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Schildbürgerstreich: Verwaltungsirrsinn - im Kosovo sind die Auto-Kennzeichen aus Papier

Mit einem Autokennzeichen aus Papier durch Schlamm und Regen? Geht gar nicht, gibt es aber: Im Kosovo rasten die Fahrer aus, denn das Ausland lässt sie mit dem Zettel am Auto nicht mehr einreisen.

Straßenszene in Pristina.

Straßenszene in Pristina.

Durch die Dauerkrise des Landes sind die Kosovaren Leiden gewohnt, aber der neueste Schildbürgerstreich der Verwaltung treibt auch die Geduldigsten zur Weißglut. Die chronisch unfähige Verwaltung hat nämlich keine Nummernschilder für Autos mehr und gibt statt korrekter Schilder Exemplare aus Papier aus. Offenbar werden diese einfach ausgedruckt.


Zettel am Auto genügt

Irgendwie sollen die Fahrer diese Papiere am Auto befestigen und mit Tüten und Folien vor Regen schützen. Das ist schon ziemlich absurd - und erwartungsgemäß akzeptiert das Ausland diese Improvisationen nicht. Die 11.000 betroffenen Fahrzeuge seien praktisch im Kosovo gefangen, berichtet Reuters International.

Fahrer sind gefangen

Kosovo ist zudem ein Mini-Land, das zwar politisch selbstständig ist, aber keineswegs wirtschaftlich allein leben kann. Die Einwohner sind in einem hohen Maß auf Handel mit dem Ausland und Arbeit dort angewiesen. "Ich muss nach Belgrad, wegen eines Visums für Indien, aber jetzt komme ich nicht hin", beschwert sich der 60-jährige Geschäftsmann Tefik Maliqi bei Reuters.

Demonstranten machen die Korruption in der Verwaltung verantwortlich. Um den Auftrag, die Schilder herzustellen, sollen sich mehrere Firmen beworben haben. Der Auftrag verschwand aber im Verwaltungssumpf. Im Juni lief dann der Vertrag der alten Firma aus, seitdem steht der Staat ohne Lieferanten da. Für das Ministerium ist nicht etwa die Korruption an dem Desaster schuld. Ein Sprecher sagte zu Balkan Insight, dass die Ausschreibung gestoppt wurde, weil keiner der Anbieter die hohen Anforderungen des Ministeriums erfüllen konnte.

Dafür gibt es jetzt die Zettel. "Ich habe 15 Euro für die Papierschilder bezahlt und komme damit nirgendwo hin. Dafür muss jemand die Verantwortung übernehmen und zurücktreten," schimpft der 38-jährige Samir Fejziu. Demaku, 46 Jahre, sagte zu Balkan Insight: "Außer Albanien dürfen wir nirgendwo mehr hin. Nicht einmal Mazedonien akzeptiert so etwas. Als Bürger können wir da gar nichts machen." 

Einzige Hoffnung für die Kosovaren ist nun, dass die Nachbarn ein Einsehen mit dem Elend haben. Angeblich will Serbien zeitweise die fehlenden Schilder bei der Einreise übersehen.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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