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Faszination: New Trabi wird gebaut: Go Trabi Go!

PR-Gag oder Wiedergeburt einer Ikone? Nachdem das Modell eines "New Trabi" auf der vergangenen IAA für Aufsehen sorgte, soll das Auto nun im Maßstab 1:1 entstehen. Der Prototyp feiert auf der IAA 2009 seine Premiere.

Der Trabant und die Stadt Zwickau gehören zusammen wie Oktoberfest und Maßbier. Was zu DDR-Zeiten der Stolz der ostdeutschen Automobilproduktion war, versank nach der Wende schnell in Ruinen. Selbst mit einem Polo-Motor wollten die Leute die Rennpappe nicht mehr haben und ließen sich lieber von windigen Gebrauchtwagenhändlern altersschwache Granadas andrehen.

Doch aus der Hassliebe zum stinkenden Sachsenring-Zweitakter ist längst eine verklärende Liebschaft geworden. Der Trabi hat sich schnaufend auf den Klassiker-Olymp geschleppt. Und jetzt gibt es sogar wieder eine frohe Nachricht aus Zwickau: Der "New Trabi" wird gebaut. Zunächst nur als Protoyp, aber immerhin in Lebensgröße. Der Karosseriebauer IndiKar will das Fahrzeug zur IAA 2009 auf die Räder stellen.

Ausgerechnet ein Hersteller von Plastikmodellautos entfachte das Trabi-Fieber neu. Die Firma Herpa aus Dietenhofen hat seit 1990 hunderttausende Trabant-Modell gebaut - im Modelleisenbahn-Maßstab 1:87. Auf der IAA im vergangenen Jahr stellte Herpa den "New Trabi" als Großmodell im Maßstab 1:10 vor.

Der blaue Kombi mit weißem Dach sieht in der Tat aus wie ein Trabant 601 Universal, den man durch ein modernes Design-Studio gejagt hat. Rundliche Formen, Kulleraugen-Scheinwerfer, spitze Heckleuchten – wie der New Mini oder der Fiat 500 spielt der New Trabi mit unverwechselbaren Elementen des Originals, ohne alt auszusehen.

"Hingucker mit Geschichte und Charme"

Herpa hat vom Trabant-Register e.V. Lizenzrechte an der Marke "Trabant" erworben. "Wir wollen mit unserer Initiative den Trabi in neuer Form auf die Straße bringen, um die Geschichte dieses Kultobjektes fortzuführen", sagt Klaus Schindler aus der Herpa-Geschäftsleitung.

Um zu testen, wie die Menschen auf einen neuen Trabant reagieren, führte Herpa auf der IAA eine Umfrage durch. Von den 12.000 Befragten sprachen sich mehr als 90% für den Bau des New Trabi aus, freut sich der Modellauto-Hersteller. "Bereits nach vier Monaten kann Herpa nun den Grundstein zur Erweiterung der ‚New Trabi’-Initiative legen – in Form einer sächsischen Automobilkooperation", freut sich Schindler.

Federführend soll dabei das Unternehmen IndiKar aus Wilkau-Haßlau bei Zwickau sein. "In die Entwicklung werden die Wünsche und Erwartungen der vielen begeisterten Fans des Kultautos einfließen. Der New Trabi soll ein Hingucker mit Geschichte und Charme werden, innovativ, praktisch und sparsam", verspricht Klaus Schindler.

Sponsoren gesucht

Die IndiKar Individual Karosseriebau GmbH beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter und hat sich der Konstruktion und dem Bau von Sonderschutzfahrzeugen, Prototypen für die Autoindustrie und Kleinstserien verschrieben. Das Marketing der Initiative New Trabi soll weiter in den Händen von Herpa bleiben.

Ob der Retro-Trabant jemals über das Prototypen-Stadium hinauskommt, wird sich zeigen. Man habe aber schon den ersten Sponsoren für das Projekt gefunden, teilt Herpa mit.

In ganz kleinem Maßstab hat die Massenfertigung des New Trabi übrigens bereits begonnen: Auf der Nürnberger Spielwarenmesse im Februar präsentiert Herpa das Mini-Modell in 1:87 – garantiert ohne Wartezeit.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.