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ML 450 Hybrid: Stromfunken für die Sternenflotte

Lange wollte man in Deutschland vom Hybrid nichts wissen, doch am Doppelantrieb "Strom plus Motor" führt offenbar kein Weg vorbei. Der Messeauftritt von Mercedes in New York steht im Zeichen der Hybriden.

Lange Zeit haben die deutschen Hersteller darauf gesetzt, die Welt von den Vorzügen des Diesels zu überzeugen. Was in Europa gelang, führte in den USA nie zum gewünschten Erfolg. Mit gehöriger Verspätung wird dem staunenden Volk am Big Apple nun ein ML mit Hybrid präsentiert.

Das Raunen des Laien wird sich in Grenzen halten. Bei Asiaten sind Hybride weit verbreitet und selbst die viel gescholtenen US-Hersteller haben diese Technik längst im Angebot. Man könnte sagen: Ein großer Schritt für Mercedes, ein kleiner für den Rest der Welt. Dafür soll der 450 ML aber der "beste" Hybrid am Markt sein. Der Hybridantrieb ist sicher nicht die Lösung für alle Probleme, aber eines kann er: Der Hilfsantrieb reduziert gerade bei schweren, stark motorisierten Wagen wie einem SUV den Verbrauch im Stadtverkehr erheblich. Mercedes rechnet mit einem Verbrauch von unter acht Litern für diesen ML. Für ein 2,4 Tonnen schweres Fahrzeug ein extrem guter Wert. Dabei soll es an Leistung nicht mangeln.

Bei Bedarf packen Benzin- und Elektromotor mit an. 340 PS und 517 Newtonmeter stehen dann zur Verfügung. Das bedeutet übersetzt: Leistung wie ein Achtzylinder mit der Hälfte des Verbrauchs. Die eigentliche Kunst beim Bau eines Hybridantriebs besteht aus der Vermählung beider Antriebsarten. Der Wechsel der Motoren, der Stillstand des Benziners im Stand und das Zuschalten der Elektromotoren muß unmerklich erfolgen. Ersten Berichten zufolge soll Mercedes diese Probleme perfekt gelöst haben.

Dennoch bleibt bei der Premiere ein merkwürdiger Nachgeschmack. Nicht nur, dass eine Marke wie Mercedes hier sichtlich dem Markt hinterherläuft, das ganze Fahrzeug wirkt in der heutigen Zeit deplaziert. Die Idee hinter einem SUV mit Hybridantrieb ist eigentlich, dass sehr reiche Leute in einem sehr schweren, extrem geländegängigen Fahrzeug mit Schrittgeschwindigkeit durch die City fahren und dabei ihr Umweltgewissen nicht über die Maßen belasten. Dieses Bild hatte von Finanz- und Klimakrise irgendwie mehr Reiz.

Kra

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.