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Opel Antara 2.2 CDTi: Neustart für den Nischen-SUV

Der Opel Antara ist bisher nicht mehr als ein Nebendarsteller in der Liga von Mittelklasse-SUV. Doch Opel will das Terrain nicht ganz der Konkurrenz überlassen. Eine Modellpflege soll den Antara im Gespräch halten.

Optisch unterscheidet sich der Opel Antara des Modelljahres 2011 nur leicht vom Vorgänger. Der untere Teil des Frontgrills wurde vergrößert und die Nebelscheinwerfer sind höher angebracht. An den Schwellern und im Bodenbereich sorgen dunkle Kunststoffe für einen markanteren Auftritt. Im Innenraum haben die Instrumente andere Einfassungen erhalten und die Bezugstoffe wirken wertiger. Die Mittelkonsole wurde überarbeitet und eine elektrische Parkbremse schafft Platz für eine neue Armlehne mit Stauraum. Zugegeben: Ein Laie würde den Unterschied nicht bemerken.

Neue Motoren

Die entscheidenden Neuerungen sind unter der Haube zu finden. Opel bietet für den Antara drei neue Motoren an. Zwei 2,2-Liter-Turbodiesel mit 120 kW/163 PS und 135 kW/184 PS werden in der Käufergunst ganz oben stehen. Opel rechnet damit, 90 Prozent seiner Antara in Deutschland mit einem Dieselmotor auszuliefern. Komplettiert wird das Angebot von einem 2,4-Liter-Benzinmotor mit 123 kW/167 PS. Alle Motoren erfüllen die Euro-5-Abgasnorm und können wahlweise mit einer Sechsgangautomatik, Sechsgangschaltgetriebe, Allrad oder einem Frontantrieb kombiniert werden. Auch wenn der 184-PS-Diesel den größten Fahrspaß bereitet, machen die kleineren Motoren keinen schwächlichen Eindruck. Mit dem 163-PS-Basisdiesel beschleunigt der Antara Dank 350 Nm Drehmoment in 9,9 Sekunden auf 100 km/h. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 189 km/h. Mit der Topmotorisierung, dem 184 PS und 400 Nm starken Selbstzünder, sprintet der Antara in 9,6 Sekunden auf 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.

Allgemein enttäuschend

Im Normalbetrieb leitet das elektronische Allradsystem ITCC alle Kraft an die Vorderachse. Der momentane Fahrzustand wird über Parameter wie Raddrehzahlen, Lenkwinkel und Gaspedalstellung kontinuierlich zwischen ITCC-Steuerung und elektronischem Stabilitätsprogramm erfasst und abgeglichen. Wenn mehr Traktion benötigt wird, reagiert das ITCC in Sekundenbruchteilen und verteilt die Kraft nach Bedarf auf beide Achsen. Je nach Fahrzustand und äußeren Bedingungen reicht die Spanne dabei von 100 Prozent Frontantrieb bis zu einer Kraftverteilung von jeweils 50 Prozent auf Vorder- und Hinterachse. Der 2.4-Liter-Benziner als Fronttriebler verbraucht im Normzyklus 8,8 Liter. Das Allradmodell benötigt 0,3 Liter mehr. Auf der Seite der Dieselmotoren sieht es ähnlich aus. Der 120-kW-Dieselmotor gibt sich im frontangetrieben Antara mit 6,3 Litern Diesel zufrieden; die Allradversion liegt mit 6,6 Litern nur knapp darüber.

Bisher lief der Verkauf des Opel Antara enttäuschend. Im Jahr 2010 wurden in Deutschland gerade einmal 1.226 SUVs dieses Typs verkauft. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass auch das neue Modell nicht reüssieren wird. In dem Segment setzt der VW Tiguan den Maßstab. Der schärfste Konkurrent für den Antara ist aber der weitgehend baugleiche Chevrolet Captiva. In den Listenpreisen ist der Chevrolet schon deutlich günstiger, die Straßenpreise liegen noch weit darunter. Für ein bisschen Opel-Kosmetik muss man also viele tausend Euro bezahlen.

Der Einstiegspreis für den frontgetriebenen Antara beginnt bei 26.780 Euro für den 2,4 Liter Benziner und bei 28.690 Euro für den 120 kW Diesel. Der Allradspaß beginnt mit dem Benzinmotor bei 30.420 Euro und bei 32.330 Euro für den kleineren Diesel 2.2 CDTi.

Press-Inform

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.