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Fahrbericht: Nissan Qashqai 1.3: Leistungsschub

Nissan wertet den Qashqai mit einem neuen Benzinmotor auf. Er leistet wahlweise 140 oder 160 PS.

Nissan Qashqai 1.3

Nissan Qashqai 1.3

Nissan hat seinem Qashqai einen neuen Benzinmotor gegönnt. Der 1,3-Liter Benziner wird in drei Varianten angeboten: mit 103 kW/140 PS und einem maximalen Drehmoment von 240 Nm plus Sechsgang-Handschaltung, sowie mit 118 kW/160 PS, 260 Nm entweder auch mit Handschaltung oder mit einem neuen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Alle Motorisierungen erfüllen dank eines Benzinpartikelfilters die Abgasnorm Euro 6d-Temp und sind an Frontantrieb gekoppelt. Der neue Motor ersetzt das bisherige 1,2-Liter-Aggregat mit 115 PS beziehungsweise den 1,6-Liter-Motor mit 163 PS.

Leistungsschub
Nissan Qashqai 1.3

Nissan Qashqai 1.3

Beim Verbrauch kommen die verschiedenen Leistungsstufen nahezu gleich weg: Die 140-PS-Variante braucht offiziell 5,3 Liter auf 100 Kilometer, der stärkere Motor ebenfalls. In der Realität verwischt sich das je nach Strecke und Fahrweise. Ohnehin steht beim tatsächlichen Verbrauch eher eine Sieben vor dem Komma.

Eines haben die Motorvarianten gemeinsam: Sie sind deutlich leiser. Auch bei höherem Tempo drängen sie sich nicht in den Vordergrund - Wind- und Abrollgeräusche sind da präsenter.

Die Empfehlung geht klar zur 160-PS-Version, egal, ob mit Handschaltung oder mit Doppelkupplungsgetriebe. Die stärkere Motorversion lässt sich deutlich schaltfauler fahren, kommt aus niedrigen Drehzahlen besser in die Gänge. Während man das 140-PS Triebwerk schon ab und an mal mit Gasfuß und Kupplung malträtieren muss, damit sich in Sachen Vorwärtsdrang was tut, ist die 160-PS-Version deutlich lustvoller bei der Arbeit und spricht fixer auf die Befehle des Gaspedals an. Man kann sich viel Schaltarbeit ersparen, etwa beim Beschleunigen aus der Kurve heraus.

Aus dem Stand auf Tempo 100 brauchen die Motoren 10,6, respektive 8,9 Sekunden. Hilfreicher: Die Beschleunigung von 80 auf 100 km/h ist deutlich fixer als bei den Vorgängern. Überholvorgänge werden so schneller und sicherer. Das unterstützt auch die knackige Handschaltung mit ihren kurzen Wegen oder das praktisch ohne Leistungsunterbrechung arbeitende Doppelkupplungsgetriebe.

Nissan hat den Motor im Vergleich zu früheren Benzinern zusammen mit Daimler komplett überarbeitet. Das Einspritzsystem wurde verbessert, die Form des Brennraums, der Turbolader und die Reibung wurde reduziert. Netter Nebeneffekt: Die Service-Intervalle wurden von 20.000 auf 30.000 Kilometer verlängert.

Ansonsten ist der Nissan Qashqai, der erst im vergangenen Jahr ein umfangreiches Facelift bekam, gleich geblieben: Optik, Dimensionen - alles wie gehabt. Die Platzverhältnisse sind ordentlich, Materialien und Verarbeitung stimmen und selbst der Kofferraum ist mit 430 bis 1.598 Liter nicht schlecht.

Bei den Preisen hält sich Nissan weitgehend an das bisherige Gerüst. Der 140-PS-Qashqai ist ab 21.350 Euro zu haben, die 160 PS kosten 2.050 Euro mehr. Und wer Automatik fahren will, ist mit 1.700 Euro dabei.

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