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TÜV-Report 2015: Mercedes schneidet überragend ab, aber auch Japaner sind stark

Beim TÜV-Report des Jahres 2015 belegen deutsche Fahrzeuge die ersten Plätze beim ersten TÜV-Termin - bei älteren Autos dominieren die Japaner. Am schlechtesten schnitten mal wieder Modelle von Fiat, Renault / Dacia und Citroen ab.

Mit Wagen wie der B-KLasse dominiert Mercedes den TÜV-Report.

Mit Wagen wie der B-KLasse dominiert Mercedes den TÜV-Report.

Wenn der TÜV seinen alljährlichen TÜV Report veröffentlicht, zittern die Führungsetagen Autohersteller, geben die Prüfungen zur Zwei-Jahres-Plakette doch einen überaus genauen Informationsstand über die Qualität einzelner Modelle. Mehr denn je freuen kann sich in diesem Jahr Mercedes. Die Schwaben holen sich mit einer Mängelquote von 2,8 Prozent nicht nur die Goldmedaille für die Mercedes B-Klasse ab, sondern belegen auch mit ihren Modellen GLK (2,9 Prozent), dem Roadster SLK (3,1 Prozent) und der ML-Klasse (3,6 Prozent) die ersten vier Plätze. Unter den zehn Fahrzeugen mit den wenigsten Mängeln sind allein sechs Mercedes, ergänzt von Porsche, Audi und Toyota. Der Audi A6 hat bei der ersten Hauptuntersuchung durchschnittlich bereits 80.000 Kilometer auf dem Tacho. Die M- und GL-Klasse von Mercedes debütiert mit 61.000 Kilometern, der Audi Q5 mit 60.000 Kilometern und die Mercedes C-Klasse mit 58.000 Kilometern.

Mercedes vorn - Japaner stark
TÜV Report 2015

TÜV Report 2015

Bei den Fahrzeugen in der Kategorie bis fünf Jahre sieht das Bild mit leicht erhöhten Mängelquoten etwas anders aus. Hier liegt der Audi A1 vor dem BMW Z4 und dem Audi Q5. Auf den weiteren Plätzen folgen BMW X1 / 5er, Porsche 911, Audi TT, sowie Opel Meriva, Mercedes GLK und Mazda 2 / 3. Bei den Fahrzeugen mit einem Alter von mehr als sieben Jahren geht am Porsche 911 kein Weg mehr vorbei. Er liegt mit einer Mängelquote von 8,9 Prozent vor dem Toyota Prius (9,6 Prozent) und dem VW Golf Plus mit 10,3 Prozent.

Fast das gleiche Bild nach acht bis neun Jahren: auf Platz ein mit 11,7 Prozent der Porsche 911, gefolgt von Toyota Prius (13,1 Prozent) und Mazda MX-5 mit einer Quote von 15,1 Prozent bei den erheblichen Mängeln.

Toyota Prius glänzt

In beiden Altersklassen hat der hybride Prius gegenüber dem Sportwagen 911 bei der Laufleistung die Nase vorn: nach sechs bis sieben Jahren 89.000 gegenüber 56.000 Kilometern. Nach acht bis neun Jahren hat sich dieser Abstand noch vergrößert: Toyota Prius 108.000 Kilometer versus 67.000 Kilometer beim Porsche 911. Der Toyota Verso landet bei den Zehn- bis Elfjährigen auf Platz zwei, hinter dem Porsche 911. Den dritten Platz belegt der Toyota RAV 4. Auch hier fällt der große Unterschied bei den Laufleistungen auf: Während der Toyota Verso 123.000 und der Toyota RAV 4 113.000 Kilometer auf dem Buckel haben, war Altersklassensieger Porsche 911 durchschnittlich 86.000 Kilometer unterwegs.

Im Alter dominieren die Japaner

Je älter das Auto, umso mehr Qualität bringen die Japaner ins Feld und die deutschen Hersteller sacken abgesehen vom Porsche 911 ins Mittelfeld. Denn bei den Fahrzeugen älter als neun Jahre befinden sich mit dem Porsche 911, dem Mercedes SLK und dem VW Golf Plus nur noch drei deutsche Hersteller unter den ersten zehn Fahrzeugen. Die breite Masse kommt von Toyota (Prius, Corolla Verso, RAV4, Yaris) und Mazda (MX-5, 2).

Die TÜV-Versager

Bei den Mängelkönigen gab es nach Jahren der Dacia-Dominanz einen Wachwechsel. Bereits nach drei Jahren hat der mittlerweile vom Markt genommene Chevrolet Spark mit 14,6 Prozent bei durchschnittlich 31.000 Kilometern die höchste Mängelquote. Er löst die jahrelange Dauerschlussleuchte Dacia Logan ab, der sich in diesem Jahr erstmals verbessert - um deutliche 2,9 Prozentpunkte auf den sechstletzten Platz (12,8 Prozent). Auf dem vorletzten Platz: der Fiat 500 (14,1 Prozent), Drittletzter: der Fiat Punto mit 13,3 Prozent. Die Rote Laterne bei den Zehn- bis Elfjährigen trägt der Fiat Stilo mit 44 Prozent.


Nur wenig besser schneidet Vorjahresschlusslicht M-Klasse von Mercedes (W163) mit einer Mängelquote von 43,7 Prozent ab. Ähnlich sieht es nach elf Jahren auch beim VW Sharan und Ford Galaxy aus. Je älter das Auto, umso schlechter schneiden Auto von Citroen (Berlingo, C4), Renault (Kangoo, Twingo, Laguna, Megane) und Fiat (Stilo, Bravo) ab. Ebenfalls schwach bei den TÜV-Prüfungen der Fahrzeuge älter als fünf bis elf Jahren: Ford (Galaxy, S-Max, Mondeo, Ka) und VW (Sharan, Fox).

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.