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Jeep Renegade Concept: Offroad-Rollschuh

Jeep goes Buggy: Chrysler präsentiert in Detroit einen offenen Gelände-Zweisitzer. Natürlich ökologisch korrekt - das Spaßauto wird elektrisch angetrieben. Ein kleiner Bluetec-Diesel sorgt für höhere Reichweiten.

In den 60er Jahren hatte die Hippie-Generation zwei Kultmobile: Den VW-Bus als rollende WG und den Buggy als cooles Strandfahrzeug. Die Flitzer bestanden zwar nur aus einer Kunststoffkarosse, die auf ein VW Käfer-Gestell geschraubt wurde - doch die "Dünen-Buggys" waren die perfekten Spaßmobile für den kalifornischen Surfer-Sommer. Jeep hat mit dem Renegade Concept Ähnliches im Sinn: "Wir haben das Auto für ein ‚Hang on and have fun’-Erlebnis gemacht", freut sich Jeep-Designer Tony Shamenkov.

Die 3,9 Meter lange Karosserie erinnert mit ihren fast spielzeughaften Proportionen und dem fehlenden Dach an einen Rollschuh. Von vorn ist das Auto durch die runden Scheinwerfer und den Grill mit senkrechten Streben trotzdem sofort als Jeep zu erkennen. Die Türen haben dreieckige Öffnungen, hinten sitzt ein Überrollbügel und vorn eine niedrige Speedster-Windschutzscheibe.

Hinter den Sitzen befinden sich eine Ladefläche, die sich wie bei einem Lego-Baukasten variieren lässt: Neben einem einfachen Laderaum gibt es verschiedene Einschübe, die für die jeweilige Outdoor-Ausrüstung gedacht sind, etwa zum Mountain Bike oder Kajak fahren. Die in Detroit gezeigte Studie hat sogar zwei zusammengeklappte Jet-Skis an Bord.

Nie wieder Kabelsalat

Der Innenraum des Jeep ist ganz der Marke entsprechend robust gestaltet. Das Cockpit besteht aus vielen großen Teilen. "Wir wollten die Anzahl der Teile minimieren, die für den Zusammenbau und Betrieb des Autos benötigt werden", sagt Innen-Designer Scott Anderson.

Der Innenraum lässt sich durch die symmetrische Anordnung leicht vom Links- zum Rechtslenker umrüsten. Bei der Teileauswahl und Lackierung hat Jeep darauf geachtet, möglichst umweltverträgliche Materialien zu wählen. Der Renegade Concept hat auch keine konventionelle Verkabelung: Das Instrumentenbrett funktioniert drahtlos, der Fahrer kann die einzelnen Einheiten sogar herausnehmen.

Neben einem zentralen Info-Display in der Mitte befindet sich auch mitten im Lenkradkranz ein LED-Bildschirm. Ein Airbag passt trotzdem noch hinein. Die Sitzflächen sind mit einem Neopren-artigen Material bezogen, das an Taucheranzüge erinnern soll – diesen Gag haben sich die Jeep-Designer möglicherweise bei Mazdas Studie "Hakaze" abgeguckt. Neben allen optischen Leckerbissen soll das Renegade-Interieur aber vor allem strapazierfähig und wetterfest sein.

650 Kilometer Strandvergnügen

Der Antrieb des Dünen-Flitzers funktioniert elektrisch. Zwei Motoren treiben die Achsen an und leisten je 268 PS. Von 0 auf 100 km/h soll der Mini-Jeep in rund neun Sekunden beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 150 km/h erreichen.

Wie es sich für einen Jeep gehört, hat der Renegade Concept Allradantrieb mit Geländeuntersetzung und Differenzialsperren. Da die Lithium-Ionen-Akkus nur eine geringe Reichweite von knapp 70 Kilometern ermöglichen, steht ein Bluetec-Diesel als Hilfsmotor zur Verfügung. Der Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum packt noch einmal 115 PS Leistung dazu und erhöht die Reichweite auf 650 Kilometer – damit sollte einem ausgedehnten Strandurlaub also nichts mehr im Wege stehen.

Die schlechte Nachricht zum Schluss: Ob der kleine Offroad-Stromer je gebaut wird, steht wie bei allen Designstudien nur in den Sternen.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.