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Design-Bike Punch Moto – avantgardistisches Elektromotorrad aus Weißrussland

Das Punch Moto nimmt die Ästhetik der Avantgarde auf.
Das Punch Moto nimmt die Ästhetik der Avantgarde auf.
© Punch Moto / PR
Das Punch Moto ist ein Kunstwerk auf zwei Rädern. Das Aussehen ist eine Hommage an den Stil des Suprematismus. Es ist ein City-Racer für die junge Generation, die etwas anderes will als die altbekannte Motorrad-Optik.

Ein neues und aufsehenerregendes Motorrad kommt ausgerechnet aus Minsk – der Hauptstadt von Belarus. So ganz absurd ist es nicht, denn in Minsk gibt es aus den Sowjetzeiten eine Fabrik für Motorräder. Die urtümlichen Bikes aus Minsk werden allerdings vor allem als unverwüstliche Arbeitstiere nach Asien verkauft. Aus der gleichen Stadt, aber nicht aus der gleichen Fabrik, kommt das Punch Moto. Ein Elektromotorrad, das vor allem durch sein Design auffällt. Banausen kann es an ein Lego-Modell erinnern, aber das Ensemble mit seinen strengen geometrischen Formen basiert auf der Ästhetik des Suprematismus. Eine Art von russischem Futurismus, der Anfang des 20. Jahrhunderts von Kasimir Malewitsch ins Leben gerufen wurde. Dieser Stil prägte auch die Anfangszeit der Sowjetunion, bis Stalin diese allzu intellektuelle Bildsprache unterdrückte.

Das Punch Moto ist kein Hochleistungsbike, es ist ein Flitzer für die Stadt und überschaubare Strecken. Laut den Entwicklern des neuen Elektrofahrrads Andrei Ginzburg, ehemaliger Chefdesigner des E-Mobile-Projekts, und Alexander Astapov, ist das Punch Bike ideal für Großstädte. Im Konzept orientieren sie sich an den französischen Supermotards der 1980er-Jahre. Das Design verstehen die Macher als Antwort auf die Bedürfnisse der Generation Z, die eine eigen visuelle Sprache wollen, die sich vom Stil der Vergangenheit unterscheidet.

Der Motor gibt eine Dauerleistung von 20 PS ab und erreicht in der Spitze 33 PS. Das ist etwas mehr als die Zweiräder der Klasse von 125 Kubikzentimetern. Diese Version erreicht dann auch 120 km/h. Für den Fall einer Serienfertigung ist eine in der Leistung reduzierte Variante geplant, die mit dem Motorradführerschein A1 gefahren werden darf. Die Reichweite soll im städtischen Bereich 110 Kilometer betragen, was mehr als auskömmlich wäre. Das Punch Moto besitzt zwei Batterien, die an den beiden Seiten des Motorrads angebracht sind und mit einem Schnellverschlussmechanismus abgenommen werden können.

Ideales Modell für den E-Antrieb

Zweiräder dieser Klassen eignen sich ideal für die Elektrifizierung. Die täglich anfallenden Fahrstrecken deckt der Akku schon heute ab. Dennoch sind die Energiespeicher nicht zu schwer, um sie zum Aufladen in die Wohnung zu tragen. Und anders als ein Benziner ist der Motor praktisch wartungsfrei. Das Aussehen polarisiert, dürfte aber ein junges großstädtisches Publikum ansprechen.

Noch hat das Bike weder einen Verkaufspreis noch eine Webseite, dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass es tatsächlich gebaut wird. In den Nachfolgestaaten der UdSSR passiert es immer wieder, dass Nischenfahrzeuge von Mini-Unternehmen auf den Markt kommen. "Maxim Russia" schreibt, der Verkaufsstart des Elektromotorrads von Punch Motorcycles sei für 2022 geplant. 

Quelle: Maxim Russia

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