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The Ride 2nd Gear: Das pure Motorrad-Feeling – die wilde Welt der Custom Bike

The Ride 2nd Gear zeigt die Welt der Custom-Bikes. Wilde, rohe Maschinen und die Menschen, die sie bauen. Der Bildband ist eine Kampfansage an die Harley-Daddies aus der Vorstadt.

Weitere Fotostrecken aus dem Ressort

 Wo gibt es noch die Motorräder, so wie sie einst waren: brutal, stylish und ohne besondere Zutaten? Sicher nicht bei den großen Herstellern, die ihre Stückzahlen mit Wohlfühl-Tourern für durchgegraute Berufsjugendliche erreichen. 

Man findet diese Maschinen in der Custom-Szene. In kleinen Werkstätten verstreut über die ganze Welt werden sie zusammengebaut. Dort befreit man die Maschinen der OEMs von dem ganzen Schwulst und macht sie wieder zu Maschinen, die nicht für Best-Ager gedacht sind. Kaum jemand kennt diese Szene so gut wie Chris Hunter. Vor zwei Jahren war er auch die treibende Kraft hinter dem ersten Band von The Ride.

Der Band vereint zwei Momente, die nicht bei allen Fotobänden zusammenkommen. Eine exzellente Bildsprache und Hingabe zur Sache. Und natürlich ist das Buch nicht frei von dem Klischee: Eine Mann und seine Maschine gegen den Rest der Welt. Man muss dem Mythos Motorrad verfallen sein, um Freude zu haben an den 352  Seiten und all den tollen Geschichten zu den Motorrädern.

Die umgebauten Custom-Bikes feiern die Tradition des Rebellen. In einer Welt, in der immer mehr Produkte aus aseptischen Fertigungsstraßen stammen, stehen diese Bikes noch ein für den besessenen Mechaniker, der einzelne Maschinen oder handverlesene Kleinserien zusammen setzt.

Konsequenterweise werden nicht nur die einzelnen Bikes gefeiert, sondern vor allem die Leute hinter ihnen, die Szene, die sie umgibt.

Wer das Buch in die Hand nimmt, versteht die Kampfansage im Einleitungstext. Dort machen Paul d'Orléans und Robert Klanten klar, dass der Feind die Motorradindustrie ist. "Diese Masche von dicken Säcken mit Banderas, wie sie ihre teuren, hässlichen, immer gleichen Harley-Choppers fahren, dabei ihre grauenhafte Musik hören und sich auf ihren Events wie Idioten aufführen." Die Einleitung liest sich wie ein Manifest des Hasses auf Megaveranstaltung wie die Harley Days.

Männer in der Post-Midelife-Krise und die Industrie hätten das Motorradfahren für die Jungen und Coolen unmöglich gemacht. Und für die wurden die Custom Bikes und die The Ride 2nd Gear gemacht.

 Dabei ist der Band nicht sektiererisch. Eine kurze Einführung erläutert auch dem Newbie die Differenzen zwischen Café Racer, Scrambler und Dragster. Untypisch für  einen Bildband bietet The Ride 2nd Gear Lesestoff für Wochen, die Texte – in Englisch – sind auch für den Laien gut lesbar. Der Band wird in einer "Rebel Edition" und  einer "Gentlemen Edition" angeboten. Der einzige Unterschied ist allerdings die Farbe des Covers.

The Ride 2nd Gear - New Custom Motorcycles and Their Builders

Motorcycles as motorcycles are meant to be: radical, stylish, subversive, raw. The Ride 2nd Gear continues to present the latest custom bikes and the best builders on the planet.

Preis 49,90 Euro

Kra
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.