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Opel Corsa: Frisch-freche Jugendlichkeit

Mit frischem Elan startet der Opel Corsa in das neue Modelljahr. Der Kleinwagen setzt auf verschärfte Blicke, ein aufgehübschtes Gesicht, mehr Farben und effiziente Motoren im ewigen Dauerstreit mit Ford Fiesta und VW Polo.

Der Opel Corsa hat einen prominenten Fürsprecher: Lena Meyer-Landrut, Siegerin des Eurovision Song Contest. Ein Grund für den Kleinen, sich aufzuhübschen. Mit der zu Preisen ab 13.990 Euro erhältlichen Ausstattungslinie "Satelitte" gehören Extras wie Lederlenkrad, elektrische Fensterheber und Klimaanlage zum Serienumfang des City-Flitzers.

Unverkennbar blickt dem Betrachter ein Opel entgegen. Der 2011er Corsa trägt die markentypische Formensprache: Der zweigeteilte Kühlergrill besitzt nun statt Querstreben eine wabenartige Struktur. Der untere Lufteinlass ist zudem größer und breiter, wodurch der Kleinwagen deutlich angriffslustiger ausschaut als seine Vorgänger. Abgerundet wird dieser Eindruck durch langgezogene, in die Seite reichende Scheinwerfer und die flügelförmigen Tagfahrleuchten. Doch nicht nur das Gesicht zeigt sich frech und frisch, auch die zur Auswahl stehenden Lackierungen: "Guacamole"-Weiß, ein knalliges "Apfelgrün" und ein gewagtes "Henna"-Braunrot sind nur drei der möglichen Außenfarben. Hinzu kommen Leichtmetallfelgen in verschiedenen Designs.

Attraktives Paket im Sondermodell

Mit neuen Farben und Stoffen bietet auch der Innenraum zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten. Matte Flächen wechseln sich mit hochglänzenden Oberflächen ab. Neben dem Basisfarbton "Anthrazit" können bei dem nach Lenas Erfolgssong benannten Volumenmodell "Satellite" alternativ die Farben "Terracotta" oder "Petrol" für Cockpit und Sitze gewählt werden. Als Kontrast sticht unter anderem die in Weiß gehaltene Mittelkonsole hervor, in der sich weiterhin die selbsterklärenden Bedienknöpfe zu der serienmäßigen Klimaanlage und zum MP3-fähigen Radio finden. Und da Opels Kleiner vor allem ein Fahrzeug für junge und technikaffine Menschen ist, gibt es ein besonderes Extra: Gegen Aufpreis von 695 Euro gibt es ein integriertes Bosch-Navigationssystem mit berührungsempfindlichen Bildschirm dazu, womit der Fahrer auch in fremden Städten zurecht kommt. Einziges Manko: Statt den Bordcomputer oben in der Mittelkonsole zu ersetzen, sitzt das Display tief unten, wodurch es außerhalb des natürlichen Blickfeldes des Fahrers liegt.

Sparen mit Start-Stopp-Automatik

Für den Vortrieb steht die bewährte Antriebspalette mit Otto- und Dieselmotoren zwischen 51 kW/70 PS und 141 kW/192 PS und jeweils vier Zylindern zur Auswahl. Sparmeister ist der 1,3-Liter-Selbstzünder mit 70 kW/95 PS, der nun über eine gut funktionierende Start-Stopp-Automatik verfügt. Sie schaltet den Motor beispielsweise an Ampeln ab, wenn der Fahrer über die hakellose Fünfgang-Handschaltung in den Leerlauf wechselt, und startet ihn umgehend mit der erneuten Betätigung des Kupplungspedals. Dadurch soll der Verbrauch des Dreitürers auf genormte 3,5 Liter Diesel je 100 Kilometer sinken, wenn es häufig durch die Stadt geht. In ersten Tests zeigt der Bordcomputer jedoch durchschnittlich 1,0 bis 1,5 Liter mehr an. Insgesamt agiert der Motor jederzeit souverän, sowohl Steigungen als auch schnellere Autobahnfahrten meistert es problemlos. Beim Starten verschafft sich der Motor lautstark Gehör, ehe er dann auf einen sonoren und durchaus ertragbaren Geräuschpegel sinkt.

Gekonnte Verjüngung

Mit seinen kompakten Abmessungen findet sich der 2011er Corsa in der Stadt gut zurecht. Die Lenkung ist recht präzise, das Einparken gelingt trotz der breiten C-Säule und der dadurch beeinträchtigten Sicht problemlos. Für den Stadtverkehr sprechen auch die weichen, aber nur bedingt für längere Strecken geeigneten Sitze und der für Alltagseinkäufe bestimmte Kofferraum. Die hinteren Sitze eignen sich optimal für den Nachwuchs, neben der geringen Beinfreiheit spricht hierfür auch die Isofix-Befestigung auf den äußeren Plätzen. Im neuen Opel Corsa weht ein frischer Wind: Mit vielen Farben und neuer Optik gibt er sich jetzt aufgeweckt. Unter der Haube arbeitet Altbewährtes, das mit Start-Stopp-Automatik auf den Stand der Zeit gebracht wurde. So ist der Kleine jetzt für Angriffe der Wettbewerber gewappnet.

Benjamin Palm/MID / MID
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.