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Mazda Kazamai: Mini-SUV mit Flügeln

Angesichts galoppierender Benzinpreise könnte man Geländewagen und SUV für Auslaufmodelle halten. Doch weit gefehlt: Mit dem Kazamai präsentiert Mazda seine Vision vom spritsparenden Mini-SUV.

Geländewagen und SUV sind Auslaufmodelle. Diesen Eindruck könnte man in Zeiten galoppierender Spritpreise jedenfalls gewinnen. Doch weit gefehlt: Glaubt man den Autodesignern, gehört die Zukunft nach wie vor den SUV. Sie werden bloß immer kleiner.

Bei Land Rover gibt der zweitürige LRX einen Ausblick auf die mögliche Zukunft der Marke, die ihre Offroad-Nische mit Gewichtsersparnis und elektrischem Antrieb in eine Ära ohne Öl hinüber retten will. Bei Jeep sorgte zuletzt die Studie Renegade Concept für Aufsehen, ein offener geländegängiger Zweisitzer mit Elektroantrieb. Und Hyundai hat mit dem Qarmaq gezeigt, wohin die kompakte SUV-Reise gehen könnte. Auf dem Moskauer Automobilsalon präsentierte Mazda seine Vision eines Mini-SUV: den Kazamai.

Parallel dazu feierte der große CX-9 seine Russland-Premiere. Der Kazamai (übersetzt etwa: turbulente Wirbelwinde) knüpft mit seiner dramatisch fließenden Linienführung an die Mazda-Designsprache Nagare an, die von der Natur inspiriert ist. Das viel bestaunte Concept Car Hakaze zum Beispiel sollte die Betrachter mit seiner goldenen Lackierung und der wellig fließenden Form an eine Dünenlandschaft bei Sonnenuntergang erinnern.

Beim Kazamai ließen sich die Designer vom Wind treiben. In der Tat wirkt die Karosserie, als würde sie an den mächtigen Radhäusern entlang wehen. Die Türen sehen mit ihrer geschwungenen Linienführung aus wie Vogelflügel, die mächtigen 22-Zoll-Felgen erinnern an Spielzeug-Windräder für Kinder. Das Dach wölbt sich in einer Linie von der Motorhaubenkante bis zum Heck und ist vollständig verglast.

Scheinwerfer im Vogelflügel-Design

Im Kontrast zur fließenden Silhouette des 2+2-Sitzers steht die bullige Front, die sich imposant nach vorn wölbt und mit ihren vier nüsternartigen Lufteinlässen an die Schnauze eines Tieres erinnert. Die Scheinwerfer sind wieder im Vogelflügel-Design ausgeführt, und ihre spitz zulaufenden Enden bilden optisch eine Linie mit den winzigen Außenspiegeln. Hineinschauen braucht man in die Spiegel allerdings nicht - sie dienen wie schon beim Hakaze nur als Gehäuse für Kameraaugen, die die Geschehnisse hinter dem Fahrzeug registrieren und auf einem Bildschirm im Cockpit zeigen.

Verkehrssünder benutzen verbotenerweise den Standstreifen.

"Der Kazamai basiert auf unser langfristigen Vision für technologische Entwicklung, die darauf abzielt, eine Balance zwischen Fahrspaß, Umweltfreundlichkeit und Sicherheit zu finden", heißt es bei Mazda.

"Würde man den Kazamai bauen, würde er sich durch eine aufregende Fahrdynamik, einen geringen Verbrauch und stark reduzierte CO2-Emissionen auszeichnen", sagen die Japaner weiter - und machen damit klar, dass es sich natürlich um keine seriennahe Studie, sondern ein reines Show Car handelt, an dem sich die Designer ausgetobt haben. Immerhin sei der Kazamai "ein Ausblick auf einen möglichen kompakten Crossover der Zukunft". Und unter der Karosse des kompakten Leichtbau-SUV stecke die die neueste Generation von Mazdas Allradantrieb.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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