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LUXUS-LASTER: Hummer-hart!

Immer wenn es um die Unverwundbarkeit Amerikas geht, kommt garantiert ein Hummer ins Bild gerollt. Jetzt bekommt das Offroad-Monster einen luxuriösen Ableger.

Kein drittklassiger Kriegsfilm kommt ohne ihn aus - immer wenn es um den grenzenlosen Größenwahn und die Unverwundbarkeit Amerikas geht, kommt garantiert ein Hummer ins Bild gerollt. Jetzt bekommt das unförmige Offroad-Monster einen luxuriösen Ableger. Der Hummer H2 ist keineswegs kleiner und unauffälliger - dafür aber angeblich massentauglich.

Allzweck-Wühler

Entwickelt und gebaut wurde der Ur-Hummer ursprünglich für das amerikanische Militär. Die Streitkräfte brauchten einen geräumigen, geländegängigen Allzweck-Wühler, der einiges wegsteckt. Die Entwickler von General Motors (GM) setzten sich mit ihrem Entwurf durch, der Hummer wurde in Dienst gestellt.

Promi-Schleuder

Sehr schnell fand das Ungetüm auch vor den Kasernentoren treue Anhänger. Vor allem alternde Prominente gönnten sich eine der sündhaft teuren, zivilen Hummer-Versionen. So hat Arnold Schwarzenegger gleich mehrere Hummer in der Garage stehen. Obwohl vor allem der Motor so gar nicht ins amerikanische Straßenbild passen will. Um den Ansprüchen der Army gerecht zu werden, poltert unter der unendlich langen Motorhaube ein gewaltiger V8-Turbodiesel.

Ein »echter« V8

Nicht nur mit diesem »Missstand« räumt der H2 auf. Neben einem standesgemäßen 6-Liter V8 mit 316 PS sind im H2 auch jene elektrischen Helferlein verbaut, die amerikanische Autofahrer auf dem Weg zum Supermarkt so schätzen. Außerdem wird das Fahrwerk nun eher Alltags-Ansprüchen gerecht. Als Basis dient nicht mehr die Humvee-Bodengruppe sondern das Fahrwerk des Cadillac Escalade.

Luxus muss sein

Für das entspanntes »Hummern« sorgen Klimaanlage, Viergang-Automatik, Navigationssytem, DVD-Player, elektrisches Stoffdach, Geländeuntersetzung und ein neue Traktionskontrolle. An Platz mangelt es den bis zu sechs Passagieren in keinem Fall. Der H2 ist mit 4,8 Metern exakt 13 Zentimeter länger als sein Urahn. Sollte die Parkplatz-Ausfahrt zur Rush-Hour verstopft sein - kein Problem. Der H2 verkraftet auch locker den Sprint durch die Rabatten. Dank der Bodenfreiheit von 25 Zentimetern (mit Luftfederung sogar 26,7), einer maximalen Steigfähigkeit von 60 Prozent und 490 Newtonmetern Kraft ist selbst üppige Vegetation nur zu geringer Gegenwehr fähig.

40.000 H2 möchte GM gegen ein Entgelt von mindestens 48.000 Dollar ausliefern. Der Ur-Hummer brachte es bisher gerade einmal auf 1.000 Stück pro Jahr.

Von Jochen Knecht

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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