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Hyundai i10: Zwergenhafter Eroberer

Hyundai Kleinster ist alles andere als eine Fahrmaschine. Macht aber nichts. Die Kunden wollen ein Transportmittel. Zusätzlich passt eine Menge rein, es gibt eine Drei-Jahres-Garantie, und das gibt es alles zu echten Kampfpreisen.

Als Hyundai 1967 mit dem Lizenzbau eines Ford Cortina den Automarkt betrat, hat keiner ernsthaft daran gedacht, dass die Koreaner einmal der fünftgrößte Autohersteller der Welt werden könnten. Jetzt ist es so weit und so legen sie auch mit ihrem kleinsten Modell, dem i10 einen sehr ansprechenden Auftritt hin.

Der überarbeitete Kleinwagen hat durchaus das Zeug zum Klassenprimus. Gleich beim Einsteigen ist selbst ein groß gewachsener Mensch überrascht, wie viel Platz in einem so kleinen Wagen ist. Dabei sind die hinteren Sitze allerdings auf längeren Strecken nur für Kinder geeignet. Weil das Auto aber vor allem im Stadt- und Kurzstreckenbetrieb von einer Person benutzt wird, spielt diese Einschränkung praktisch keine Rolle. Dafür kann man aber eine Menge mit dem Auto transportieren, es fasst nämlich bis zu 925 Liter. Bei aufgestellten Sitzen passen immerhin noch 225 Liter in den Gepäckraum. Das sind Fakten, die für die Kundschaft im so genannten A-Segment von entscheidender Bedeutung sind.

Kunschaft ohne sportliches Interesse

So haben die Marktstrategen bei Hyundai herausgefunden, dass 73 Prozent der potentiellen Kunden ihr Auto als reines Transportmittel sehen. 60 Prozent der Käufer des kleinsten Hyundai sind Frauen. Äußerlich sind beim neuen i10 vor allem die Front- und die Heckpartie ansprechender gestaltet worden als beim Vorgängermodell. Die Übersichtlichkeit der Karosserie ist bei dem nur 3,59 Meter langen Auto glücklicherweise erhalten geblieben.

Die Koreaner bieten den i10 mit zwei Motorvarianten an. Das kleine 1,1 Liter-Aggregat leistet 69 PS, benötigt auf 100 Kilometern 4,7 Liter Benzin und stößt dabei 110 Gramm Kohlendioxyd aus. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 156 km/h. Das sind Werte, die für den Kurzstreckenverkehr ausreichen, zumal das kleine Triebwerk bei unseren Testfahrten in Hamburg und Umgebung recht agil wirkte. Der 100 ccm größere Motor leistet 86 PS und ist 169 km/h schnell. Er begnügt sich mit 4,6 Litern Superbenzin und bläst damit sogar zwei Gramm weniger Co2 aus dem Auspuff als die Basismaschine.

Deftiger Aufpreis für die Sicherheit

Für die Ausstattung werden ebenfalls zwei Varianten angeboten. Der i10 "Classic" ist schon mit Seitenairbags, Drehzahlmesser, Digitaluhr, Zentralverriegelung, elektrisch unterstützter Servolenkung, 12 –Volt-Steckdose im übersichtlichen Armaturenbrett, Getränkehaltern vorne, Gepäckraumbeleuchtung und einer Wisch-/Waschanlage an der Heckscheibe ausgerüstet. Einen höhenverstellbaren Fahrersitz gibt es leider nur in der "Style"- Version, die auch noch eine Fernbedienung für die Zentralverriegelung, eine Alarmanlage, elektrische Spiegel und Fensterheber vorne und hinten sowie eine umfangreiche Audio-Anlage beinhaltet.

Äußerlich kann man den "Style" vor allem am verchromten Kühlergrill und den Nebelscheinwerfern erkennen. Die Aufpreisliste ist kurz und gilt für beide Modelle. Auf ihr stehen die Metallic- und Mineraleffektlackierung, eine Klimaanlage. Stolze 910 Euro sind allerdings für ESP fällig. Der Preis für die Grundversion des i10 liegt 290 Euro über der psychologischen Schallgrenze von 10.000 Euro.

Walter Hasselbring
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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