HYUNDAI COUPÉ 2.0 Hyundai Coupe: Fit for Fun


In den Siebzigern gab es Ford Capri und Opel Manta: Mit aggressiver Front und schwungvollem Design tritt das Hyundai Coupé 2.0 in die Fußstapfen der erfolgreichen Trendsetter.

In den Siebzigern gab es Ford Capri und Opel Manta: Mit aggressiver Front und schwungvollem Design tritt das Hyundai Coupé 2.0 in die Fußstapfen der erfolgreichen Trendsetter. Kurviges Blech

Spielmobil mit wenig Durst

Beim Dreh am Zündschlüssel erwachen in dem Zweiliter-Vierventiler exakt 135 Pferdestärken (99 kW). Sein etwas rauer Sound passt gut zum sportlichen Auftritt. Mit reichlich Drehzahl kommt das Spielmobil richtig in Schwung: Erst bei 4.900 Umdrehungen stehen maximale 182 Nm Drehmoment zur Verfügung. Wer fleißig das recht exakte Fünfganggetriebe schaltet, ist in 9,2 Sekunden auf Tempo 100. Unter Kumpels muss »Mann« sich mit 200 km/h Spitze auch sicherlich nicht schämen. Bei aller Sportlichkeit schont der Hyundai den Geldbeutel mit Normalbenzin. Wenn gerade keine Ampelduelle anstehen, reichen

Innen: Space-Zone

Den Innenraum des FX prägt, wie Hyundai es nennt, »cooles Metall-Feeling«. Und tatsächlich sieht es aus, als hätte Captain Future seine Finger im Spiel gehabt. Besonders die silbern glänzenden Drehschalter würden auch in einer intergallaktischen Raumpatroullie kaum auffallen. Wie es sich für einen solchen Flitzer gehört, sitzen Fahrer und Beifahrer in tief positionierten

Sportsitzen, die allerdings sparsam gepolstert sind und wenig Seitenhalt bieten. Dafür liegen Schalter und Bedienelemente gut zur Hand. Alle Instrumente sind einwandfrei ablesbar und ansprechend gestylt. Auch auf den Rücksitzen lässt es sich bei kurzen Strecken noch gut aushalten. Dafür ist der Kofferraum mit 288 Liter etwas knapp bemessen. Dank geteilter Rückbank

Serienmäßig fast komplett

Der Hyundai FX ist serienmäßig mit elektrischen Fensterhebern, Lederlenkrad und -knauf, Zentralverriegelung, Wegfahrsperre sowie Alufelgen ausgerüstet. Für den problemlosen Drive-In-Besuch sind die inzwischen obligatorischen

Fahrwerk mit Schwächen

Alufelgen und 205er Niederquerschnittsreifen lassen das FX-Coupé satt auf der Straße stehen. Damit der Flitzer schnell zum Stehen kommt, gibt es serienmäßig ABS und eine elektronische Bremskraftverteilung. Das Antischleuderprogramm ESP ist auch als Zusatzausstattung nicht erhältlich. Dabei wäre es bei wünschenswert, wenn junge Hitzköpfe zuerst die eigenen

Fähigkeiten und dann die Fahrwerksqualitäten überschätzen. In der Regel liegt das Coupé satt auf der Straße. Wird aber eine zu schnell angegangene Biegung nicht korrekt angebremst, sondern in der Kurve Gas weggenommen, zuckt das Heck zur Seite. Gegen Seitenaufprall sind keine Luftsäcke an Bord. Hier vertraut Hyundai auf Metallstreben in den Türen.

Fazit:

Man kann mit dem Hyundai FX Coupé schon eine Menge Spaß haben. Dass es Genuß ohne Reue ist, dafür sorgt der moderate Preis von 37.450 Mark und die umfassende Neuwagengarantie. An baldigen Wiederverkauf sollte man aber besser nicht denken, denn die spezielle Form des FX hat in Deutschland bislang nur wenige Liebhaber gefunden.

(hs)


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