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Verkehrswende: Es geht doch – deutsche Kommunen setzen endlich auf Elektrobusse

Immer mehr Städte lassen die neuen Busse, die sie für den öffentlichen Personennahverkehr bestellen, mit Elektroantrieben bestücken. Doch es ist gar nicht so leicht einen zu bekommen.

Elektrobus Urbino electric

Elektrobus Urbino electric

Seit dem Jahre 2014 haben sich allein in Deutschland rund 50 Städte entschieden, die bisher eingesetzte Dieselfahrzeuge zumindest teilweise durch Elektrobusse zu ersetzen. Während in einigen Kommunen noch der Testbetrieb läuft, sind die Busse in anderen Städten bereits im harten Alltagseinsatz. Die wenigen Hersteller kommen kaum nach, die bestellten E-Busse auszuliefern. An Verhältnisse wie in China, wo auf einen Schlag 14.000 E-Busse ausgeliefert wurden ist in Deutschland nicht zu denken (Lesen Sie hierzu: "So geht Elektro-Mobilität - in einer chinesischen Stadt fahren über 14.000 Elektro-Busse") 

Vor kurzem meldete der niederländische E-Bus-Produzent VDL, einer der Großen der Branche, einen Großauftrag über 53 neue Elektrobusse aus Köln. VDL hat europaweit derzeit 670 Busse vom Typ Citeas Electric im Einsatz. Gemeinsam haben diese mehr als 50 Millionen elektrische Kilometer zurückgelegt. "Im vergangenen Jahr haben wir unsere Position im Bereich Elektromobilität weiter ausgebaut und auch geografisch gestärkt", sagt Henk Coppens, CEO von VDL Bus & Coach. "Unsere nächsten Schritte zur Weiterentwicklung sind die weitere Optimierung des Energieverbrauchs und die Anwendung der nächsten Batteriegenerationen. Zusätzlich zu den vielen Betrieben, die schnelles Laden verwenden, sehen wir auch den Bedarf des Marktes an größerer Reichweite, insbesondere jetzt, da immer mehr regionale Betriebe auch elektrifiziert werden. Wir sind auch sehr daran interessiert, unser Vertriebsgebiet nach Südeuropa auszudehnen. "

Stadtbusse unter Strom
Elektrobus VDL

Elektrobus VDL

Viele der etablierten Bushersteller wie Daimler oder MAN haben trotz anderslautender Ankündigungen bisher keine Elektrobusse im Serieneinsatz. Neben VDL sind bei den Kommunen in Deutschland in erster Linie Modelle von Solaris, Sileo oder Hess unterwegs. Um den Druck auf die Städte zu erhöhen, Elektrobusse zu ordern, hat die Bundesregierung vor kurzem die bereits bereitgestellten 500 Millionen Euro Unterstützung auf eine Milliarde verdoppelt. So sollen Fahrverbote in Innenstädten vermieden werden. Nach Experteninformationen sind auf deutschen Straßen derzeit rund 22.000 Dieselbusse im öffentlichen Personennahverkehr unterwegs. Viele von ihnen sind Dreckschleudern und somit bis zu 20 Prozent des Schadstoffausstoßes in den Städten verantwortlich.

Gute Erfahrungen mit E-Bussen

Befragt man die Kommunen, wie sich die Elektrobusse im Alltag schlagen, gibt es in erster Linie positive Rückmeldungen. Die Fahrradstadt Münster hat durchweg gut Erfahrungen gemacht. "Nach einer Erprobungsphase, in der wir Busse und Ladeinfrastruktur intensiv getestet und zusammen mit den Herstellern an die Erfordernisse des Linienbetriebs angepasst haben, betreiben wir unsere Linie 14 seit 2017 in aller Regel ausschließlich mit Elektrobussen", so Florian Adler von den Münsteraner Stadtwerken, die derzeit ein Dutzend E-Busse betreiben, "wir setzen hier auf eine regelmäßige Schnellladung an der Endhaltestelle, so dass keine übergroßen, schweren Batteriepakete notwendig sind, die letztlich auch die Fahrgastkapazität reduzieren. Die Busse, die wir 2015 als Vorserienmodelle vom Hersteller VDL erhalten haben, setzen wir - in Teilen modernisiert - bis heute ein. Sowohl Fahrer und Fahrgäste, aber auch die Anwohner entlang des Linienweges, freuen sich über den E-Bus-Einsatz. Wir planen, unsere Flotte bis 2029 komplett auf Elektrobusse umgestellt zu haben. Dafür benötigen wir allerdings eine stabile Förderung, da die Busse in der Anschaffung noch deutlich teurer sind als herkömmliche Busse."

30 Elektrobusse sind derzeit in Berlin unterwegs. "Noch in diesem Jahr werden weitere 90 Eindecker-Elektrobusse sowie 17 E-Gelenkbusse hinzukommen. Bis 2030 soll die gesamte BVG-Busflotte von derzeit 1.600 Fahrzeugen auf E-Busse umgestellt werden. Je nach Ladekonzept werden die Batterien von E-Bussen entweder ausschließlich außerhalb ihrer Einsatzzeiten im Depot, an Endhaltestellen oder während der Fahrt auf Abschnitten mit oberirdischen Fahrleitungen nachgeladen", sagt Dorothee Winden von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, "derzeit sind in Berlin Depotlader im Einsatz, die je nach Verkehrssituation bis zu 170 km Reichweite erzielen. Eine Erhöhung der Reichweiten von Depotladern sind kurz- und mittelfristig zu erwarten. Für große Fahrzeuge wie Gelenkbusse und Doppeldecker, die eine große Tageslaufleistung haben, bieten sich als Lösung Endstellenlader und Streckenlader an. Streckenlader sind batteriebetriebene Busse mit partieller Oberleitung und kleiner Batterie für Abschnitte ohne Oberleitung. Die Streckenladung vereint die betriebserprobte und zuverlässige Technik von konventionellen Oberleitungsbussen mit moderner Batteriespeichertechnologie. Mit relativ kleinen Fahrzeugbatterien und einer anteiligen Elektrifizierung von etwa 50 bis 60 Prozent des Linienwegs können E-Busse im dichten Takt und mit großen Fahrzeugen betrieben werden, die als Depotlader nicht am Markt verfügbar sind. Die Streckenladung hat zudem den betriebswirtschaftlichen Vorteil, dass die Ladezeit während der Fahrt erfolgt." Mit den Oberleitungsbussen werden vielerorts die Sünden der Vergangenheit korrigiert. In vielen Städten gab es ein Netz elektrisch betriebener Straßenbahnen, die von Dieselbussen ersetzt worden sind. (Lesen Sie hierzu: "Hamburg wirft die Diesel-Busse raus und korrigiert endlich einen alten Fehler des Senats")

Alte Dieselbusse sind wahre Stinker

Vorsichtig positiv liefen die ersten Tests in Dresden. Pressesprecher Falk Lösch: "Wir haben seit Juni 2015 einen Elektrobus auf einer Quartierbuslinie im Dresdner Westen im Einsatz. Der Betrieb wurde durch die Technische Universität Dresden als Partner wissenschaftlich und finanziell begleitet. Das Fahrzeug mit Nachladung am Endpunkt erfüllte unsere Erwartungen weitestgehend. Von den Kunden wurde es angenommen. Probleme bei der Infrastruktur haben wir mit dem Hersteller ausgewertet. Für 2020 planen wir die Ausschreibung von 20 E-Bussen für andere Linien. In Abhängigkeit der Fördermittelzusagen könnten diese Fahrzeuge zum Jahresende 2020 oder im Jahr 2021 zu uns kommen."

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"Wir wollen weg vom Öl und hin zu Null Emissionen im Betrieb. Deswegen setzen wir auf E-Busse", unterstreicht Ingo Wortmann, Chef der Münchner Verkehrsbetriebe, "die Hersteller drücken bei der Entwicklung der Elektromobilität inzwischen auf die Tube. Wir halten daher an unserem Ziel fest, unsere Flotte bis 2030 weitgehend auf Batteriebusse umzustellen." Derzeit gibt es auf der Linie 100 sechs Elektrobusse, 2021 sollen es 26 sein. "Die Anschaffungskosten liegen mit Ladeinfrastruktur bei insgesamt rund zwölf Millionen Euro. Für die Investitionskosten wird eine Förderung durch den Freistaat Bayern sowie den Bund angestrebt", so Wortmann. Wenn etwas hapert, sind es bei den meisten die Reichweite und die hohen Kosten. "Wenn die Hersteller insbesondere die Batterien noch weiter verbessern, damit die Reichweite der Busse steigern und noch größere Fahrzeuge elektrifizieren, sind sie auf dem richtigen Kurs", bringt Veit Bodenschatz von den Münchner Verkehrsbetrieben das Ganze auf einen Nenner, der für die meisten Städte passen sollte.

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Pressinform/Kra
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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?