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CES Asia 2018: Aus China für die Welt

Der asiatische Ableger der CES zeigt, dass die chinesischen Automobilisten sich darauf vorbereiten, die Welt zu erobern. Allerdings ist die Zeit des großen Hypes vorbei.

Bytons Studie K-Byte wurde auf der CES Asia 2018 umlagert

Bytons Studie K-Byte wurde auf der CES Asia 2018 umlagert

Das Shanghai New International Expo Centre ist ein monströse Komplex. Jedes zweite Jahr laufen sich die Automobil-Fans in den gigantischen Hallen auf der Suche nach Neuigkeiten der Shanghai Auto Show die Füße wund. Bei der CES Asia sind die Strecken bei weitem kürzer, da nur vier Hallen belegt sind. Dennoch ist der Trubel einmal mehr unnachahmlich, Rucksäcke gehören nicht nur in Las Vegas zum Nerd-Outfit, genauso, wie die dicke Hornbrille, warum und wie sich manche Damen bei über 30 Grad in Gummilatschen fortbewegen, erschließt sich einem Westeuropäer jedoch nicht sofort.

Aus China für die Welt
Bytons Studie K-Byte wurde auf der CES Asia 2018 umlagert

Bytons Studie K-Byte wurde auf der CES Asia 2018 umlagert

Neben solchen modischen Eigenheiten lohnt sich der Rundgang durch die Hallen, denn er zeigt, dass die Chinesen nicht mehr nur die Abnehmer für die Autos und Mobilitätstechnologie sein wollen. Das Motto lautet: Aus China für die Welt. Bei der Elektromobilität und beim autonomen Fahren wollen die Chinesen bald den Ton angeben. Der Minibus Apololong bietet 14 Personen Platz, soll autonom fahren und entspringt einer Kooperation zwischen dem chinesischen Internet-Riesen Baidu und King Long, die das Ziel hat, eine Plattform zu entwickeln, die das selbstständige Fahren ermöglicht. In Shanghai dreht das Elektrogefährt auf einer kleinen Bahn schon seine ersten Testrunden. Soweit ist man bei Heimspieler Byton noch nicht, aber noch in diesem Jahr beginnen die Testfahrten des SUVs M-Byte und das zweite Modell mit den Namen K-Byte ist auch nicht mehr allzu fern. Momentan müssen sich die Besucher der CES Asia noch mit der Studie der Limousine zufriedengeben.

Generell gehen die Chinesen beim autonomen Fahren "all in". Roadstar AI verdingt sich als Datensammler, während CalmCar sich durch seinen innovativen Ansatz des Deep Learnings, was für das Funktionieren der Robo-Autos unerlässlich ist, eine Kooperation mit Nvidia verdient. Beim Start-Up Leap Motor ist der Name Programm. Der ambitionierte Autobauer aus Hangzhou hat schon die Lizenz für die Produktion des Elektromobils LP-S01 erhalten und will mit der elektrischen Plattform "Heracles" (noch so ein bescheidener Name) an die Spitze der Automobilindustrie springen. Die Architektur soll natürlich auch autonomes Fahren beherrschen. Damit das alles klappt, hat Leap Motor schon Partnerschaften mit 38 Firmen, darunter Infineon Technologies und BAK Battery geschlossen.

Apropos BAK: Die zeigen auf der CES Asia ein paar Last Mile Gadget, wie ein Elektro-Fahrrad oder eine Art Stepway. Ansonsten fanden sich nur wenige innovative Gadgets. Ganz amüsant ist noch das elektrische Skatebord, das je nach Gewichtsverlagerung anhält. Auch die Gestensteuerung für das Smartphone ist eine nette Spielerei. Deutlich ernster gehen da Firmen, wie Soling, Dura und Calmcar an die Sache heran. Die tüfteln virtuellen Cockpits und den dazugehörigen Bedienkonzepten. Natürlich darf auf der CES Asia auch eine Firma mit einem deutschen Namen nicht fehlen, schließlich hat das Land der Auto- und Maschinenbauer nach wie vor eine fast magische Anziehungskraft auf die Bewohner des Reichs der Mitte aus: Neusoft Research hat sich der Entwicklung von intelligenten Ladestrategien, autonomen Fahrfunktionen und dem Car Sharing verschrieben. Mit der Digitalisierung des Autofahrens wird der Datenschutz immer wichtiger, darauf bauen die Spezialisten von ir.deto, deren Software cloakware einen Schutz vor Hackern bieten soll.

Traditioneller ist da schon der Ansatz von Singulato, die mit dem 4,90 Meter langen Elektro-SUV Is6 nach Shanghai gekommen sind, sich aber sonst auf ein modernes Infotainment konzentrieren. Immerhin punktet der Crossover mit gegenläufig angeschlagenen Türen und einer Kirmesbeleuchtung am Heck, die dem nachfolgenden Verkehr ein freundliches "I love you" entgegenwirft. Ob das bei dem schnell hupenden hiesigen Autofahrer eine besänftigende Wirkung zeigt, darf zumindest in Frage gestellt werden.

Und sonst? Drängten sich viele Besucher um die neuesten Huawei-Smartphones und natürlich gab es wieder die unvermeidlich niedlichen Roboter zu sehen. Übrigens greifen die Chinesen auch bei den Staubsaug- und Fensterputzrobotern an.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.