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Hunde im heißen Auto: Geständnis unter Tränen: "Meine Nachlässigkeit hat meine geliebten Hunde getötet"

Jonathan Theobold verlor drei Hunde, weil er sie zu lange im heißen Auto warten ließ. Unter Tränen bittet er andere, vorsichtiger als er zu sein.

Nach dem Tod seiner Tiere ist Jonathan Theobold ein gebrochener Mann.

Nach dem Tod seiner Tiere ist Jonathan Theobold ein gebrochener Mann.

Jonathan Theobold dachte sich nichts dabei, als er seine drei Hunde in seinem großen VW-Bus ließ. Er wollte zum Sport, aber es war bewölkt, die Hunde hatten viel Platz im Auto. Was sollte da schon passieren?  Als er nach fünf Stunden wiederkam, waren Rascal und Mitch schon tot und Daisy kämpfte um ihr Leben. Der Wagen hatte sich trotz des trüben Wetters auf über 40 Grad aufgeheizt, auf Dauer konnten die Hunde die Temperatur nicht ertragen. Daisy starb kurz drauf, in den Armen des verzweifelten 66-Jährigen.

Für die "Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (Königliche Gesellschaft zur Verhinderung von Grausamkeit an Tieren)" trat Jonathan Theobold nun vor die Kamera, um zu erzählen wie schnell Tiere in einem Auto den Tod finden. Das Video gehört zu Kampagne "Hunde sterben in heißen Autos" der Royal Society.

Daisy musste man längsten leiden.

Daisy musste man längsten leiden.

"Ich hab alles falsch gemacht", sagt Theobold mit Tränen in den Augen. "Ich habe das Wetter ganz falsch eingeschätzt." Er war viel zu lange weg, da gäbe es nichts zu beschönigen.

"Als ich den Wagen aufmachte, sah ich sofort, dass zwei Hunde schon tot waren. Daisy war benommen und konnte nicht stehen. Ich habe sie alle rausgeholt." 30 Minuten lang versuchte er verzweifelt seine Hündin Daisy zu retten.

"Daisy war die Jüngste. Wir hatten sie am längsten, etwa elf Jahre lang. Sie war die Letzte, sie musste am meisten leiden. Es ist schrecklich, daran zu denken."

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Wussten Sie, dass sich ein Auto bei nur 22 Grad Außentemperatur in einer Stunde auf fast 50 Grad erwärmen kann?

Jonathan Theobold plädierte auf "schuldig"

In seinem Gerichtsverfahren im September des letzten Jahres plädierte er auf schuldig und wurde zu einer Haftstrafe von 18 Wochen auf Bewährung verurteilt. Zehn Jahre lang darf er keine Tiere halten. Außerdem hat er 1900 Pfund Strafe gezahlt.

"Ich wurde verurteilt. Ich darf keine Hunde mehr halten und es gab sehr viel Hass in der Öffentlichkeit. Aber das streut nur Salz in meine Wunden", erzählt Theobold in dem Video-Clip. "Ich sage nicht, dass ich es nicht verdiene. Aber mein größter Schmerz bleibt, dass ich meine Hunde auf diese Weise verloren habe." Nachts könne er nicht schlafen. "Unser Haus fühlt sich so schrecklich verlassen an. Wir haben keine Hunde mehr und das ist allein meine Schuld. Meine Nachlässigkeit hat meine geliebten Hunde getötet."

Justin Stubbs von RSPCA erklärt: "Unglücklicherweise glauben viele Leute, es sei ganz okay, die Tiere stundenlang im Auto zu lassen, während sie Sport machen, zu einer Verabredung gehen oder beim Einkaufen sind." Das Problem: Auch wenn es gar nicht besonders warm ist, kann ein Wagen sich durch die Sonneneinstrahlung schnell aufheizen. Bei einer Außentemperatur von nur 22 Grad erwärmt sich ein Fahrzeug innerhalb von nur einer Stunde auf 47 Grad.

Plötzliche Erwärmung

"Ich hoffe, dass diese Leute endlich verstehen, wie gefährlich es ist, einen Hund an einem warmen Tag im Auto zu lassen. Keiner von ihnen rechnet damit, dass so etwas passieren könnte."

Und es passiert doch, in Tausenden von Fällen in jedem Jahr. Theobald: "Was soll ich euch raten? Sei einfach sehr vorsichtig. Das Wetter kann sich schnell ändern, dann wird ein Auto zur Todesfalle. Ich musste das auf die schlimme Tour lernen."

kra

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