HOME

Neuvorstellung: BMW 7er High Security: König von Bayern

Eine gepanzerte Limousine aus Stuttgart? Kam für den bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß nicht in Frage. So drängte er BMW vor knapp 30 Jahren ins Sicherheitsgeschäft – mit Erfolg.

Der ehemalige bayrische Ministerpräsident Franz Josef Strauß liebte Bayern und jeder sollte es sehen. Als die deutschen Politiker in den 70er Jahren zunehmend ins Ziel von Terrorangriffen der Roten Armee Fraktion rückten, wurde der Ruf nach gepanzerten Limousinen immer lauter. Die meisten Politiker und Köpfe von Wirtschaftsunternehmen ließen sich fortan allein in gepanzerten Limousinen mit Begleitschutz befördern. Bis in die späten 70er Jahre bot fast ausschließlich Mercedes-Benz Panzerfahrzeuge der S-Klasse an. Das wollte Franz Josef, der König von Bayern, nicht auf sich und seinem Bundesland sitzen lassen. Der bayrische Ministerpräsident wollte standesgemäß wie es sich für einen Landesvater gehört, standesgemäß in einem BMW vorfahren. So drängte er BMW Ende der 70er Jahre dazu, zwei Limousinen von Typ BMW 733i als Panzerversion für die bayrische Staatsregierung umzubauen.

„Vorher gab es nur die gepanzerten S-Klassen. Und die ersten gepanzerten 7er BMW waren von uns nur schwer zu fahren“, so ein ehemaliger Personenschützer aus dem Mitarbeiterstab der bayrischen Polizei, „auf schnellen Landstraßenkurven verwand sich die Karosserie derart, dass man durch die Fugen der Türen durchschauen konnte.“ Doch fortan musste sich Franz-Josef Strauß nicht mehr in einem gepanzerten Mercedes 450 SEL durch seinen Hofstaat chauffieren lassen. Dass die ersten Panzer bei dynamischer Fahrt ihre Schwächen hatten, wussten nur Experten. Und die Panzerung war so stark, dass selbst Überfälle mit Maschinengewehren und Handgranaten kaum Erfolg versprochen hätten.

Horst Seehofers Dienstwagen

Wie sich die Zeiten geändert haben. Mittlerweile baut BMW gepanzerte 7er BMW in der fünften Generation und gehört weltweit zu den bekanntesten Firmen und gepanzerte Fahrzeuge. Auf der IAA Mitte September feiert der gepanzerte BMW 760 Li seine Weltpremiere. Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer wird einer der ersten sein, der sich über die neue Panzerlimousine freuen kann. Im Sommer nächsten Jahres bekommt die bayrische Staatsregierung ein zweites neues Produkt. Denn den technologischen BMW-Vorsprung will Audi nicht auf sich sitzen lassen. Im Frühjahr 2010 kommt der neue Audi A8 in den Handel – kurz danach soll auch hier die neue Panzerversion verfügbar sein. Der Zeitdruck ist groß, denn längst messen sich die schwer gesicherten Panzerlimousinen weltweit in einem harten Wettbewerb.

Nicht nur in Europa hat Mercedes-Benz auf dem Markt der gepanzerten Limousinen fest die Hosen an. Zahlreiche Regierungen auf der ganzen Welt setzen seit Jahrzehnten auf gepanzerte S-Klassen. Doch mehr und mehr bringen sich in den letzten zwei Jahrzehnten andere Hersteller ins Gespräch. Neben Audi, Jaguar, Cadillac und Volkswagen erfreuen sich gepanzerte Luxuslimousinen aus dem Hause BMW großer Beliebtheit in gefährdeten Regionen von Russland, Osteuropa, Südamerika, Spanien oder Italien. Rund ein Jahr nach der Vorstellung des aktuellen 7er BMW zeigen die Bayern nunmehr ihren neuen Schwerpanzer. Während die Standardpanzerungen für die Versionen von 5er und X5 aus Toluca in der Nähe von Mexiko City kommen, wird der schwer gepanzerte 7er BMW wie die ungepanzerte Version in Dingolfing produziert.

Sicherste Serienlimousine der Welt

Die beiden Modelle 760 Li High Security und BMW 750 Li High Security sind dabei weltweit die ersten Fahrzeuge, die gemäß der ballistischen Richtlinie BRV 2009 zertifiziert wurden. Der gepanzerte 7er BMW der neuen Generation dabei eines der bestgeschützten Fahrzeuge weltweit. Beide Versionen sind in die neue Widerstandsklasse 7 eingestuft. Die gepanzerten Karosserieteile entsprechen hierbei den Anforderungen der Widerstandsklasse 9. Optisch unterscheidet sich der gepanzerte Siebener dabei kaum von den Standardversionen. Jedoch besteht die Karosserie aus Spezialstählen und Elementen aus hochfesten Kunstfasern, die das Eindringen von Kugeln und Splittern in den luxuriösen Innenraum verhindern. Neben der rund sechs Zentimeter dicken Sicherheitsverglasung werden die Insassen durch Spezialplatten an Dach, Unterboden, Türen und Säulen gegen Angriffe von außen geschützt.

Gegen Giftgasangriffe verfügt die gepanzerte Limousine über eine eigene Luftversorgung. Sollten die Schutzpersonen den gepanzerten BMW zum Beispiel bei einem Überschlag verlassen müssen, können Front- und Heckscheibe auf Knopfdruck abgesprengt werden. Ansonsten gibt es im Innenraum den bekannten 7er-Luxus mit klimatisierten Massage-Einzelsitzen aus Leder, Telefonen und TV- und DVD-Entertainment. So kommt für Horst Seehofer bei der nächsten Fahrt von der Münchner Staatskanzlei ins heimische Ingolstadt keinerlei Langeweile auf.

750 Li und 760 Li

Den besten Schutz für die gefährdeten Insassen bietet immer noch die Flucht. Das knapp vier Tonnen schwere Topmodell BMW 760 Li High Security wird vom neuen Zwölfzylinder mit sechs Litern Hubraum und 400 kW / 544 PS und 750 Nm angetrieben. Den Spurt 0 auf 100 km/h schafft der Bayer in 6,2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wurde wegen der Reifen mit Notlaufeigenschaften auf 210 km/h abgeriegelt. Das Fahrwerk wurde auf die schwere Panzerung ebenso abgestimmt wie Regelsysteme und Bremsanlage. Innenbelüftete Scheiben, eine verstärkte Faustsattelbauweise an Vorder- und Hinterachse gewährleisten extreme Standfestigkeit und maximalen Bremskomfort. Für Behörden, Regierungen und den diplomatischen Dienst gibt es eine Reihe von Sonderausstattungen. Dabei reicht das Spektrum von Standartenhaltern über Funkanlagenvorbereitung bis zum Waffenkasten in der Mittelkonsole zur Aufnahme von zwei Maschinenpistolen. Alle gepanzerten Siebener-Modelle verfügen über eine automatische Feuerlösch- und eine Gegensprechanlage.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.