9.990 Euro. Der höherwertige Agila 1.2 Edition kostet ohne die sinnvollen Sicherheitsextras ESP und Kopfairbags 13.700 Euro. Da ist der Suzuki Splash 1.2 Club das günstigere Angebot. Doch die Rüsselsheimer setzen auf den Opel-Faktor – vielleicht nicht zu Unrecht.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?