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Kampagne #nonefortheroad: Im Großraum Manchester kommen Autofahrer mit Alkohol im Blut nun öffentlich an den Pranger

Mit dem heutigen Datum startet eine Kampagne der Greater Manchester Police, die auf die Konsequenzen betrunkener Autofahrer hinweist: Mehr als 200 Tote pro Jahr sind nur ein Teil davon. Wen Führerscheinentzug und möglicher Jobverlust nicht abschrecken, den soll die namentliche Nennung in den sozialen Medien zur Vernunft bringen.

Eine Frau sitzt am Steuer eines Autos und trinkt Alkohol

Egal ob Jungesell(inn)enabschied oder nur eine laue Sommernacht: Briten sollen ihr Auto stehen lassen, wenn sie Alkohol trinken (Symbolbild)

Getty Images

In Großbritannien sagt man "One for the road", wenn man in einer Kneipe oder bei einer Feier mit seinem letzten (oder vorletzten) Getränk anstößt – "eins für den Weg". Auf diesem Ritual fußt eine Kampagner der Greater Manchester Police, die heute startet und über zwei Wochen andauert: #nonefortheroad soll die Briten und Britinnen dazu anhalten, nach dem Konsum von Alkohol auf keinen Fall mehr Auto zu fahren. Durch mehr Razzien und härteres Durchgreifen sollen Briten abgeschreckt werden und schon im Vorfeld organisieren, wie sie heil wieder nach Hause kommen.

Es müssen nicht immer große Feiern sein, bei denen man Alkohol trinkt. Laut den Erfahrungen der Polizei verführt schon eine laue Sommernacht dazu, sich nach dem Genuss von Alkohol noch hinters Steuer zu setzen. Deswegen erweitert sie auch die Strafen mit einem "name and shame" in den sozialen Medien: öffentliches Anprangern als weitere Abschreckung.

Today marks the start of a national campaign led by the NPCC to tackle drink and drug drivers. Over the next two weeks...

Gepostet von Greater Manchester Police am Montag, 24. Juni 2019

Verschärfte Kontrollen vom 24. Juni bis 8. Juli

Die letzte Kampagne, die sich an Menschen richtet, die auch nach Alkohol- und Drogengenuss noch fahren, hat die Great Manchester Police erst im vergangenen Winter gestartet: pünktlich zu Weihnachten. Damals sind 228 Menschen verhaftet worden – nach 1867 durchgeführten Atem- und Drogenkontrollen.

Die Polizei führt noch einmal vor Augen, was den erwischten Fahrern droht: eine Vorstrafe, mindestens ein Jahr Führerscheinentzug, höhere Versicherungskosten, ein Vermerk im Führerschein für elf Jahre und die Möglichkeit des Jobverlusts. Der Polizeichef kündigte an, keinerlei Ausnahmen zu machen, wenn ein alkoholisierter oder unter Drogen stehender Fahrer angehalten wird. "Schon die kleinste Menge an Alkohol oder Drogen kann die Sicht und die Reaktionsgeschweindigkeit dramatisch beeinflussen", zitiert die "Manchester Evening News" den Polizeichef.

Ferner werden Menschen aufgerufen, Leute bei der Polizei zu melden, bei denen der Verdacht besteht, dass sie sich alkoholisiert ans Steuer setzen. Schließlichgehe es nicht nur um die Sicherheit der Fahrer, sondern auch aller anderen Menschen im Straßenverkehr.

Quellen: "Manchester Evening News", Facebook

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