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Toyota Verso S Der Micro-Möbelwagen


An dem Erfolg der Micro-Vans will Toyota mit dem Verso S teilhaben. Das Auto ist mit weniger als vier Metern der kürzeste Vertreter seiner Klasse, kommt aber auf ein bemerkenswertes Kofferraumvolumen.

Die Riege der kleinen Familien-Vans bekommt im März einen neuen Mitspieler. Denn dann startet der Toyota Verso S und macht beispielsweise dem bereits etablierten Kia Venga Konkurrenz. Gleichzeitig tritt der kleine Bruder des Verso die Nachfolge des vor fünf Jahren eingestellten Yaris Verso an. Dass es Bedarf an kleinen Familienkutschen gibt, ist einerseits dem generellen Trend zu schrumpfenden Autos geschuldet. Andererseits gibt es immer mehr Familien mit nur einem Kind, für die die Zwergen-Vans völlig ausreichend sind.

Mit nur einem Griff kann man sogar von hinten durch die große Heckklappe hindurch die Rücksitze umlegen. Zudem ermöglicht eine niedrige Ladekante bequemes Ein- und Auspacken. Die hintere Sitzreihe lässt sich im Verhältnis von einem Drittel zu zwei Dritteln teilen. Der hintere Teil des Laderaums ist – aufpreispflichtig – absenkbar. Den Fußraum für die Fondpassagiere haben die Konstrukteure üppig bemessen, so dass ein Verschiebemechanismus für die zweite Sitzreihe überflüssig ist. Dass der Mittelplatz nur ein Notsitz ist, versteht sich bei einem Minivan von selbst. Auch vorne ist genügend Beinfreiheit vorhanden, wenn auch die Sitzposition für den Fahrer - wie in den meisten Vans - nicht optimal einstellbar ist. Loben lässt sich die hervorragende Rundumsicht. Eine Eigenschaft, die heute eher selten anzutreffen ist. Der Innenraum wurde anspruchsvoll gestaltet, 19 Ablagefächer erleichtern die Ordnung im Betrieb. Für ein noch schöneres Raumgefühl sorgt das ebenfalls aufpreispflichtige Panoramadach. Der Verso hat einen sehr langen Radstand von 2550 Millimetern, der einerseits eine optimale Ausnutzung des Innenraums erlaubt und andererseits vorne und hinten den Einbau von weit öffnenden Türen ermöglicht, die das Ein - und Aussteigen sehr erleichtern. Die kurzen Überhänge und der kleine Wendekreis machen den Wagen absolut innenstadttauglich.

Diesel lohnt leider nicht

Der Verso S ist mit seinen 1145 Kilogramm ein Leichtgewicht, zu dem die beiden kleinen Motoren, ein 1,3 Liter Benziner mit 99 PS und ein 1,4 Liter Diesel mit 90 PS, gut passen. Der leise laufende Benziner braucht allerdings hohe Drehzahlen und fleißiges Schalten des leichtgängigen Sechsganggetriebes, um auf Touren zu kommen. Trotzdem begnügt er sich im Schnitt mit 5,5 Litern (Schaltgetriebe) bzw. 5,5 Litern ( CVT-Box Multidrive plus Start –Stopp Automatik). Damit emittiert er 127 Gramm Co2 auf 100 Kilometern. Der Diesel ist mit seinem maximalen Drehmoment von 205 Newtonmetern eindeutig spritziger und kommt mit 4,3 Litern auf 100 Kilometern aus. Die Aufpreise von 2350 Euro für den Diesel und 1745 Euro für das CVT/ Start Stopp - System werden sich aber nur für Vielfahrern lohnen. Toyota rechnet bei den Verkäufen mit einem Dieselanteil von zehn Prozent.

Viel Platz kostet seinen Preis

Das Fahrwerk macht trotz des recht hohen Schwerpunktes in allen Fahrsituationen einen gutmütigen Eindruck. Auch in schnellen Kurven bleibt das Auto sicher in der Spur. Der Verso S wird in vier Ausstattungsvarianten angeboten. Schon die Basisversion hat elektrische Außenspiegel und Fensterheber vorne, eine Fernbedienung für die Zentralverriegelung, das Lenkrad und der Fahrersitz sind höhenverstellbar und der Fußraum ist LED-beleuchtet.

Beim Verso S "Cool" ist mit einer manuellen Klimaanlage, einem RDS-Radio, einem MP3-fähigen CD-Spieler, USB-Anschluß und vier Lautsprechern ausgestattet. In der „Life" – Version gibt es noch einen Touch Screen Monitor, Rückfahr-Kamera und eine Freisprecheinrichtung. Die "Club" Variante hat schließlich noch rundum elektrische Fensterheber, abgedunkelte hintere Seitenscheiben, Klimaautomatik, 16 Zoll-LM-Felgen und Nebelscheinwerfer an Bord. Die Grundpreise für die einzelnen Versionen bewegen sich zwischen 14.950 und 21.500 Euro Die Konkurrenz wie der Suzuki Splash, der Nissan Note, der Renault Modus, der Kia Venga, der Hyundai i20 oder der Citroen C3 Picasso hat einen ernstzunehmenden Rivale bekommen.

Walter Hasselbring

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