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Leben mit Bus und Bahn: Die öffentlichen Verkehrsmittel - mein unzuverlässiger Begleiter

Der Schüler Konrad Krabbe nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel, aber wirklich glücklich ist er nicht mit ihnen. Ohne sie geht nichts, aber sie behandeln den Schüler nicht wirklich nett. Szenen einer komplizierten Beziehung.

Busfahren heißt meistens: warten, lange warten.

Busfahren heißt meistens: warten, lange warten.

Schüler-Praktikant Konrad Krabbe ist der typische Kunde des Hamburger Verkehrs Verbundes. Einen Führerschein hat er noch nicht, ein Fahrrad wird im Szeneviertel "Schanze" immer kaputt getreten oder auch geklaut – also ist er Bus und Bahn rettungslos ausgeliefert. Seine Erfahrungen:

1. Der virtuelle Fahrplan und die Wirklichkeit

Am liebsten lasse ich mir eine Bus- oder Bahn-Verbindung über die Seite des Nahverkehrs in meiner Stadt anzeigen. Das klappt auch ganz gut – auf dem Bildschirm. In der Realität werde ich meistens enttäuscht. Und wieso? Der HVV-Computer denkt in einer idealen Fahrplanwelt. Alles läuft exakt, es gibt weder Umwege noch Verspätungen. In Wirklichkeit gibt es die natürlich schon. Außerdem ist der Computer ganz versessen aufs Umsteigen: vom ersten Bus in den zweiten Bus, dann in die Bahn und noch mal in den dritten Bus. Weil man so ein paar Minuten sparen kann – angeblich! In der Realität bricht die Verbindung spätestens nach dem zweiten Umsteigen in sich zusammen. Da stehe ich dann und warte.

2. Die Bus-Verschwörung 

Es ist wie verhext! Wenn ich ganz früh aufstehe und sicherheitshalber einige Minuten zu früh an der Haltestelle ankomme, dann lässt der Bus sich richtig Zeit! Jede Wette, entweder er fällt ganz aus, oder kommt total zu spät. Er will mich schmoren lassen! Am nächsten Morgen lasse ich es etwas lockerer angehen. Ich treffe auf die Minute genau an der Haltestelle ein. Und was passiert: Heute ist der Bus natürlich besonders früh da gewesen und ich sehe nur noch die Rücklichter.

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Öffentliche Verkehrsmittel: Wie sind ihre Erfahrungen?


3. Der Geruch wie in der Sauna 

Busfahren und Platzregen ist schlimm, aber öffentliche Verkehrsmittel an heißen Tagen, das ist noch viel schlimmer. Die Klimaanlagen sind entweder ausgeschaltet oder defekt. Immer! Wir stehen alle in der gleichen stickigen Luft. Nacheinander steigt mir der Schweißgeruch aller meiner Mitreisenden in die Nase. Das sind Lebensgeschichten! Nach einem Tag in der Schule ist das mehr, als ich verkraften kann. 

4. Die Sardinen-Büchse

Busfahren heißt nicht immer, dass ich auch mitgenommen werde. Aber fast noch schlimmer als auf den nächsten Bus zu warten, ist es, wenn man als Allerletzter reingelassen wird. Einen Sitzplatz gibt es natürlich nicht, nur eine Stehlücke zwischen Rucksack links und Bauch rechts. In jeder Kurve lande ich zuerst im Rucksack und stützte mich dann am Bauch ab. Eine halbe Stunde lang dauert diese Tortur. 

5. Der verirrte Träumer

An manchen Haltestellen darf man nicht träumen, so wie ich, sondern hellwach sein. Das bin ich morgens nie. An den meisten Haltepunkten hält der Bus für die andere Richtung auch auf der anderen Straßenseite. Irrtum unmöglich. Das ist aber nicht immer so. Wenn ich nicht aufpasse, steige ich in "meinen" Bus, den 160er ein – fahre aber in die komplett falsche Richtung. Das kostet mich jedes Mal etwa 20 Minuten.

Heldin von Milwaukee: Aufmerksame Busfahrerin rettet verirrte Kinder


6. Der imaginäre Ersatzverkehr

In Hamburg wird gern und häufig gebaut. Besonders bei der Bahn – dann gibt es einen Busersatzverkehr. Der dauert immer länger – wenn er überhaupt fährt. Häufig wird der Ersatzbus erst nach ein paar Tagen Baustelle eingerichtet. Bis dahin muss ich sehen, wie ich zurechtkomme. Meist heißt das: Andere Verbindung raussuchen und sehr viel länger Fahren.

7. Der Busfahrer-Sadist

Sicher gibt es auch nette Busfahrer. Nur: Die merke ich mir wohl nicht. Die Sadisten am Lenkrad erinnere ich dagegen gut. Etwa als ich mitten im dicksten Regen noch schnell zum Bus gelaufen bin und der Fahrer mich nicht mehr reingelassen hat. Ich war schon an der Tür und habe geklopft. Das muss ihn mächtig gefreut haben, denn er hat mir auch noch den Mittefinger gezeigt und ist dann weggefahren.

8. Busfahrer-Typologie

Seine Mitmenschen lernt man am besten in Notsituationen kennen. So ist es auch mit Busfahrern. Mein Problem: Wegen einer Baustelle ist meine Haltestelle aufgehoben, wie komme ich jetzt vor meiner Schule raus und nicht erst einen Kilometer weiter? Die Antwort kennt nur der Busfahrer. Und da gibt es mehrere Typen:

Der Lehrbuch-Typ sagt: "Ich darf den Bus nur an der Bushaltestelle anhalten und dort die Fahrgäste rauslassen. Falls sich jemand beim Aussteigen verletzt, bekomme ich Ärger!" Er lässt mich nicht raus.
Der Freundliche: Gleiche Situation, gleicher Ärger. "Ich lass dich raus, wenn du dich beeilst!" Danke!
Der Ganz-Unfreundliche: "Du bist hier nicht im Taxi!" Ende der Diskussion.

Der Schweigsame: Zeigt nur auf das Schild "Währen der Fahrt nicht mit dem Fahrer sprechen". 
 

Konrad Krabbe
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Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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