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Concept-Car Ford F-100 Eluminator Pick-up – cooler Oldtimer mit modernsten E-Antrieb

Aggressiver Look bei sauberer Technik.
Aggressiver Look bei sauberer Technik.
© PR
Ford will einen E-Antrieb auch ohne Auto verkaufen. Der F-100 Pick-up von 1978 zeigt, wie cool ein E-Auto aussehen kann.

Auf der Sema-Messe in Las Vegas zeigt Ford erstmals, was man mit dem Eluminator-Elektromotor alles anfangen kann. Für die Show wurden zwei Motoren und ein Akkupack in einen alten F-100 Pick-up eingebaut. Mit dem Doppelmotoren Set-up leistet der alte Wagen nun 480 PS. In 3,5 Sekunden soll er ein Tempo von 60 Meilen pro Stunde erreichen – das entspricht etwa 100 km/h. Dazu gibt es das 88,0-kWh-Batteriepaket des Mach-E GT.

Das Showcar und Einzelstück soll die Zeit überbrücken, bis der Elektro-Pick-up, der F-150 Lightning, in den Läden steht. Er soll aber auch Nachahmer anregen. "Unser F-100 Eluminator-Konzept ist ein Vorgeschmack darauf, wie wir unsere Kunden bei der Umstellung auf vollelektrische Antriebe und bei der Einführung von Zero-Auspuff-Emissionen unterstützen, selbst bei unseren historischen Fahrzeugen", sagte Eric Cin, Global Director of Vehicle Personalization, Accessories and Licensing bei Ford.

Baukasten für das DIY-Auto

Für Restaurateure ist das eine spannende Vision. Immer wieder wird geklagt, dass die Autos von heute alle gleich aussähen. Hier hat man nun die Möglichkeit, alte Karossen mit der neusten Technik komplett umweltverträglich umzurüsten. Da die Standard-Akkupacks den Wagen in die Höhe heben, bieten sich wuchtige Fahrzeuge wie ein Pick-up an. Bei einem filigranen Sportwagen der 1970er-Jahre müsste man eine andere Lösung zur Unterbringung der Batterie überlegen.

An dem Showcar wurde aber noch mehr getan, als es nur zu elektrifizieren. Das Modell wurde von MLe Racecars entwickelt, vom Roadster Shop wurde allerdings ein komplett neues Fahrgestell gebaut, damit Batterien und Antrieb unterkommen. Das ist schon die ganz große Lösung. Unter der Motorhaube findet sich ein Kofferraum und eine durchsichtige Abdeckung, die den Blick auf den Antriebsstrang freigibt. Eine Konzession für die Rolle als Ausstellungsstück.

Motor bereits verfügbar

Der Pick-up wurde in Avalanche Gray lackiert, Kupfer sorgt für Akzente. Auf die 19-Zoll-Felgen wurden Michelin Latitude Sport-Reifen aufgezogen. Im Inneren dominieren Leder und Aluminium, das Cockpit mit einem 15,5-Zoll-Touchscreen aus dem Mustang Mach-E bestückt.

Derzeit kann nur der Motor bei Ford gekauft werden. Ein Motor mit Anschlüssen kostet 3900 Euro, doch in Kürze sollen die weiteren Baugruppen auch für den Kunden verfügbar sein. Auch wenn das Showcar vorrangig für Glanz auf der Messe sorgt, soll es vor allem Nachahmer anregen.

Die Strategie von Ford, die Module eines E-Autos auch ohne Fahrzeuge zu verkaufen, bleibt interessant. In den USA ist es damit möglich, nicht nur Oldtimer zu restaurieren, kleinere Betriebe könnten damit Kleinserien hoch individueller Fahrzeuge herstellen und verkaufen.


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