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Kahn Flying : Der Civilian Carrier - ein Biest mit sechs Rädern für die Innenstadt

Kahn Design hat ein Monster-SUV entwickelt. Der Civilian Carrier ist so groß wie ein Mannschaftstransporter. 430 PS treiben ihn an. Die Entwickler halten das Fahrzeug für den idealen Familienwagen. 

Von vorn ist die Basis "Landrover" gut zu erkennen.

Von vorn ist die Basis "Landrover" gut zu erkennen.

Die SUV-Welle rollt, mit einem normalen Allradler kann man sich schon lange nicht mehr von der Flut der Tiguans und Mokkas absetzen. Khan Design hat sich daher den großen Landrover vorgenommen und eine martialische Aufarbeitung und Verlängerung verpasst. Anstatt 4x4 setzt das Ungetüm auf 6x6. 

Die zusätzliche Achse macht optisch großen Eindruck, der "Flying Huntsman Civilian Carrier" erinnert mehr an einen Truppentransporter als ein ziviles Auto. Die Carrier-Version verzichtet auf eine offene Ladefläche, dafür kann der Fahrer nun acht Personen mitnehmen.

Kahn Flying Huntsman Civilian Carrier: Der Panzer für die Innenstadt - warum sechs Räder besser sind
Was für ein Trumm: Die zusätzliche Achse verwandelt den Wagen optisch in einen Miltärtransporter.

Was für ein Trumm: Die zusätzliche Achse verwandelt den Wagen optisch in einen Miltärtransporter.

Die Preise des Panzers für die Innenstadt starten bei etwa 250.000 Euro. Da die Wagen nach individuellen Wünschen gebaut werden, dürfte es nach oben keine Grenze geben.

Der normale Land Rover Defender 110 ist schon kein kleines Auto, für den Flying Huntsman wurde die Karosse auf beachtliche 5,1 Meter gestreckt. Neben dem Einsatz in der Londoner City ist das All-Terrain-Vehikel für Großgrundbesitzer gedacht, die auch abseits fester Pisten zur Jagd fahren wollen oder die ein Picknick in unwegsamer Wildnis arrangieren möchten.

Khan Design wendet sich in einer Erklärung an mögliche Kunden. Der Wagen werde weder beim Innenstadt-Einsatz in London, Chelsea oder New York versagen, noch vor Steinpisten in die Knie gehen oder vor Off-Road-Pisten kneifen. Er soll sogar Truppen ins Gefecht bringen können. Man möchte ergänzen: Dazu müsste die Armee wohl mehr Geld als Verstand besitzen.

Der kleine 2.2-Liter-Diesel ist mit 170 PS allerdings etwas schwach auf der Brust, wenn es schon ein Flying Huntsman sein soll, sollte man doch zum V8 mit angemessenen 430 PS greifen. Der stärkere Motor eignet sich auch als Zugmaschine im Gelände. Die dritte Achse ist nicht nur Zierrat, ihre Reifen werden angetrieben. Die Traktion des 5,1-Meter-Fahrzeugs dürfte gigantisch sein. Wer mehr will, müsste schon zu einem Kettenfahrzeug greifen

Der Innenraum wird nach den Wünschen des Kunden gestaltet, je nachdem ob mehr Sitzplätze oder mehr Stauraum gewünscht wird, ebenfalls auf Wunsch wird der Panzer mit einem Panoramadach ausgestattet. Afzal Kahn, Chef von Kahn Design, sagte, der Civilian Carrier ist ein atemberaubendes Auto mit 6-Rad-Antrieb, ideal für große Familien, die es genießen, Zeit miteinander in der freien Natur zu verbringen. Das Kalkül hinter den Sätzen. Große arabische Familien hätten mit dem Civilian Carrier ein standesgemäßes Fahrzeug und wären nicht länger auf einen VW-Bus angewiesen.

Mit umfangreichen Sicherheitsmerkmalen und vielen cleveren Technologien, die das Fahren mühelos machen, könnte der Civilian Carrier die beste Wahl für den Transport von Familie, Freunden und Gepäck sein. "Der Land Rover Defender ist eines meiner fünf Lieblingsautos", schwärmte Afzal Kahn auf der Präsentation. "Er verlangt Respekt."

Kra

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.