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Subaru Impreza Diesel: Exot mit stillen Tugenden

Als absoluter Exot unter den zahlreichen Allerweltsautos der Kompaktklasse besetzt der Subaru Impreza eine kleine aber feine Nische. Die Kombination Allradantrieb und Boxermotor gibt es sonst in der Brot-und-Butter-Klasse nirgends.

Als absoluter Exot unter den zahlreichen Allerweltsautos der Kompaktklasse besetzt der Subaru Impreza eine kleine aber feine Nische. Die Kombination von Allradantrieb und Boxermotor gibt es sonst in der Brot-und-Butter-Klasse nirgends. Seit kurzem bieten die Japaner sogar eine Dieselversion an, die ab 24 490 Euro zu haben ist.

Während bei den Benzinerversionen die eher unauffällig gestaltete Schrägheck-Karosserie keinerlei Hinweis auf die ungewöhnliche Technik gibt, wartet der Diesel mit einer großen Lufthutze auf der Motorhaube auf. So rückt er optisch in die Nähe des Turbo-Hochleistungsmodells Impreza WRX STi, das sich im Rallyesport einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat. Ganz so sportlich geht der Selbstzünder zwar nicht zur Sache, doch im Vergleich mit den blutarmen Saugbenzinern bietet der 110 kW/150 PS starke Turbodiesel ein deutliches Plus an Temperament.

Herausstechendes Merkmal des Antriebs ist jedoch die enorme Laufruhe, die aus der Boxer-Bauweise resultiert. Selbst im Leerlauf lassen sich dank der gegenseitigen Neutralisierung der sich horizontal bewegenden Zylinder kaum Vibrationen wahrnehmen. Dementsprechend gibt sich das 2,0-Liter-Triebwerk auch akustisch zurückhaltend. Unter dem Strich fallen die bauartbedingten Vorteile des Boxers gegenüber modernen und ebenfalls sehr laufruhigen Common-Rail-Dieselmotoren aber nicht mehr stark ins Gewicht.

In anderen Bereichen kann der von Subaru selbst entwickelte Motor ebenfalls überzeugen, ohne aber herauszustechen. Das an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelte Vierzylinder-Triebwerk tritt spontan und mit dieseltypischem Durchzug an und beschleunigt den Wagen in 8,6 Sekunden von null auf Tempo 100. Die Spitzengeschwindigkeit ist bei 205 km/h erreicht; alles Werte auf Augenhöhe mit der dieselerfahrenen deutschen Konkurrenz. Lediglich beim Verbrauch kann der Japaner nicht ganz mithalten: der Normwert von 5,8 Litern je 100 Kilometer liegt deutlich höher als beispielsweise beim Allrad-Golf.

Mit dem Golf ist gleichzeitig auch einer der wenigen Wettbewerber genannt, die in der Kompaktklasse mit Allradantrieb aufwarten können. Beim Diesel-Impreza ist die Technik serienmäßig an Bord; ein Zentraldifferential mit Viscokupplung verteilt die Kraft unter Normalbedingungen permanent zu gleichen Teilen zwischen den Achsen. Das sorgt vor allem auf Schnee oder in leichtem Gelände für sehr gute Traktion und auf normalem Untergrund für eine sichere Straßenlage. Zusammen mit der präzisen Lenkung und dem agilen Fahrwerk kommt durchaus Fahrspaß auf. Ein Untersetzungsgetriebe für erhöhte Geländegängigkeit, wie es für die Benziner zu haben ist, gibt es beim Diesel allerdings nicht.

In der Kompaktklasse geht es auch um ganz alltägliche Tugenden, bei denen der Exot eher durchschnittlich abschneidet. Die Passagiere auf den Vordersitzen haben viel Platz, der Fond bietet bei großer Kopffreiheit aber einen eher knappen Knieraum. Zudem ist der Gepäckraum eingeschränkt; lediglich 301 Liter stehen bei voller Bestuhlung zur Verfügung, maximal können 1 216 Liter geladen werden. Beide Werte liegen am unteren Ende des Klassenstandards, obwohl die Fahrzeuglänge mit 4,42 Metern fast schon Mittelklasseformat erreicht. Ausgeglichen wird das durch gute Zugfahrzeug-Gene; ordentliche 1 600 Kilogramm dürfen an den Haken.

Der Allradantrieb treibt die Kosten für den Diesel-Impreza in die Höhe: Mit 24 490 Euro ist er kein Schnäppchen. Allerdings sind unter anderem immer Klimaautomatik, CD-Radio und Berganfahrhilfe an Bord. Und ein vergleichbarer VW Golf mit Allradantrieb ist mit einem Einstiegspreis von 26 790 Euro ein gutes Stück teurer. Weitere Kosten für den Subaru: Für die Kfz-Haftpflicht werden beispielsweise bei der AXA 572 Euro fällig, die Steuer schlägt mit 254 Euro zu Buche. Für Kostensicherheit bei Schäden am Fahrzeug sorgt eine dreijährige Garantie.

Unterm Strich macht vor allem der in der Kompaktklasse seltene Allradantrieb den Subaru Impreza zu etwas besonderem. In den meisten anderen Beziehungen bietet der solide Japaner gehobene Hausmannskost, kann aber kaum herausstechen. So wird es wohl trotz des neuen Dieselmotors bei der Nischenexistenz bleiben.

Holger Holzer/mid / MID

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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