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Tiny House: Dieser Schiffscontainer wurde in ein edles Häuschen für zwei Personen verwandelt

Gästehaus oder Wochenendhaus – dieses Tiny House hat nur wenige Quadratmeter Wohnfläche, sieht dafür aber toll aus. In der Wildnis kann es sich autark versorgen.

Der Container wird bei "True Studio" unsichtbar.

Der Container wird bei "True Studio" unsichtbar.

Mit 15 Quadratmetern Bodenfläche ist das "True Studio" ein echtes Tiny House und folgt dabei nicht dem Trend, möglichst viel Wohnraum irgendwie transportabel zu machen. Hinzu kommt eine weitere Besonderheit: "True Studio" baut nicht auf einem Trailer auf und besitzt daher keine Reifen, auch kann es nicht am Haken gezogen werden.

Container als Basis für Tiny House

Die Basis von "True Studio" ist ein schnöder Schiffscontainer. Herausgekommen ist ein wirkliches kleines Häuschen, das weniger als Erstwohnsitz dienen soll. Dafür kann es als Laube oder Wochenendhütte an landschaftlich schönen Orten aufgestellt werden, an denen man eventuell keine festen Bauten errichten darf. Eine Variante ist explizit als Airbnb-Angebot konzipiert.

Leben an idyllischen Orten 

Dazu passt, dass das Häuschen so ausgerüstet werden kann, dass ein autonomes Leben ohne den Anschluss an Versorgungsleitungen möglich ist. Der Container führt dazu, dass "True Studio" nur eine Ebene besitzt. Die Raumvergrößerung vieler Tiny Houses durch ein "halbes" Geschoss im Spitzdach in dem die Betten stehen, gibt es hier nicht. Der größte Teil des 15 Quadratmeter großen Innenraumes wird von einem kombinierten Wohn- und Schlafbereich eingenommen. Dort gibt es ein Doppelbett und etwas Stauraum außerdem eine Küche mit einem ausgewachsenen Backofen und einem Vier-Flammen-Herd, eine Spüle und einen Kühlschrank. Selbst ein Esstisch mit zwei Sitzplätzen ist in der Nähe. Außerdem findet man den Komfort eines kleinen Bades mit Dusche, Waschbecken und Toilette.

Die tollen Details sehen Sie in der Fotostrecke oben.

"True Studio" setzt kein Komposit-WC ein, sondern eine Toilette, die den Abfall zu Asche verbrennt. Standardmäßig hat das Tiny House einen Stromanschluss, man kann es aber auch mit einem Solarmodul ausstatten. Optional sind ein sprachgesteuertes Smart Home System, Regenwassersammlung, zusätzliches Deck, Außendusche und Fußbodenheizung erhältlich.

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Edle Schale, geschmackvoller Innenraum

Dem Konzept eines Ferienhauses gemäß öffnet sich der Container seitlich zur Landschaft, denn im Urlaub lebt man mehr außerhalb des Hauses, als innerhalb der 15 Quadratmeter.

Beeindruckend ist, wie die Firma Modern Dwellings aus Oregon den Container gestaltet hat. Von außen ist er kaum noch als solcher zu erkennen. Das Stahlgehäuse kann mit verschiedenen Materialen beplankt werden, um den Container wird so eine Hülle  gezogen. Im Innenraum ist gar kein Stahl zu sehen, er wird von geschmackvoll zusammengestellten Hölzern dominiert. Sehr edel wirkt auch der in den Container hinein versetzte Eingangsbereich – so sieht das Haus nicht mehr wie ein Schuhkarton aus.

Nicht für Vagabunden gedacht

Im Prinzip könnte man den Container auf einen speziellen Anhänger stellen, den man in den USA mit einem schweren Pick-up bewegen könnte. "True Studio" ist aber weniger für Nomaden auf permanenter Wanderschaft ausgerichtet, sondern soll einige Zeit an einem Ort stehen. Dann kann das Tiny House von jeder Spedition geliefert werden. Die stabile Containerbasis macht es sogar möglich, das Häuschen einfach mit einem Kran an einer unzugänglichen Stelle abzusetzen. An ganz abgelegenen Orten ist, ließe sich ein Container sogar von einem Hubschrauber absetzen.

Wie alle Tiny Houses ist auch "True Studio" nicht gerade billig: Die Basisversion soll 55.000 US-Dollar kosten.

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