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So fährt sich der Jaguar I-Pace eTrophy: Schneekanone

Genau 400 PS und knapp unter zwei Tonnen schwer - der Tanz mit Jaguars Rennsportserien-Rakete I-Pace eTrophy auf Lapplands Eisseen bereitet Spaß pur und beantwortet viele Fragen.

Der Antriebsstrang stammt vom Straßen-I-Pace

Der Antriebsstrang stammt vom Straßen-I-Pace

Imposant sieht er aus, Jaguars Elektrorenner. Mächtiger Heckflügel, Rennkäfig und Schalensitze. Gut, das haben viele Tuningeimer selbsternannter Pimp-My-Ride-Artisten auch. Aber das hier ist ein echter Elektrorennwagen. Moment mal. Elektro und Rennwagen? Das klingt doch eher nach einem Dynamik-Paradoxon und einer Amateurveranstaltung, als nach Agilität und Herauskitzeln der letzten Zehntelsekunden. Diese spöttischen Gedanken sollten uns schon bald vergehen - so viel sei jetzt schon verraten.

Schneekanone
Der Antriebsstrang stammt vom Straßen-I-Pace

Der Antriebsstrang stammt vom Straßen-I-Pace

Schon das Einsteigen, besser das Einschlängeln in den Schalensitz des Jaguar I-Pace eTrophy macht klar: Das hier ist kein Altherrenbeschleuniger. Das Cockpit des Jaguar I-Pace eTrophy entspricht dem eines traditionellen Rennwagens: FIA-Schutzkäfig, ein mit Drehknöpfen übersätes Lenkrad und eine mit Druckknöpfen übersäte Mittelkonsole, die jedem Raumschiff gut zu Gesicht stehen würde. Spätestens als uns die Renngurte in die Sitzschale pressen, ist klar, dass es mit der Lästerei vorbei ist. Das leichte Antippen des Gaspedals vertreibt die letzten "Das ist eine lockere Sache"-Gedanken.

Der Wumms kommt nach wie vor unerwartet und brutal. Auch wenn man mittlerweile um die Sprintstärke eines Elektrofahrzeuges weiß. Doch zum Sinnieren bleibt wenig Zeit, jetzt geht es um die Kurven. Einschlagen, leichtes Streicheln des Bremspedals und schon hat die Vorderachse Traktion und dann rauf aufs Gas. Jetzt regt sich das Heck des Jaguar I-Pace eTrophy und macht mit einem Schwenk unmissverständlich klar, dass es an dem Schneewalzer auf dem zugefrorenen Eissee teilzunehmen gedenkt. Schon nach wenigen Metern merkt man: Der Athletenstromer lässt keine Zweifel offen, was seine Intention ist. Er ist direkt, ehrlich aber auch kompromisslos. Schließlich hat Jaguars "Special Vehicle Operations"-Abteilung, das Fahrwerk des Serien I-Pace mit Öhlins-Dämpfern und Eibach-Federn nachgeschärft. Gerade an der Vorderachse hilft die gnadenlose Härte (plus 225 Prozent) beim Einlenken.

Jetzt kommt der Konter. Gegenlenken und ohne Rücksicht auf Verluste auf dem Gas bleiben. Wie an einem Strick fixiert, driftet der -Pace eTrophy um die Ecken. Da hilft auch die 48:52 leicht hecklastige Kraftverteilung des Allradantriebs. Wer eine extra Portion Hinterteilspaß und mehr Übersteuern will, dreht an einem der Rädchen des Volants und erhöht die Verteilung auf 40:60. Bloß gut, dass es auf den Eisrennstrecken keine Leitplanken gibt. Da kann man solche Stunts locker durchziehen. Doch bei den rasanten Richtungswechseln lässt sich auch eine Untersteuerneigung des Elektroboliden nicht verleugnen. Zwar hat Jaguar rund 225 Kilogramm aus dem Auto geschmissen, aber mit 1.965 Kilogramm Gewicht ist die Rennsportversion des Elektro-Crossovers immer noch kein Leichtgewicht. Schließlich befinden sich die Serienkomponenten des I-Pace-Antriebsstrangs mit 294 kW / 400 PS an Bord. Also auch die mächtigen 90 Kilowattstunden Akkus, die alleine gut 600 Kilogramm des Ballasts ausmachen, aber immerhin für einen niedrigen Schwerpunkt sorgen.

Ganz umsonst ist die Diät natürlich nicht: Neben der deutlich verbesserten Behändigkeit flitzt der Renn-I-Pace in 4,5 Sekunden von null auf 100km/h - das ist 0,3 Sekunden schneller, als die Straßenversion. Allerdings ist nach wie vor bei 200 km/h Schluss. Ein paar kleine Eigenarten seien dem Elektro-Flitzer durchaus gegönnt und machen den Eiswalzer sogar leichter: Schaltpaddel sucht man vergebens und auch der derbe Motorenklang eines konventionellen Automobilathleten fehlt.

Techniker Jack Lambert strahlt über das ganze Gesicht, als er das breite Grinsen des Fahrers sieht. "Das Auto ist mein Baby und ich freue mich, wenn jemand Spaß damit hat!". Auf die Frage, was denn die größte Herausforderung bei der Transformation eines Straßenautos in einen Rennwagen war, lautet die Antwort: "Das Auto zu kühlen. Schließlich wird es auf der Rennstrecke ganz anders bewegt, als im Alltagsverkehr." Das Thema Kühlung ist im Polarkreis bei Minus 25 Grad -um die Mittagszeit, wohlgemerkt - kein Thema. Kitzelig ist dann schon eher das Thema Ladung. Bei diesen arktischen Temperaturen entleert sich die Batterie besonders fix. Außerdem: Die schnell beschlagende und zufrierende Windschutzscheibe, die immer wieder mit externer Energie enteist werden muss. Klimaanlage gibt es ja keine.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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