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Mercedes E-Klasse 2016: Die neue E-Klasse will endlich wieder Spitze sein

Die neue Mercedes E-Klasse will vom dritten Platz hinter Audi und BMW zurück an die Welt-Spitze. Dafür setzt sie auf Komfort und Fahrerassistenzsysteme. Ihre Weltpremiere feiert die E-Klasse in Detroit.

Mercedes E-Klasse Baureihe W 213 Jahrgang 2016

Mercedes E-Klasse Baureihe W 213 Jahrgang 2016

Jahrzehntelang war die Mercedes E-Klasse das Maß der automobilen Oberklasse. Doch zuletzt reichte es nur noch für Platz drei, da Audi A6 und insbesondere 5er BMW in dem imageträchtigen Segment Maßstäbe setzten. Auf der Detroit Motorshow schlägt die E-Klasse der Baureihe W 213 zurück. Sie hat rund ein Jahr Zeit, verlorene Kunden wieder zurückzuholen und neue Fans zu locken, denn dann legen BMW und Audi mit Konkurrenzmodellen nach. "Wir setzen mit dem neuen Modell Maßstäbe. Doch das ist nicht einfach, denn die E-Klasse hat bei uns eine maximale Spreizung. Von der einfachen Taxiversion bis zum AMG-Topmodell muss jeder zufrieden sein", sagt E-Klasse-Entwicklungsleiter Michael Kelz.

Vorsprung durch Intelligenz
Mercedes E-Klasse Baureihe W 213 Jahrgang 2016

Mercedes E-Klasse Baureihe W 213 Jahrgang 2016

Ähnlich wie Zwillinge

Das Design der E-Klasse ist blass. Man muss schon zweimal hinschauen, ob es sich nicht um eine aktuelle C-Klasse oder vielleicht doch eine S-Klasse handelt. Hier sitzen die Schwaben mittlerweile in der Audi-Falle. Die drei Limousinen sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Etwas mehr Abstand zu den beiden Geschwistermodellen hätte der E-Klasse schon deshalb gutgetan, weil man insbesondere bei Technik und Innenraumgestaltung ein neues Kapitel aufschlägt. Hier setzt das Oberklassemodell mit seinen Anzeigen, Bedienelementen und Funktionen sogar die übermächtige S-Klasse unter Druck. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat der Schwabe um 4,3 Zentimeter auf eine Gesamtlänge von 4,92 Metern zugelegt. Der auf 2,93 Meter gewachsene Radstand macht sich für die Fondpassagiere jedoch kaum bemerkbar. Das Platzangebot ist nicht derart opulent wie es eine Veränderung von 6,5 Zentimetern vermuten lässt. "Die E-Klasse ist der Kern der Marke Mercedes-Benz und definierte in der Vergangenheit immer wieder aufs Neue die Maßstäbe im Segment der Business-Klasse. Jetzt führt sie diese Tradition mit zahlreichen Top-Innovationen in die Zukunft. Einen weiteren großen Schritt geht die neue E-Klasse in Richtung vollautonomes Fahren", sagt Entwicklungsvorstand Thomas Weber.

Mercedes E-Klasse Baureihe W 213 Jahrgang 2016

Mercedes E-Klasse Baureihe W 213 Jahrgang 2016


Imponierender Innenraum 

Im Innenraum setzt die E-Klasse der Generation jedoch Maßstäbe. Materialien, Verarbeitung, klimatisierte Sitze vorne und hinten, umfangreiche Massageprogramme und die beiden 12,3 Zoll großen Bildschirme schaffen jede Menge Eindruck und Wohlfühlambiente. Umso überraschender, dass die Mercedes Limousine bei der Serienausstattung umfangreich patzt. So bleiben serienmäßig nicht nur die standesgemäßen LED-Scheinwerfer außen vor, sondern auch die beiden Großdisplays oder ein Navigationssystem. Allemal überraschend für die nach eigenen Aussagen intelligenteste Business-Limousine der Welt.

Mercedes E-Klasse Baureihe W 213 Jahrgang 2016

Mercedes E-Klasse Baureihe W 213 Jahrgang 2016


Enttäuschendes Motoren-Angebot

Auch beim Motorenangebot kommt es allenfalls zu einer Tröpfchenübertragung der W213er-Leidenschaft, denn die E-Klasse ist zum Marktstart im April mit nur zwei Motoren verfügbar. So gibt es zunächst mit E 200 und E 220d nur Brot und Butter. Der Basisbenziner mit vier Zylindern leistet 135 kW / 184 PS, 300 Nm maximales Drehmoment und soll 5,9 Liter Super verbrauchen. Deutlich wichtiger dürfte insbesondere auf dem europäischen Markt das komplett neu entwickelte Vierzylinder-Dieseltriebwerk sein, das mit dem Mercedes E 220d startet. Hier leistet der OM 654er-Motor 143 kW / 195 PS und 400 Nm. Sein Normverbrauch liegt bei 3,9 Litern. Der zwei Liter große Selbstzünder kommt später noch mit zwei Leistungsversionen mit 150 und 231 PS. Topdiesel bleibt der betagte E 350d mit 258 PS.

"Dreizylinder wird es bei uns nicht geben", unterstreicht Hubert Schneider, Erprobungsleiter der E-Klasse. Über das Jahr folgen stärkere Versionen wie E 250 (211 PS), E 300 (245 PS) E 400 (333 PS) und AMG 450 (367 PS). Ein neuer Sechszylinderdiesel dürfte erst in 2017 mit der dann überarbeiteten S-Klasse vorgestellt werden und dann bis zu 400 PS leisten. Abgesehen von den Einstiegsversionen gibt es für alle Varianten eine Neungang-Getriebeautomatik, sowie für viele Varianten einen optionalen Allradantrieb. Besonders sparsam ist der Plug-In-Hybride des E 350e, der mit einer Systemleistung von 205 kW / 279 PS und 600 Nm, 2,1 Litern Superkraftstoff verbrauchen soll und an der Steckdose aufgeladen werden kann.

Preise auf Niveau des Vorgängers

Serienmäßig ist die Mercedes E-Klasse mit einem Stahlfederfahrwerk ausgestattet. Optional gibt es wie bei der kleineren C-Klasse eine variable Luftfeder. Besonders beeindruckend ist der neu entwickelte Drive Pilot, der E-Klasse nahe an das autonome Fahren heranführt. Er kann als Abstands-Pilot auf Autobahnen und Landstraßen nicht nur automatisch den Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten, sondern ihnen auch erstmals im Geschwindigkeitsbereich bis 210 km/h folgen. Der Fahrer wird entlastet, indem er im normalen Fahrbetrieb nicht durch Bremsen oder Gas geben eingreifen muss und durch den Lenk-Pilot deutlich unterstützt wird. Bis 130 km/h kann das System wie in einem Schwarm durch Berücksichtigung von umgebenden Fahrzeugen auch bei nicht eindeutigen Linien oder sogar ohne Linien aktiv eingreifen. In Verbindung mit dem Navigationssystem Comand Online kann die zuschaltbare Teilfunktion Geschwindigkeitslimit-Pilot über Kamera erkannte Geschwindigkeitsbeschränkungen selbstständig regeln. Ebenfalls praktisch: über das Mobiltelefon lässt sich die E-Klasse von außen ähnlich wie der 7er BMW in enge Parklücken steuern - und wieder heraus. Für weitere Sicherheit am Steuer sorgen neben den bekannten Sicherheitssystemen ein Kreuzungs- und ein Ausweich-Lenk-Assistent.

Die Preise für die neue E-Klasse, die später als Kombi, Coupé und Cabriolet sowie viertüriger CLS zur schwäbischen Großfamilie ausgebaut wird, stehen noch nicht fest, dürften aufgrund des harten Wettbewerbs jedoch auf Höhe des ausgelaufenen Modells liegen. Heute startet der 136 PS starke "Taxler-Traktor" des Mercedes E 200 Bluetec bei 41.412 Euro.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.