HOME

Neuer Porsche 911: Komfortabler und giftiger

4,1 Sekunden braucht der neue Porsche 911 für den Sprint von 0 auf 100 Km/h. Die neue Generation des 350 bis 400 PS starken und mindestens 88.037 Euro teuren Wagens zeigt auf der IAA erstmals ihr Gesicht.

Der neue Porsche 911 steht auf der IAA im September wie ein Fels in der Brandung. Er will sich nicht neu erfinden, sondern nur ein bewährtes Konzept verbessern. Optisch schärft er seine Linien, technisch schöpft er aus dem Vollen. "Der Porsche 991 ist ein wirklich neuer 911er", betont Entwicklungsleiter Bernd Kanau, "der 997 basierte zu großen Teilen auf seinem Vorgänger 996. Das ist beim 991 völlig anders."

Der Sportwagen soll gleichermaßen komfortabler und bissiger werden. Mit knapp 4,50 Metern Länge hat der 991 um sechs Zentimeter zugelegt. Da die Überhänge des Autos vorn und hinten aber verkürzt wurden und es dazu etwas niedriger ist, wirkt der neue 911er optisch genau so knackig und kompakt wie bisher. Die breitere Spur, die kräftig ausgestellten Radhäuser, die 20-Zoll-Räder und ein leichter Feinschliff an den Linien des Sportwagens runden die dezenten Änderungen am 911er-Rezept ab. Die Heckleuchten sind etwas schmaler geworden. Die Außenspiegel sind jetzt an der Türbrüstung angebracht und nicht mehr im kleinen Dreieck an der A-Säule. Im Cockpit sehen sich Fahrer und Copilot künftig von Bedienmodulen und einem Mitteltunnel umgeben, wie man es von Cayenne und Panamera gewohnt ist. Immerhin ist die 911er-Konsole nicht ganz so überfrachtet wie beim Panamera. Das Instrumentenbrett mit fünf Rundinstrumenten wird vom grau hinterlegten Drehzahlmesser dominiert, der Fahrer greift in ein Dreispeichen-Lederlenkrad. Das Zündschloss sitzt natürlich links vom Volant. Der Schalt- beziehungsweise Automatikwahlhebel thront hoch oben auf der Mittelkonsole und damit dicht beim Fahrer. Der um fast zehn Zentimeter verlängerte Radstand des 911er ist im Innenraum spürbar, auch wenn im Fond nach wie vor niemand sitzen kann.

Es bleibt beim Boxer

Im Heck des Wagens tobt sich wie eh und je ein Sechszylinder-Boxermotor aus. Beim Carrera hat er 3,4 Liter Hubraum und 350 PS (bisher: 3,6 Liter Hubraum und 345 PS), beim Carrera S ist es ein 3,8-Liter-Boxer mit 400 Pferden (bisher: 385 PS). Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolviert der Carrera S mit Doppelkupplungsgetriebe (PDK) in 4,3 Sekunden. Mit dem optionalen Sport Chrono-Paket an Bord vergehen bei gedrückter Sport Plus-Taste nur 4,1 Sekunden. Der normale Carrera benötigt 4,6 Sekunden. Zu den Allradversionen gibt es noch keine Daten, sie stehen ebenso wie der 911 Turbo und das Cabrio erst später in den Startlöchern. Mit Hochleistungsversionen wie dem GT3 sowie alternativen Antrieben dürften Porsche in den kommenden Jahren die Neuheiten der 911er-Palette so schnell nicht ausgehen. Die Karosserie des Porsche entsteht in Aluminium-Stahl-Bauweise, so dass der rund 1,3 Tonnen schwere Wagen 45 Kilo leichter ist als sein Vorgänger. Der variabel ausfahrbare Heckspoiler wurde verbreitert. Die breitere Spur, der längere Radstand, eine geänderte Hinterachse und die neue elektromechanische Servolenkung sollen die Fahrdynamik des Wagens zur Messlatte im Segment machen. Erstmals kann man auch die Wankstabilisierung Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) für den 911er ordern. Weniger Wankneigung bedeutet schnellere Kurvenfahrten – Porsche-Testfahrer erzielten auf der Nürburgring-Nordschleife bereits eine Rundenzeit von sieben Minuten und 40 Sekunden.

Verbrauch immer unter zehn Litern

Auch wenn der 911er all seinen klassischen Werten treu bleibt, soll er beim Thema Effizienz einen großen Sprung nach vorn machen. Er ist das weltweit erste Serienauto mit einem Siebengang-Schaltgetriebe, was nicht zuletzt dem Verbrauch zugute kommt. Alle Versionen des Wagens kommen laut Porsche mit deutlich weniger als zehn Litern Kraftstoff auf 100 Kilometer aus. Im Vergleich zum Vorgänger sinken Verbrauch und Emissionen um bis zu 16 Prozent. Dazu tragen auch eine Start-Stopp-Automatik und die Bordnetzrekuperation bei. Der 350 PS starke Carrera begnügt sich im Normverbrauch nach NEFZ-Zyklus mit 8,2 Litern pro 100 Kilometer, wenn das Doppelkupplungsgetriebe an Bord ist. Damit unterschreitet der Basis-911er beim CO2-Ausstoß auch die Grenze von 200 g/km. Der Vorgänger schluckte im Schnitt noch 10,3 Liter Super Plus. Beim Carrera S lautet der offizielle Durchschnittsverbrauch 8,7 Liter pro 100 Kilometer (Vorgänger: 10,6 Liter). Beim Händler steht der neue 911er am dritten Dezember. Der Carrera kostet 88.037 Euro, für den Carrera S werden 102.436 Euro fällig. Damit zieht Porsche die Preisschraube deutlich an, bisher war der 911er schon ab 85.538 Euro zu haben.

Sebastian Viehmann/Press-Inform

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.