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Kia Pro Ceed 1.6 T-GDI GT: Neue Wege

Kia will die Kompaktklasse aufmischen - und zwar so richtig. Der neue Ceed kommt daher nach Vorbild der Mercedes A-Klasse nicht nur als Schrägheckversion und Kombi, sondern auch als SUV und Shooting Brake. Eine erste Ausfahrt zeigt, dass dieses Experiment klappen könnte.

Kia Pro Ceed 1.6 T-GDI - über 220 km/h Spitze

Kia Pro Ceed 1.6 T-GDI - über 220 km/h Spitze

Der Hyundai-Konzern hat sich für die kommenden Jahre viel vorgenommen. Insbesondere der sportlich-emotional positionierten Marke Kia kommt im Konzernterzett eine elementare Bedeutung zu, denn allein die Verkaufszahlen des Ceed sollen sich in den kommenden Jahren auf rund 200.000 Fahrzeuge pro Jahr verdreifachen. Dreh- und Angelpunkt im Hause Kia ist zukünftig der Ceed, ein mittlerweile längst etabliertes Modell der europäischen Kompaktklasse, das es selbst mit der Premiumkonkurrenz locker aufnehmen kann. Der Golf-Konkurrent Ceed wird zukünftig zur Familie ausgerollt. Wie schon der Mercedes CLA ist erstmals auch der Ceed als Shooting-Brake-Variante im Programm. Seine Weltpremiere feiert die Pro Ceed getaufte Mischung aus Coupé und Kombi erst auf dem Autosalon Anfang Oktober in Paris. Auf der Straße zeigt sich die 204 PS starke Topversion bei ersten Testfahrten ausgewogen und stimmig.

Neue Wege
Kia Pro Ceed 1.6 T-GDI - über 220 km/h Spitze

Kia Pro Ceed 1.6 T-GDI - über 220 km/h Spitze

"Mit drei Türen sind wir am Ende", erklärt Alper Celik als Marketingleiter von Kia den geringen Verkaufsanteil von gerade einmal sieben Prozent, "wir behalten jedoch den Namen Pro Ceed, weil er die Gene des neuen Modells trifft und die emotionale Ästhetik mit dem Fahrverhalten verbindet." Der 4,61 Meter lange Kia Pro Ceed will nicht allein mit seinem sehenswerten Äußeren punkten, denn der Längenzuwachs von 29 Zentimetern im Vergleich zum Vorgänger ist nicht nur gut für die Optik, sondern bringt auch ein nennenswertes Plus im Innenraum. Davon profitieren nicht nur die Insassen, sondern auch der Laderaum, der mit 594 Litern auf üppigem Kombiniveau liegt und damit rund 100 Liter mehr als der Mercedes CLA Shooting Brake bietet. Dabei lässt sich die Rückbank nicht nur im Verhältnis 40:20:40 geteilt umlegen; auch die zahlreichen Zurrösen sorgen für ideale Transportmöglichkeiten. Das Platzangebot vorne ist gut und auch hinten lässt sich es durch den im Vergleich zu den anderen Ceed-Modellen unveränderten Radstand (2,65 Meter) bequem sitzen - vorausgesetzt, man ist nicht größer als 1,80 Meter, denn dann macht einem die im Vergleich zum Sportwagon um 4,3 Zentimeter abgesenkte Dachlinie einen Strich durch die Frisur.

Wem die Pro-Ceed-Versionen mit 1,0 und 1,4 Litern mit ihren 120 bzw. 140 PS zu schlapp sind und wer keine Lust auf den 136 PS starken Diesel hat, der dürfte sich gerade in Verbindung mit der Shooting-Brake-Karosserie für die Topversion des 1.6 T-GDI mit 150 kW / 204 PS erwärmen können, dessen maximales Drehmoment von 265 Nm für engagierten Tatendrang sorgt. Der aufgeladene Vierzylinder hängt direkt am Gas, obwohl der koreanische Fronttriebler nicht nur durch seine mäßige Akustik den überschaubaren Hubraum nicht überspielen kann. Wahlweise gibt es das Topmodell mit einer Sechsgang-Handschaltung oder einem gut abgestimmten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das die Gangwechsel dezent im Hintergrund vollzieht. Ab 1.800 U/min dreht der Vierzylinder mit Direkteinspritzung willig hoch und beschleunigt kraftvoll bis jenseits der 200er-Marke. Einmal mehr hat das Entwicklungsteam rund um den ehemaligen BMW-Mann Albert Biermann gerade bei der Fahrwerksentwicklung einen guten Job gemacht, denn der Pro Ceed fährt sich mit seinen McPherson-Federbeinen vorn und einer Mehrlenkeranse gerade mit dem serienmäßigen 18-Zoll-Radsatz der GT-Version noch straffer und direkter, als man es vom normalen Ceed kennt. Insbesondere die Lenkung hat ihre labile Leichtigkeit der vergangenen Jahre verloren, sondern lässt sich gut und präzise dosieren.

Zu den Preisen hat sich Kia bisher nicht geäußert, jedoch dürften diese rund 1.000 Euro über den Preisen des Ceed Sportswagon liegen, der bei 16.990 Euro beginnt. Europäischer Marktstart ist im ersten Quartal kommenden Jahres. Sieben Jahre Herstellergarantie bis maximal 150.000 Kilometer machen das Ganze gewohnt interessant. Komfort- und Sicherheitsausstattungen entsprechen weitgehend den anderen Versionen des Kia Ceed.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.