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Dekra-Mängelreport: Audi A6 ist Sieger aller Klassen

Der Audi A6 hat den Mängelreport der Prüfgesellschaft Dekra als "Bester in allen Laufleistungsklassen" bestanden. Damit konnte Audi die Konkurrenz von BMW und Mercedes aus dem Feld schlagen.

Wie der Weltmarktführer bei Fahrzeugprüfungen mitteilte, rangiere der A6 knapp vor dem BMW 7er und dem BMW 5er. Mit dem Titel kürt die Dekra die Modelle, die über eine lange Laufleistung die niedrigste Mängelquoten aufweisen. Mängelreports anderer Prüforganisationen orientierten sich bisher oft am Alter der Autos. Ausgewertet wurden von der Dekra die Daten von rund 15 Millionen Fahrzeugen aus dem Jahr 2008. Die deutschen Autos hätten gut abgeschnitten, sagte ein Dekra-Sprecher. Sie holten 13 von 21 ersten Plätzen. Die meisten Mängel wiesen nach Angaben von Dekra Kleinwagen auf.

Klassen nach Laufleistung statt Alter

Dekra hat die Autos in sieben Fahrzeugtypenklassen (Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse, Oberklasse, Sportwagen, Geländewagen und Vans) sowie in drei Laufleistungsklassen nach gefahrenen Kilometern ausgewertet, hieß es. Dort wurden die Pkw nach den gefahrenen Laufleistungen 0 bis 50 000 Kilometer, 50 00 bis 100 000 Kilometer und 100 00 bis 150 00 Kilometer auf ihre Mängel geprüft. "Damit bieten wir den deutschen Autofahrern gebrauchswagenrelevante Informationen an", sagte der Vorsitzende der Dekra Automobil GmbH, Clemens Klinke. Autos anhand der gefahrenen Kilometern zu beurteilen sei wesentlich aussagekräftiger für einen Käufer, als Fahrzeuge nach ihrem Alter zu beurteilen, sagte Klinke.

Unter den Importeuren fielen Toyota und Mazda positiv auf

Ein Novum im Dekra-Mängelreport ist das Ranking "Bester aller Klassen". Dieser Gesamtsieger der in allen Laufleistungsbereichen vertretenen Modelle zeichne sich durch die im Schnitt niedrigste Mängelquote aus. "Der A 6 konnte sich diesen Qualitätspreis vor dem BMW 7er und dem BMW 5er sichern", sagte Klinke. Die deutschen Autos hätten den Ton bei den Fahrzeugen der gehobenen Mittelklasse, Oberklasse, Sportwagen und Vans angegeben. Von den Automobilmarken seien BMW, Audi, Mazda, Toyota, VW und Ford besonders häufig durch eine geringe Mängelquote positiv aufgefallen, sagte Klinke.

Die meisten Autos auf Deutschlands Straßen haben nach Angaben der Dekra aktuell eine Laufleistung zwischen 50 000 und 100 000 Kilometer auf dem Buckel. In diesem Kilometer-Bereich liegen bei den Kleinwagen der Mazda 2, in der Kompaktklasse der VW Golf, in der Mitteklasse der Saab 9-3, in der Oberklasse der Audi 8, bei den Sportwagen der Mercedes SLK, bei den Geländewagen der Porsche Cayenne und bei den Vans der Seat Altea auf Platz eins.

DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.