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Maybach: Darf es Gold statt Chrom sein?

Maybach bietet Tuning für Multimillionäre. Wem der normale Maybach zu gewöhnlich ist, kann seine Luxus-Limousine mit praller Goldausstattung und einer Kollektion von erlesenem Zubehör aufwerten.

Normale Autofahrer sind beglückt, wenn statt Plastik-Imitation gebürstetes Aluminium den Wagen ziert. Aber seien Sie einmal ehrlich: Eigentlich macht Aluminium nichts her. Wer einmal aus dem Alunapf mit Leichtmetallbesteck gegessen hat, der weiß, wahre Werte fühlen sich anders an. So wie Gold zum Beispiel. Nach dem Traditionsmetall mit den vielen praktischen Vorzügen (rostet nicht, behält den Glanz und löst keine Allergien aus) verlangt es auch den Maybach-Kunden.

Von der Stange musste der Maybach noch nie gekauft werden, schon beim Marktstart vor zwei Jahren wurden rechnerisch über zwei Millionen Wahlmöglichkeiten bei Ausstattungsvarianten angeboten. Offenbar war das nicht individuell genug, denn nun werden weitere Wünsche "internationaler Top-Kunden" erfüllt. Dazu gehört der bereits erwähnte Nuggets-Look: In einer Studie für den Maybach Typ 57 wurden sämtliche Chromteile im Fahrzeuginnenraum vergoldet. Die logisch nächste Stufe wäre der Ausbau mit Massiv-Edelmetall. Aber auch die hauchdünne 24-Karat-Echtgold-Auflage verleiht dem Innern der Limousine einen ganz besonderen Glanz.

Der Goldlack der Felgen dürfte vermutlich nur Freunde in Ländern mit ausgeprägter Protzkultur finden. Ein üblicher Kundenwunsch sind Familienwappen und Initialen, die allerdings nur im Innenraum appliziert werden. Andere Accessoires wie doppelt gesteppte Nähte bei den Ledersitzen oder hochflorige Lammfellteppiche wirken dagegen fast unscheinbar. Ein Kompass für Wüstensöhne und das Bluetooth-Netzwerk für das Notebook bestechen durch einleuchtenden Nutzwert. Ein weiterer Sitzplatz im Fond macht bei der Shoppingtour Sinn, vor allem in Ländern mit Viel-Ehe.

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