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Pebble Beach 2016: Oldtimer-Fest in Monterey - Der Jahrmarkt der Auto-Eitelkeiten

Die Monterey Autoweek entführt zehntausende von Autobegeisterten jedes Jahr in eine Parallelwelt. Derart viel Reichtum, Chic, Eleganz, Schein und zur Schau getragene Lässigkeit gibt es sonsz nirgends auf dem Planeten. 

Ferrari 250 GT SWB Berlinetta Compezione 1960

Ferrari 250 GT SWB Berlinetta Compezione 1960

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Na endlich!

Im Rahmen der Autoweek finden im Triangel Monterey, Pebble Beach und der Rennstrecke von Laguna Seca die exklusivsten Oldtimerevents der Welt statt. Es ist ein automobiler Jahrmarkt der Eitelkeiten, der spektakulärer kaum sein könnte. Exklusive Partys hier, geschlossene Closed-Room-Events mit Ausblicken auf die Neuheiten von morgen da und dazwischen noch eine kleine Golfrunde auf einem der sieben Plätze von Pebble Beach.

Was für ein Programm: Da sind beim Concours de Lemons die abgefahrensten Schrottkisten zu bestaunen, während sich bei The Quail die Schönsten der Reichsten bestens behütet bei Champagner und Luxus-Modellen in der kalifornischen Sonne aalen. Die Eintrittskarten sind streng limitiert und kosten 600 Dollar pro Stück. Die Besucher parken mit mit Luxuskarossen auf den peinlichst gepflegten Grüns der Golfbahnen als es ob es zum Wochenendeinkauf in den Aldi ginge.

Wo könnte die Weltpremiere des spektakulär restaurierten BMW 507 von Elvis Presley besser stattfinden als in Pebble Beach? Wo sonst als bei RM Auctions wird der 1955er Jaguar D-Type als Le Mans Sieger zum teuersten je versteigerten Auto aus Großbritannien? Mit 19,8 Millionen Dollar blieb er nach bisweilen zähen Versteigerungsverlauf jedoch knapp unter den erwarteten 20 bis 25 Millionen. "Bei so einem Auto gibt es unter den 1.000 Besuchern der Versteigerung vielleicht fünf oder sechs Interessenten", erläutert Alain Squindo, Chief Operating Officer beim exklusiven Auktionshaus RM Sotheby's.

Noch spektakulärer: die 1962er Shelby 260 Cobra mit der Fahrgestellnummer CSX 2000, der bei RM Sothebys letztlich stattliche 12,5 Millionen Dollar brachte. "Alle fragen sich, wohin die Preise gehen", ergänzt Alain Squindo, "doch aus unserer Sicht bleiben diese sehr stabil."

Der Glanz der filigran restaurierten und oft jahrelang vorbereiteten Klassiker vergangener Jahrzehnte hat dabei bisweilen Mühe, die spektakulären Studien und Einzelstücke zu überstrahlen, die von den Autoherstellern auf sattgrünen Wiesen und illuminierten Podesten nicht weniger imposant in Szene gesetzt werden. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.