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Eingebautes Tempolimit : Schluss mit dem Rasen – Volvo baut nur noch Autos, die höchstens 180 km/h schaffen

Tempolimits sind in Deutschland nicht zu machen. Laut Verkehrsminister Scheuer wäre so etwas "gegen jeden Menschenverstand". Nun geht ein Autohersteller in die Bremsen: Bei Volvo soll in Zukunft bei 180 Stundenkilometer Schluss sein. Schon im Jahr 2020 soll die Drosselung greifen.

Schluss mit Abgasen, Schluss mit Rasen. Volvo-Chef Samuelsson macht Ernst.

Schluss mit Abgasen, Schluss mit Rasen. Volvo-Chef Samuelsson macht Ernst.

DPA

Volvo tritt auf die Bremse und drosselt die Höchstgeschwindigkeit seiner Neuwagen auf maximal 180 km/h. Das eingebaute Tempolimit ist Teil eines Pakets von Massnahmen, mit dem Volvo die Sicherheit seiner Fahrzeuge erhöhen will. Der öffentliche Aufschrei ist dabei einkalkuliert. "Wir wollen eine Diskussion beginnen, ob Automobilhersteller das Recht oder vielleicht sogar die Pflicht haben, Technik in ihren Autos zu installieren, die das Verhalten der Fahrer verändert", erläuterte Volvo-Chef Håkan Samuelsson. Dazu gehöre es auch, Fehlverhalten wie zu schnelles Fahren, Drogenkonsum oder andere Ablenkungen zu verhindern.

Volvo wolle Pionier in dieser fälligen Sicherheitsdiskussion sein. So wie Volvo bereits Vorreiter in der Motorendiskussion wurde. Schon 2017 kündigte Volvo den Abschied vom Verbrennungsmotor an. Bereits 2019 sollen alle neuen Modelle ausschließlich einen Elektro- oder Hybridantrieb haben. Nur bestehende Baureihen werden dann noch mit Verbrennungsmotoren gebaut.

Die Diskussion wird kippen

Tatsächlich kann ein Hersteller Volvo, der inzwischen zum chinesischen Fahrzeugkonzern Zhejiang Geely Holding Group gehörthier als Gamechanger wirken. Praktisch wäre die Drosselung nur in Deutschland auf öffentlichen Straßen zu spüren. Hier ist auch der Widerstand von Industrie und Gasfuß-Fraktion besonders groß.

Gelingt es Volvo jedoch, eine Debatte über die Verkehrssicherheit der Zukunft anzustoßen, könnten sich auch andere Gruppen an der Diskussion beteiligen. Wenn nicht nur die Personen, die selbst gern sehr schnell fahren, sich an der Diskussion beteiligen, sondern auch die Kreise, die unter der Gefahren des Kraftverkehrs leiden, wird es auf die Frage von Samuelsson eine eindeutige Antwort geben: Natürlich haben die Automobilhersteller die Pflicht alles zu tun, um den Verkehr sicherer zu machen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.