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Trend in Marseille: Kinder werfen E-Scooter in Hafenbecken – giftige Akkus werden zur Gefahr für die Umwelt

In der französischen Stadt Marseille hat sich ein gefährlicher Trend entwickelt: Jugendliche werfen E-Scooter in das Hafenbecken. Dieser Spaß ist allerdings überhaupt nicht lustig, denn die Akkus der Roller sind extrem giftig. Freiwillige helfen bei den Aufräumarbeiten.

Ein Mann steht auf einem Boot und zieht einen E-Roller aus dem Wasser

Ein Mann steht auf einem Boot und zieht einen E-Roller aus dem Wasser

AFP

In Marseille sind E-Scooter schon länger als in Deutschland auf den Straßen unterwegs. Nun ist die Stadt mit einem wachsenden Problem konfrontiert: Jugendliche werfen die Roller aus Spaß in das Hafenbecken. Dieser Spaß ist allerdings überhaupt nicht lustig, denn die Akkus sind hochgiftig und belasten die Umwelt. Deswegen helfen nun Freiwillige, die elektrischen Roller aus dem Wasser zu fischen.

Der Manager der Firma Lime, die E-Scooter zum Ausleihen bereit stellt, bestätigte der Lokalzeitung "France Bleu Provence": "Das Spiel besteht darin, Roller zu nehmen und ins Meer zu werfen." Es soll sich vor allem um Kinder zwischen acht und zehn Jahren handeln, die älteren Täter seien 14 Jahre alt. Das Unternehmen entschied sich daher, Maßnahmen gegen den Trend zu ergreifen. Die E-Scooter können nun nicht mehr in der Nähe des Wassers abgestellt werden. 

Ein Taucher birgt einen Roller aus dem Wasser

Ein Taucher birgt einen Roller aus dem Wasser

AFP

In Deutschland werden die E-Scooter zunehmend zu einem Problem

Bisher gab es noch keine Vorfälle von absichtlich versenkte Rollern in Deutschland. Doch seit die Roller auch in deutschen Städten verfügbar sind, wird immer wieder auf die Sicherheitsprobleme hingewiesen. Innerhalb kurzer Zeit kam es zu mehreren schweren Unfällen, teilweise mit tödlichen Folgen. Außerdem wird kritisiert, dass die abgestellten Scooter Bürgersteige und Fahrwege versperrten. 

Quelle"France Bleu Provence"

fis
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