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Honda Remix: Ritt auf der Kanonenkugel

Honda geht beim Design neue Wege. Die mit dem Civic jüngst eingeleitete Kanten-Keilform könnte schon bald von fließenden Linien abgelöst werden.

Auf der Los Angeles Motorshow feiert die Studie des kompakten Honda Remix seine Weltpremiere. Der knuffig-sportliche Zweisitzer ist schon optisch eine wahre Rennsemmel und zeigt, wohin die Designreise in den nächsten Jahren gehen könnte. Keine Spur von Zukunftsavangarde wie beim neuen Civic oder solider Keildynamik wie bei Jazz und Co. Der im kalifornischen Designcenter entworfene Remix wirkt bullig, kraftvoll und kernig – ein echtes Kraftpaket. Betont knackig und kurz erinnert das Styling der Fahrgastzelle an die Kuppel eines Flugzeugs oder das Visier eines Motorradhelms. Die Front wirkt trotz der fließenden Formen dabei ungelenk und einprägsam. Aus dem stark taillierten Sportcoupé stechen die Radhäuser muskulös heraus und lassen den Remix bissig und satt auf der Straße stehen. Das Sahnestück des kompakten Hondas ist sein Hinterteil, das die fließenden Übergänge nicht nur gelungen abschließt, sondern auch einen ansehnlichen Kofferraum versteckt. Im Gegensatz zu vielen anderen Klassenkameraden ist die Designstudie ein echter Zweisitzer nach Vorbild des einstigen Sportgeschosses BMW Z3 Coupé.

Kreativität aus CA

"Der Remix bringt bekannte Honda-Stärken in ein neues, frisches Design", so Ben Davidson, Chefdesigner von Honda America, "weich fließende Oberflächen unterstreichen bei aller Sportlichkeit die funktionalen Einsatzmöglichkeiten des Fahrzeugs." Die Studie des Remix wurde vom Honda Designteam Southern California entwickelt. Die Kreativabteilung arbeitet weitgehend eigenständig von der japanischen Zentrale und passt entsprechende Modelle den amerikanischen Marktgegebenheiten an. In den vergangenen Jahren wurden hieraus unter anderem Honda-Modelle wie der Pilot, Ridgeline, Element oder das Civic-Coupé auf die Straße gebracht.

Der Fronttriebler mit zahlreichen Aluminium- und LED-Leuchtelementen rundum basiert auf einer neuen Kleinwagenplattform, die zeitnah Einzug in die Honda-Modellfamilie halten soll. Für den Antrieb der Messestudie sorgt ein Vierzylinderbenziner, der mit einer manuellen Sechsgang-Handschaltung gekoppelt ist. Hochgeschwindigkeitsreifen, die Brembo-Rennsportbremsanlage und eine betont harte Fahrwerksabstimmung sollten bei einer etwaigen Serienumsetzung jedoch der Studie vorbehalten bleiben. Derzeit ist nach Aussagen von Honda noch nicht entschieden, ob der Remix eine reale Zukunftschance hat. Eine optische Bereichung wäre er allemal.

Stefan Grundhoff/Pressinform

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