HOME

Hummer H3T: Little big Hummer

In Amerika der Traum aller Neureichen, haben es nur wenige Hummer nach Deutschland geschafft.Auf der Los Angeles Motorshow Anfang 2004 zeigt Hummer mit der Studie H3T, dass es auch eine Nummer kleiner geht.

In Amerika der Traum aller Neureichen, haben es nur wenige Hummer nach Deutschland geschafft. Der Riesen-Jeep passt nicht einmal annähernd in eine germanische DIN-Garage. Mit dem H2 hat sich US-Autoriese General Motors mittlerweile auch auf die Kundschaft eingestellt, die trotz riesiger Abmessungen nicht auf einen gewissen Komfort verzichten will. Auf der Los Angeles Motorshow Anfang 2004 zeigt Hummer mit der Studie H3T, dass es noch eine Nummer kleiner geht.

Wie finden Sie den Hummer H3T?

Eine echte Kante

Optisch ist der kleine Pickup eine echte Kante. Zwischen den sorgsam, mit eckigen Abdeckungen eingerahmten Scheinwerfern schiebt der Ami einen mächtigen Kühlergrill mit breiten Streben vor sich her. Alu-Silber hebt Grill und Unterfahrschutz vom restlichen, ganz in schwarz gehaltenen Wagen ab. Über der beinahe waagerechten Motorhaube erhebt sich eine wahrhaft eckige Fahrerkabine, die nicht minder geometrisch in die kurze Ladefläche übergeht. Das Ganze ist ungefähr so aerodynamisch wie eine Fertiggarage.

"Klein" ist eine Frage der Definition

Auch wenn der H3T im Vergleich zu seinem kampferprobten großen Bruder mit einer Gesamtlänge von 4,44 Metern mehr als 20 Zentimeter kürzer ist, dürfte sein Erscheinen bei deutschen Autofahrern Fluchtreflexe auslösen. Große 19-Zoll-Geländereifen, riesige Bodenfreiheit und martialische Anbauteile - eine schöne Vorstellung, den Hummer im Rückspiegel seines VW Polo auftauchen zu sehen. Dennoch ist man bei GM felsenfest davon überzeugt, dass der H3T der erste Hummer mit "europäischer Statur" wäre.

Rollentausch: Pick-up reißt Abschleppwagen in die Luft – doch dann schlägt das Karma zu

350 Turbo-PS

Technisch ist der H3T ein naher Verwandter des Chevrolet Colorado, einem nicht minder großen, aber weniger aufreizend gestylten Pickup. Befeuert wird der Baby-Hummer von einem 3,5 Liter schweren Fünfzylinder-Turbomotor aus GMs "Vortec"-Baureihe. Der Benziner leistet 350 PS und stemmt 474 Newtonmeter auf die Achsen.

In Sachen Design haben sich die GM-Entwickler Unterstützung von Nike geholt. In Anlehnung an die Freizeittreter des Turnschuhherstellers sind die Reifen des H3T mit roten Punkten verziert. Im Innenraum sitzt man auf dem gleichen Material, das in den Schuhen das Müffeln bekämpft und hinter dem Fahrersitz ist ein Nike-Rucksack in die Lehne eingeklickt.

Jochen Knecht
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity