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Ice Pickup-Truck: Kaltes Meisterstück

Die Eis-Skulptur-Experten von Iceculture aus dem kanadischen Ontario haben einen Pickup-Truck mit einem Chassis aus Eis geformt. Das Beste: Das Vehikel fährt.

Japanische und amerikanische Eis-Skulpturen sind berühmt für Ihre Detailversessenheit. Doch ein Auto, das auch noch fährt, haben selbst die kreativen Meister aus beiden Erdteilen noch nicht schaffen können. Dieses Kunststück hat jetzt die kanadische Firma Iceculture umgesetzt. Wie der Name schon suggeriert, sind die Meißel- und Abschab-Virtuosen aus Hensall im kanadischen Bundesstaat Ontario Experten, wenn es darum geht, Formen aus gefrorenem Wasser zu kreieren. Neben verschiedenen Figuren, Gebäuden, wie dem berühmten Disney-Schloss, das 2012 auf dem New Yorker Times Square ausgestellt wurde, haben die Kanadier auch schon eiskalte Autos aus dem kalten Material geschaffen - einem Mini Cooper, einen Chevrolet Camaro und Toyota Corolla. Alle Fahrzeuge mit einem detailgetreuen Interieur.

Doch ein Eis-Auto, das auch noch fährt, das war selbst für die Männer von Iceculture Neuland. Die Initiative kam von einem kanadischen Auto-Batterie-Hersteller, der beweisen wollte, dass seine Akkus auch noch bei minus 40 Grad Celsius funktionieren. Als Modell wurde ein 2005er Chevy Silverado auserkoren. Doch die Umsetzung war alles andere als einfach. Die Männer von Hensall entkleideten zunächst den Silverado bis auf das Gerippe und benutzten gigantische Eisblöcke, um die Karosserie nachzubauen. Das Problem: die Eis-Karosserie wog gut 6,3 Tonnen. Also musste das Chassis des Silverado dementsprechend verstärkt werden. Außerdem musste der Rohbau des Pickup-Trucks komplett rostfrei sein.

Durch die extreme Versteifung des Rohbaus wurde gleich ein weiteres Problem gelöst: Ohne Bewegung des Unterbaus brach das Eis auch nicht, wenn das Gefährt über Bodenunebenheiten rollte. Damit man auch das Innenleben des Eis-Pickups bewundern konnte, entfernten die Experten alle Lufteinschlüsse, die man sonst im Eis findet, und sorgten so für den perfekten Durchblick.

Und was ist mit dem Motor: Der musste durfte keine Wärme abgeben, die das Eis zum Schmelzen hätte bringen können. Deswegen ersannen sie ein spezielles Kühlmittel, das die Hitze-Entwicklung des Triebwerks genug unterband, dass der Eis-Chevy auf seine Rekordfahrt gehen konnte. Die fand dann auch statt und der Eis-Silverado legte rund 1,6 Kilometer mit einer Geschwindigkeit von rund 20 km/h zurück. Jetzt soll das Gefährt in das Guiness-Buch der Rekorde eingetragen werden.

Im Innenraum wimmelt es nur von bemerkenswerten Details: Angefangen vom Erfrischungsbaum, der vom Spiegel baumelt bis hin zu Schaltern und Türgriffen. Nur eines konnten selbst die Iceculture-Experten nicht realisieren, und das sind beheizbare Vordersitze.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.