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Stilikone Mercedes SL R 107: der Roadster der Schönen und Reichen

Mercedes SL Baureihe R 107
Mercedes SL Baureihe R 107
© press-inform - das Pressebuero
Er war nur der Nachfolger der legendären Pagode und doch gilt vielen der Mercedes SL der Generation R 107 als der SL überhaupt. Von 1971 an war er der Roadster des mondänen Lebens.

Die Auftritte eines SL in Filmen und Serien sind nicht zu zählen und auch in der Realität war dieser SL an jedem Lieblingsort der High Society präsent. Vor allem in den USA war der Luxusroadster überaus erfolgreich, wohl auch der Grund für seine lange Produktionszeit. Gegenüber der Pagode, dem Vorgänger, trat der R 107 maskuliner auf, aber ohne die Leichtigkeit zu verlieren.

Im Vergleich zu den italienischen Coupés der 1970er war der 107 eher ein großer Wagen, aber seine klaren Formen und geraden Linien trafen den Stil der Zeit perfekt. Er definierte das Segment der Luxusroadsters Anfang der 1970er-Jahre völlig neu. Und ist auch heute noch der beliebteste Roadster dieser Zeit. Etwa 22.000 Modelle sind heute noch in Deutschland angemeldet.

Trotz der langen Bauzeit wurde der R 107 bei den Modellpflegen nur dezent modernisiert. Die Triebwerke orientierten sich an der jeweiligen S-Klasse. Anfangs gab es zunächst den 200 PS starken 350 SL mit dem V8-Triebwerk aus W 108 / 109 / 111. Erst später kamen in zeitlicher Abstufung der 450 SL / SLC mit seinen 225 PS starken Achtzylinder sowie 1974 das Einstiegsmodell des soliden 280 SL mit seinem 185 PS starken Sechszylinder nach.

Wirklich überarbeitet wurde der SL erst im Jahre 1980. Da löste der 218 PS starke 380 SL den 350er ab und der 500 SL mit seinen 240 PS wurde statt des 450 SL zum neuen Topmodell. Außerdem wanderten einige Innenraumdetails aus der S-Klasse (W 126) in den Roadster. Der neue 500 SL erhält außerdem den Leichtmetall-Kofferraumdeckel mit polarisierendem schwarzen Kunststoff-Heckspoiler des SLC-Coupés mit Fünfliter-Motor. Mit der zweiten großen Modellpflege des Jahres 1985 gab es 15-Zoll-Räder ab Werk und die neuen Triebwerke der Mercedes S-Klassen-Baureihe W 126. Basisversion war fortan der 188 PS starke 300 SL mit sechs Brennkammern und je nach Region die Versionen 420 SL, 500 SL und 560 SL. Die geschlossene Coupévariante des C 107 hatte Anfang der 1980er-Jahre ausgedient und wurde vom C 126 und den Modellen 380 SEC, 500 SEC und später 420 SEC und 560 SEC (nur für USA, Japan, Australien) ersetzt.

Verkauft wurde der SL meist mit Automatik. Schaut man auf das heutige Angebot, finden sich viele Spar-Ausstattungen in den Listen. Doch ohne elektrische Fensterheber, Getriebeautomatik, Ledersitze, Alufelgen oder Klimaanlage wirkt der Luxusroadster wie ein gerupftes Huhn. Wirklich gesucht und damit wertbeständig sind die V-8-Motoren mit Komplettausstattung. Der Mercedes SL Roadster verfügte neben dem Stoffdach über ein komplettes Hardtop, das man zur kalten Jahreszeit auch tunlichst montieren sollte.

Trotz des bekannten Anspruchs der Marke sieht es mit der Qualität nicht so gut aus. Rostfraß setzt sowohl dem R 17 als auch dem C 107 zu. Er nagt an den Karosseriekanten an Front, Heck und Flanke und an den Schwellern und dem Unterboden. Dennoch ist der Mercedes SL der Serie R 107 ein begehrter Klassiker. Schönen Modelle mit kompletter Historie und einer Laufleistung von 100.000 bis 150.000 Kilometern kosten leicht mehr als 40.000 Euro - oder knacken gar die 50.000er-Marke. Wegen der Rostproblematik sind Re-Importe aus Südeuropa beliebt. Dazu kommen sehr hochwertige Modelle aus Japan auf den Markt, die von Sammlern gehegt und gepflegt wurden. Die US-Importe dagegen wurden häufig gern und lange benutzt und litten unter Sonne und Jahrzehnten der Vernachlässigung.

Kra mit Pressinform

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