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Neuvorstellung: Brilliance BS4: Neuer Schliff

Mit dem von Pininfarina gezeichneten BS4 starten die Chinesen hierzulande bald auch in der kompakten Mittelklasse. Die Stufenheck-Limousine steht ab Ende Oktober für knapp 16.000 Euro beim Händler.

Sichtlich bemüht, die Fehler bei der Markteinführung des größeren BS6 nicht noch einmal zu wiederholen, soll der neue Brilliance BS4 nun über eine zumindest ausreichende Sicherheitsausstattung verfügen - bei einem wie gehabt höchst interessanten Preis. Schon in der Basisversion hat der BS4 nach Angaben des deutschen Importeurs vier Airbags, ABS, Gurtstraffer vorne, Klimaanlage, Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, Nebelscheinwerfer und ein vollwertiges Reserverad an Bord. ESP allerdings ist nicht lieferbar. Bei den Maßen zeigt sich der BS4 mit 4,65 Metern Länge und 1,80 Metern Breite noch kompakt.

Zur Auswahl stehen bei Markteinführung ein 1,6 Liter Benziner mit 74 kW/100 PS und ein 1,8 Liter Benzinmotor mit 100 kW/136 PS, beide mit vier Zylindern. Ein Dieselmotor für den europäische Markt ist noch in der Entwicklung. Geschaltet wird das Fünfganggetriebe von Hand. Als Durchschnittsverbrauch gibt Brilliance 8,04 l/100 km für den 1,6 Liter-Motor und 8,67 l/100 km für den 1,8 Liter-Motor an. Alle Motoren erfüllen demnach auch die Euro-4 Abgasnorm.

Dass der Brilliance BS4 ein durchaus ernstzunehmender Wettbewerber ist, zeigen auch die vielen großen Namen, die an ihm mitgewirkt haben. Das gefällige Design stammt von Pininfarina. Die Motoren entwickelte Mitsubishi. Und gebaut wir er in dem BMW Brilliance Automotive Werk in Shengyang. Wenn der BS4 ab dem 25. Oktober bei den Händlern steht, soll das Einstiegsmodell 15.990 Euro kosten.

Auch im Vertrieb macht Brilliance nach eigenen Angaben Fortschritte. Bislang konnte der Importeur, die Brillance Motors Deutschland GmbH in Bremerhaven, demnach 120 Händler gewinnen. Damit wäre das Jahresziel von 150 Händlern fast erreicht.

Hans Bast / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.