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La Vida Lowrider: Auf den Asphalt, Baby

Was Manni und Ditsch auf deutschen Motorshows präsentieren, bauen die Chicanos von Los Angeles seit über 60 Jahren. Mit viel mehr Gold, mehr Bass und echtem Chica-Sex. Auf der "La Vida Lowrider"-Ausstellung protzt der Stolz Mexikos.

Von Helmut Werb

La Vida Lowrider, aber wie! Du kriegst die Hand nicht unter die Schweller! Der mit Chrom und Klavierlack überpackte Packard aus dem Jahr 1937 liegt so tief, dass du mit dem Auspufftopf Zigarrettenstummel auf dem Asphalt anzünden kannst. Amor Barut, ein total "loco" Cholo aus East El Lay, baute fast zehn Jahre an einem Jetta "The Passion", den er nicht nur auf Rechtslenkung umbaute und dessen Mechanik er vergoldete, sondern in dessen Türschweller auch ganze Bibelpassagen in Minitaturschrift eingelegt sind.

Die Hochglanz-polierten Scheibenbremsen des "Sundance" genannten Chevy haben noch kein Gramm Autogewicht verzögert, "dafür kannst du dich aber in der Reflektion rasieren", sagt Anthony Fuentes, der gar nicht mehr weiß, wieviel Arbeit in dem quietschgelben Impala steckt, der im Petersen Automuseum in Los Angeles aufgebockt ist, damit man die feinziselierten Radnaben und Hydraulikzylinder, die die Bodenfreiheit regulieren, überhaupt wahrnehmen (und dann genießen) kann. Und was der "Orgullo Mexicano", der Stolz von Mexiko, noch mit einem normalen Chevy Monte Carlo aus dem Jahr 1967 gemein hat, können weder Chino und Lolo Vega erklären. Was aber vor allem daran liegt, dass sie diese idiotische Gringo-Frage gar nicht verstehen. "It’s history", grinst der nicht mehr ganz junge Chino, das sei Geschichte, während er fast zärtlich über die üppigen Masse eine Aztec Göttin streicht, die er auf die Kühlerhaube des lenkradlosen, nur durch Knopfdruck steuerbaren Chevy Monte Carlo gemalt hat.

Geschichte? Und ob! Was Manni, Ditschi und Kollegen heute auf Tuningmessen wie der in Essen bewundern, praktizieren die Chicanos in den Barrios von East Los Angeles, der Stadt der Engel, seit den 40er Jahren. "Pimp up your ride". schaffte Paco schon, als die Gallone Sprit noch für fünf Cent zu haben war, und Marijuana noch Weed genannt wurde. Trip the wheel? 23 Zoll-Monsterfelgen sind out, "Candy" ist in, wie die silber- und goldglänzenden Spezial-Lackierungen bei den "Cholos", den Latino Homeboys von El Lay, genannt werden. Oje Hombre, Lowriding is alive and well, und eine wunderbare Ausstellung im Petersen Automuseum in Los Angeles beweist es.

Cruisers und Lowriders, in "Bombs", ein milder Lowrider aus den 30er und 40er Jahren, und "EuroKits", die modernen Lowriders aus Honda, Toyotas und (vereinzelt) VWs, mit Airdams, Spoilern und was haste. Aber wo in Europa und Japan ganze Industrien davon leben, die Auto-Individualisierung fließbandmäßig zu uniformieren, zählt in East Los Angeles, wo die Cholos in ihren Clubs heute noch vorfahren, nur das Handgefertigte. Jahre und Geld kostet das, eine stinknormale Lahmkrücke wie den Mercury Cougar in ein Kunstwerk namens "El Gato Loco" zu verwandeln.

Chino Vega schätzt den Einsatz für seinen "Orgullo" auf runde 70.000 Dollar, und das nur fürs Material, die unzähligen Jahre Arbeitszeit, die die beiden Brüder in den ehemaligen Monte Carlo gesteckt haben, sind nicht berechenbar.

Bump the Bomber

In den späten 30er und 40er Jahren begannen Chicanos mit ihrer besonderen Art der "Car Culture". Als nach dem 2. Weltkrieg die Soldaten wieder in die Barrios zurückkehrten, mit etwas Geld in der Tasche und mechanischem Können gesegnet, blühte die Lowrider-Kultur auf, obwohl der Begriff der Lowrider erst in den 60er Jahren von der Polizei von Los Angeles geprägt wurde, als die Latino Gangs mit ihren "Bombs" und "Gangsters" den Sunset Boulevard unsicher machten. Besonders die Entdeckung, dass sich die Fahrwerkshydraulik ausgedienter Weltkrieg 2-Bomber ganz trefflich zum "Bumpen" eignete, dem rhythmischen Auf-und Abwippen im Takt der Chicano-Musik, brachte nicht nur viel Spaß auf den Boulevard, sondern auch die "chicas" in Laune. Anders als die Gringos, die ihre Hotrods in den 50er und 60ern hochstellten und auf Leistung trimmten, galt bei den Cholos das Motto "bajito y suavecito", tief und SEHR langsam fahren, und wenn der Wagenboden so tief über den Teer schrammte, dass die Funken flogen, war der Preis gesichert. Legendäre Duelle haben sie sich geliefert, Joe Ray in seinem 71er Buick "Dressed to Kill" (dessen Lenkrad als erstes vollgepolstert war), mit dem 64er Chevy Impala "Gypsy Rose" von Jesse Valadez. Auf dem Sunset, auf dem Pico Boulevard, bei den Treffs ihrer Auto-Clubs.

Der Geist bleibt gleich

Nicht viel hat sich geändert - "Fadeaways" haben die Lackierungen ersetzt, die von Azteken-Tempelmalereien inspiriert waren, "Glare Shades" die ziselierten Fenster-Etchings aus den alten Tagen. 5000 Watt Stereoanlagen pumpen Bässe, wo früher ein schräges Akkordeon aus "tin can speakers" kam. Aber der Enthusiasmus ist noch der gleiche geblieben. Immer noch arbeiten ganze Familien, Vater und Söhne, Brüder und Vettern an einem Auto – oder an Harleys, wie der Road King von Mister Cartoon, die er trefflich "Tangerine Pie" taufte – und die heute laut Versicherungspolice des Museum anderthalb Millionen Dollar wert ist. ¡Mucho dinero, loco!

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(