HOME

Suzuki Grand Vitara: Der Alpen-Rocker

Neuer Diesel - neue Kraft. Suzuki baut keine Gelände-Poser, sondern echte Offroader mit Nehmer-Qualitäten. Im österreichischen Kühtai wurde der Grand Vitara auf die verschneiten Bergstraßen losgelassen.

Lange war es ruhig um die Automobilsparte von Suzuki. Trotz ausgewiesener Geländekompetenz hat man den Gelände-Boom ein wenig verschlafen. In diesem Jahr hat Suzuki endlich durchgestartet, der Swift kam in Fachpresse und beim Publikum gleichermaßen gut an. Geheimnis des Erfolges, zum ersten Mal war Suzuki bereit, auf europäische Bedürfnisse und nicht allein auf asiatische Fahrgewohnheiten Rücksicht zu nehmen. Stolz sagt Pressesprecher Axel Seegers, der Swift sei das erste Modell "das sich Suzuki ausschließlich an den Bedürfnissen des europäischen Marktes orientiert". Der Erfolg beim Kunden gibt ihm Recht.

Die rationale Alternative

Der Gand Vitara will kein Blender sein, im Gelände soll er verloren gegangenes Terrain gut machen. In seiner Preisklasse tummeln sich vornehmlich koreanische Fahrzeuge, allesamt größer und stattlicher. Allerdings häufig aber mit technischen Defiziten. Seit dem Herbst ist die dritte Generation des Grand Vitara auf dem Markt, im Januar folgt die Variante mit dem in Deutschland heiß ersehnten Dieselmotor. Der 1.9-Liter Motor ist keine Eigenentwicklung sondern stammt von Renault. Mit 129 PS wird der Grand Vitara rational motorisiert, den ersehnten Leistungsüberschuss bietet der Motor jedoch nicht. Schade, dass sich Suzuki nicht für einen Antrieb entscheiden konnte, der mit den typischen Leistungsvarianten von 109, 129 und 149 PS dem Kunden die Wahl gelassen hätte. Mit 300 Newtonmeter Drehmoment kommt der Grand Vitara zwar auch im Gebirge jede Steigung hinauf, dafür muss man sich aber wacker durch die knorpelige Schaltung kämpfen. Steile Kurven wollen im ersten Gang genommen werden, der zudem eine gewisse Anfahrschwäche offenbart. Der Diesel bringt den Dreitürer in 12,8 Sekunden auf Tempo 100, über 170 km/h geht nichts mehr.

Für Freude kraftstrotzender Offroad-Herrlichkeit sind das keine Werte, die das Herz höher schlagen lassen, aber einen normal veranlagten Fahrer sollte das nicht abschrecken. Gerade auf schwieriger Strecke liefert das Triebwerk immer noch mehr Leistung, als man vernünftigerweise abrufen sollte.

Viel Offroad fürs Geld

Dafür begnügt sich der Geländewagen mit einem Verbrauch von 7,7 Litern. Preislich beginnt der Selbstzünder bei 22.190 Euro. Für nur 1700 Euro Aufpreis zum Benziner gibt es nicht nur den Diesel, sondern auch einen serienmäßigen Russpartikelfilter. Zumindest beim Preis ist der Grand Vitara damit ohne Konkurrenz. Nur wenige Fahrzeuge aus der Fun-Sparte können behaupten, wie der Grand Vitara auch als Nutzfahrzeug eine gute Figur zu machen. Hier kommen ihm die klassischen Suzuki-Tugenden von Zuverlässigkeit und Langlebigkeit zugute.

Technisch lässt der Grand Vitara nichts auf sich kommen. Schon als Einstiegsmodell bietet er einen permanenten Vierradantrieb. Der Diesel wird immer mit Geländereduktion und Differentialsperre ausgeliefert. Viele Pseudo-SUVs bieten so etwas erst in den teureren Ausführungen. Optisch kann man den Suzuki als zurückhaltend und sauber gestaltet oder auch als ein wenig gestrig beschreiben. Im Vergleich zum Vorgänger hingegen ist der Neue eine echte Schönheit. Er bietet eine klassische Form mit kräftig ausgestellten Radläufen und wenig Schwüngen im Blech. Von außen wirkt der Wagen für seinen Preis sehr wertig, innen sieht es schon etwas sparsamer aus. Für eine eher lustige Erinnerung an Freiheit und Abenteuer sorgt das außen am Heck montierte Reserverad.

Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.