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Fahrrad-Klau Fahrradschlösser bei Warentest – mit dem 30-Euro-Testsieger trotzen Sie den Dieben

Hochwertige Schlösser schrecken Diebe ab (Symbolbild).
Hochwertige Schlösser schrecken Diebe ab (Symbolbild).
© Getty Images
Gegen einfaches Werkzeug schützen viele Schlösser. Und man muss keine Unsummen ausgeben: Einen Testsieger gibt es schon für 30 Euro.

Fahrraddiebstahl ist vor allem in Metropolen eher die Regel als die Ausnahme. Wirklich schützen kann man sich nur durch Wegsperren des Rades, aber auch Fahrradkeller werden aufgebrochen. Doch auch ein gutes Schloss hilft gegen die meisten Diebe. Sie arbeiten mit Werkzeugen bis zur Größe eines gewöhnlichen Bolzenschneiders, den sie noch im Rucksack transportieren können und sie wollen nicht zu viel Zeit investieren. Gegen sie hilft immerhin die Hälfte der 20 Schlösser im Test. Die Prüfer rückten den Kandidaten mit Bolzenschneider, Zugmaschine oder Eisensäge bis zu drei Minuten lang zu Leibe. Der Vollständigkeit muss man aber sagen, dass die Prüfer kein schweres Gerät eingesetzt haben. Benutzen die Diebe eine akkubetriebene Trennscheibe oder eine hydraulische Schere dürfte das Ergebnis anders aussehen.

Welcher Typ passt?

Die 20 Kandidaten gehören zu fünf Typen: Bügelschlösser, Faltschlösser, Kettenschlösser, Rahmenschlösser und Textilmantelschlösser. Bei den Rahmenschlössern im Test ist das eigentliche Schloss, das nur den Reifen blockiert, mit einer einklinkbaren Zusatzkette kombiniert, mit der das Rad angeschlossen werden kann. Unabhängig vom Test ist die Handhabbarkeit eine wichtige Frage: Mit einem starren Rahmenschloss lässt sich ein Rad nicht überall anschließen. Ein Kettenschloss ist viel flexibler. Sein Nachteil: Es kann nicht in einer Halterung am Rahmen transportiert werden.

Problem Schadstoffbelastung

Gleich mehrere Modelle fielen wegen hoher Schadstoffbelastung aus, darunter die aufbruchsichersten Modelle. Beim Kauf kann der Kunde übrigens weder auf "gute" Namen noch hohe Preise vertrauen. Auch Schösser für 139 Euro fallen mit einem mangelhaft durch.

Den Spitzenplatz teilt sich ein Faltschloss mit drei Kettenschlössern. Das Kryptonite Kryptolok 685 lässt sich falten und kostet nur 50 Euro. Die Kettenschlösser Kryptonite New York Chain 1210 für 80 Euro und das Axa Newton Promoto+ 4 für 64 Euro bekommen die gleiche Note. Ebenso das Decathlon B‘Twin 900 Chain L. Mit nur 30 Euro ist es der Preis-Leistungs-Sieger und eine klare Kaufempfehlung.

Fahrradfahren ohne Kette könnte bald Realität werden.

Erhebliches Gewicht

Die Schlösser im Test sind keine Leichtgewichte, sie kommen auf bis zu vier Kilogramm. Für Besitzer sportlicher Räder ist das bitter. Beim Rad werden tausend Euro und mehr ausgegeben, um ein Kilogramm Gewicht einzusparen, und dann kommt so ein Schloss hinzu. Wer auf Nummer sicher gehen will, möge zwei Schlösser benutzen, raten die Warentester. Der Mehraufwand würde Diebe sicher abschrecken. Dann ist man allerdings schon bei acht Kilogramm Zusatzgewicht.

Auch muss man darauf achten, wo das Rad gesichert wird. Auch der härteste Stahl des Schlosses nutzt wenig, wenn der Zaun einfach aufgeschnitten werden kann.

Den ganzen Test können Sie gegen Gebühr hier nachlesen.

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