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Fahrrad-Pflege: Fahrrad-Service – so machen Sie Ihr Rad fit für den Frühling

Jetzt macht das Radfahren Spaß, egal ob man nur zur Arbeit radelt oder einen Ausflug plant. Viele Fahrräder befinden sich aber in einem schlechten Zustand. So machen Sie Ihr Rad fit.

 Vor einem Rad-Service muss man keine Angst haben, wenn das wichtigste Werkzeug vorhanden ist.

 Vor einem Rad-Service muss man keine Angst haben, wenn das wichtigste Werkzeug vorhanden ist.

Auch bei einem Rad ist ab und zu ein Service nötig. Wurde das Rad immer gepflegt, müssen Sie meist nur die Reifen aufpumpen und können eine kleine Probefahrt unternehmen. Wenn das Rad schon lädiert in den Keller gerollt wurde, ist mehr Aufwand notwendig. 

Beim Händler kostet einmal Durchsehen und Einstellen zwischen 35 und 50 Euro, Reparaturen sind damit nicht abgedeckt. Das Geld können Sie also sparen. Nur bei verrotteten Billigrädern lohnt selbst Selbermachen manchmal nicht. Wenn bei einem Rad aus dem Baumarkt für 200 Euro ein Bauteil wie das Tretlager kaputt geht, hilft nur wegwerfen.

Werkzeug und Vorbereitung

Für normale Arbeiten an einem Rad benötigen Sie kein Spezialwerkzeug. Trotzdem sollte man ein kleines Vielzweck-Werkzeug für das Fahrrad anschaffen, weil man es leicht mitnehmen kann.

Für den Service benötigen Sie:

  • einen guten und vollständigen Gabelschlüsselsatz (Ein weiterer Satz Ringschüssel und Stecknüsse sind willkommen, aber nicht notwendig)
  • einen Satz Inbusschlüssel
  • kleine und mittlere Schlitz- und Kreuzschlitzschraubendreher
  • eine gute Kombizange mit Schnittfläche
  • eine Luftpumpe
  • Reiniger, eventuell Motor- oder Motorradreiniger, und Schmiermittel

Großreinemachen 

Bevor man an einem Rad arbeitet, sollte es sauber sein. Wer keinen Garten und Garagenplatz hat, kann das Rad mit einem Eimer Wasser auf der Straße säubern. Praktischer ist der Hochdruckreiniger einer SB-Waschanlage für Autos. Vorsicht mit dem Strahl: Man darf nie direkt und aus kurzer Entfernung in die Lager sprühen. Stark verschmutzte und verfettete Teile der Schaltung lassen sich mit herkömmlichen Reiniger nicht sauber machen. Entweder man wischt mit einem Lumpen den gröbsten Dreck ab oder man sprüht die Teile mit einem Spezialreiniger zunächst ein und sprüht sie anschließend mit einem Hochdruckreiniger ab. Es gibt Spezial-Reiniger fürs Fahrrad. Reiniger für Motorradketten oder ein Motorreiniger fürs Auto tun es aber auch. Motorrad- und Autoreiniger fügen dem Lack keinen Schaden zu. Allzu aggressive Reiniger (etwa Gastroreiniger für Grill- und Backofen) können Griffe und Sättel aus Kunststoff anlösen.

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Hersteller

Arbeitsplatz

Als Erstes sollte ein Arbeitsplatz gefunden werden. Eine eigene Auffahrt oder eine Garage sind ideal, der normale Bürgersteig ist weniger geeignet. Ohne eigenes Grundstück sollte man sich ein ruhiges Plätzchen im Hinterhof suchen. Auf einem Balkon, der Terrasse oder in der Wohnung sollten nur routinierte und umsichtige Heimwerker ans Werk gehen. Lösungsmittel und Fette hinterlassen Flecken, ein umstürzendes Rad fügt dem Boden Kratzer zu.

Ideal ist ein Fahrradmontageständer. Ohne Ständer muss man das Rad kopfüber auf den Lenker stellen. Auf jeden Fall sollte der Boden mit einem ausgedienten großen, hellen Badelaken abgedeckt sein. Der dicke Stoff verhindert Kratzer, außerdem findet man auf dem Tuch heruntergefallene Kleinteile leichter wieder.

Tipp: Man sollte seinen Fahrradcheck nur vornehmen, solange noch ein Fachgeschäft geöffnet hat, damit Ersatzteile besorgt werden können.

Felgen-Check

Stellen Sie das Rad kopfüber auf Lenker und Sattel. Beide Räder sollten leicht gängig drehen und nirgends anstoßen. Meist schleifen die Räder an den Bremsen, oder an den Schutzblechen. Verbogene Halterungen der Schutzbleche kann man mit der Hand wieder gerade biegen. Das Ergebnis sieht besser aus, wenn die Halterungen abgebaut und in einem Schraubstock gerichtet werden. Die Verschraubungen sind bei ungepflegten Rädern allerdings schwer zu lösen.

Eine verbogene Felge ("Acht") oder kaputte Lager (knirschende Laufgeräusche) in den Radnaben kann ein Laie nicht reparieren.

Reifen-Check

Anschließend steht die Sichtprüfung der Reifen an. Wenn das Profil der Reifen abgefahren ist, es poröse Stellen im Material gibt oder der Reifen an der Flanke Risse zeigt, muss der Mantel ausgetauscht werden. Das Flicken des inneren Schlauchs nach einem Platten lohnt sich nur, solange das Material makellos ist.

Beim Kauf eines neuen Mantels müssen Sie Reifengröße (etwa 26er oder 28er) und Breite kennen (etwa 1,75 oder 2,1), beim Schlauch Größe und Ventilform. Achtung: Die Ventile passen jeweils nur in die dazugehörige Felge.

Tipp: Altes Material mit ins Geschäft nehmen.

Kosten: Ein Marken-Schlauch kostet etwa 6 Euro. Ein Mantel kostet zwischen 10 und 40 Euro. Ein kompletter Wechsel der Bereifung mit teuren Pannenschutzreifen kann also fast 100 Euro kosten. 

Je nach Reifen kann das Abziehen sehr einfach sein, Mäntel mit einer Drahteinlage lassen sich teilweise nur sehr schwer über die Felge ziehen. Dafür gibt es spezielle Heber. Nimmt man Schraubenzieher zur Hilfe besteht die Gefahr, dass man den Schlauch beschädigt. Wenn Sie einen Platten reparieren, müssen Sie den Durchstich finden. Dazu müssen Sie den Schlauch umstülpen und mit der Handfläche (oder einem Papiertaschentuch) zart über das Material gleiten. Wenn Sie die Unebenheit erspürt haben, müssen Sie den Fremdkörper mit einer Zange oder einem dünnen Schraubenzieher entfernen.

Bremsen-Check

Alle Bremsbeläge besitzen Markierungen, um den Verschleiß abzulesen. Wenn der Belag bis auf diese Kerben runtergefahren ist, müssen die Beläge ausgetauscht werden. Der Austausch der Bremsbeläge (kosten etwa 7 Euro) ist bei den gängigen Felgenbremsen problemlos möglich. Dazu muss zunächst der Bremszug aus den Felgenzangen ausgehoben werden. Häufig muss das Rad ausgebaut werden, um die Beläge aus der Bremse zu bekommen. Die Bremsschuhe lassen sich mit einem Inbusschlüssel lösen. Achtung: Auf der langen Schraube liegen verschiedene Unterlegscheiben, die Scheiben müssen exakt in der gleichen Reihenfolge wieder montiert werden.

Tipp: Machen Sie ein Foto, bevor Sie alles zerlegen. 

Nehmen Sie die alten Beläge als Vorlage mit ins Geschäft. Nachdem Sie die Beläge wieder montiert haben, muss die Bremse neu justiert werden. Hierfür benötigen Sie einen Helfer: Die Einstellschraube am Bremsgriff wird in die Mittenposition gedreht. Anschließend drückt der Helfer die Zangen der Bremse fest zusammen, dabei wird der Bremszug fixiert. Nachdem die Bremse losgelassen wird, sollte der Reifen bereits genug Spiel haben, um frei rotieren zu können. Die Feinjustierung nehmen Sie an der Einstellschraube am Bremsgriff vor.

Die Bremszüge müssen leichtgängig sein, d.h. sie sollten weder verdreckt noch verrostet sein. Sobald einzelne Drähte des Zuges gerissen sind, muss der Zug ausgetauscht werden. Schwergängige Züge können mit Kriechfett wieder gangbar gemacht werden.

Ein defekter Bremszug kann selbst ausgetauscht werden, beim Neukauf muss der passende Zug (Trommel- oder Tropfenform) gewählt werden. Kontrollieren Sie ob die Hüllen für den Zug noch in Ordnung sind. Hüllen und Zug müssen jeweils sauber gekürzt werden. Dafür gibt es Spezialwerkzeug, es geht aber auch mit einem gutem Seitenschneider. Mit einer Schere oder einer Kneifzange zerstören sie den Zug. Auf das abgeschnittene Ende des Zuges wird eine Verschlusskappe aufgesetzt, damit der Zug nicht ausfranst. Ersatzweise kann Metallkleber verwendet werden. Kosten für einen einfachen Zug und Hülle liegen bei etwa 5 Euro.

Die Wartung von Scheibenbremsen ist ungleich komplizierter und ein Fall für die Werkstatt. Nur die Beläge lassen sich einfach wechseln. In der Regel müssen Sie die passenden Beläge vorher bestellen. 

Licht-Check

Lichtanlagen sind häufig defekt, meist sind Glühbirnen hinüber oder der Stromfluss ist unterbrochen. Beide Probleme können leicht behoben werden. Wenn der Kabel nicht gerissen ist, gibt es nur am Dynamo und an der Lampe Anschlussstellen, die Sie kontrollieren müssen. Wenn Sie schon dabei sind, sollte die Verkabelung auf exakten Sitz geprüft werden. Kabelbinder fixieren die Drähte dauerhaft. 

Ketten- und Schaltungs-Check

Eine Nabenschaltung hat kaum Wartungsaufwand. Sollten die Gänge nicht richtig einrasten, kann sie mit der Einstellschraube einfach justiert werden. Defekte innerhalb der Nabenschaltung sind nicht reparabel.

Achtung: Nabenschaltungen sind nicht wartungsfrei. Das Öl muss regelmäßig gewechselt werden. Den Service-Kits liegt eine Anleitung bei - den Service bekommt auch ein Laie hin.

Häufiger werden allerdings Kettenschaltungen eingebaut. Eine Kettenschaltung arbeitet nur gut, solange sie einigermaßen sauber ist. Die Schaltung (Umwerfer, Schaltwerk, Ritzelpaket) sollte zumindest grob gesäubert werden. Dabei hilft ein Spezialreiniger. Mit alten Bürsten und Putzlumpen kann man das angelöste Fett und den darin gebundenen Schmutz entfernen. Kratzen Sie den Schmutz zwischen den Ritzeln hervor. Auch aus dem Schaltwerk und den Führungsrollen muss der Dreck entfernt werden. Achtung: Weder aus der Kleidung, der Bürste oder dem Untergrund bekommen Sie diese Flecken wieder heraus. Die Kette lassen Sie mehrfach durch Putzlumpen gleiten, wenn Sie danach die Kette über eine Bürste laufen lassen, wird der Schmutz zwischen den Kettengliedern gelöst. Vorsicht vor aggressiven Fettlösern wie Nitro-Verdünnung: Kette und bewegliche Teile dürfen nicht komplett entfettet werden.

Anschließend werden Schaltung und Kette neu gefettet. Bei regelmäßiger Pflege sind leichtlaufende Teflonpräparate oder dünnflüssige Öle die beste Wahl. Wird das Rad aber kaum gewartet, schmieren zähe Fette langfristig besser.

Eine Kettenschaltung kann mit der nötigen Konzentration selbst eingestellt werden. Folgt man einer Anleitung Schritt für Schritt ist das Einstellen einfach, auf keinen Fall darf man auf gut Glück an den vielen Einstellschrauben drehen. Eine exakte Anleitung finden Sie hier für das Schaltwerk und hier für den Umwerfer

Ob Ritzel und Kette verschlissen sind, kann der Fachmann mit einer Lehre nachmessen. Sie müssen sich mit dem Augenschein begnügen und die Form der Ritzelzacken begutachten. Weiteres Anzeichen von Verschleiß: Die Kette rutscht bei Belastung durch, obwohl die Schaltung korrekt eingestellt ist. Ritzelpaket und Kette verschleißen gleichmäßig, der Austausch erfordert Spezialwerkzeug.

Lenker und Sattel

Stellen Sie sich vor das Rad und kontrollieren Sie, ob der Lenker im Vergleich zum Vorderrad exakt ausgerichtet ist. Um ihn neu zu justieren müssen Sie die Schrauben am sogenannten Vorbau lockern und anschließend wieder anziehen. Kontrollieren Sie danach, ob Lenker und Gabel nicht locker sitzen. Wenn das Spiel gegenüber dem Rahmen zu groß ist, müssen sie die Inbusschraube oben am Vorbau fester anziehen. Sitzen Gabel und Lenker zu fest, können Sie die Schraube zunächst lockern und die Kugellager im Rahmenrohr neu fetten. Wenn das Rad aber jahrelang im Regen gestanden hat und die Lager knirschen oder unrund laufen, müssen sie in der Werkstatt ausgetauscht werden.

Der Sattel ist mit mehreren Schrauben befestigt. Häufig verstellt sich die Neigung des Sattels. Er sollte in etwa waagerecht sein. 

Allgemeiner Schrauben-Check

Wenn Sie schon einmal dabei sind, sollten Sie alle Verschraubungen auf Festigkeit prüfen. Insbesondere bei Schutzblechen und Gepäckträgern müssen Schrauben nachgezogen werden. Wenn Schrauben oder Muttern ausgetauscht werden, sollten Sie Muttern auswählen, die sich selbst fixieren oder gezackte Unterlegscheiben (sog. Zahnscheiben) verwenden. Festsitzende Schrauben lassen sich mit Kriechfett anlösen. Sie müssen das Fett einwirken lassen, damit es wirkt. Hilft das auch nicht, können Sie die Mutter und die Schraube abschneiden und ersetzen. Mit einer Mini-Trennscheibe an einer Kleinbohrmaschine (Drehmel) kann man exakt arbeiten.

Davon sollten Sie die Finger lassen

Ein guter Heimwerker kann mit dem richtigen Werkzeug fast jede Reparatur an einem Rad selber machen. Als Laie ohne Spezialwerkzeug sollte man folgende Arbeiten dem Fachmann überlassen:

Wenn Tretlager oder Reifennaben schwergängig laufen oder nur noch ruckelig und unregelmäßig drehen, hilft nur ein Austausch.

Die "Acht" im Reifen: Im Prinzip kann man mit einer kleinen Zange die Felge zentrieren, dazu gehört aber viel Fahrradverständnis und viel Übung. Das Rad muss in die Werkstatt. Vorsicht: Manchmal ist die Felge in Ordnung, dafür haben Schlauch oder Mantel eine Beule. Sie kann man selbst austauschen.

Der Austausch von Kette, Schaltwerk und Zahnkranz erfordert Spezialwerkzeug. 

Probleme an der Federung von Vorder- oder Hinterrad kann ein Laie nicht beheben. Eventuell kann man das Bauteil auswechseln. Aber Vorsicht: Man sollte niemals an den Dämpfern herumschrauben, die Federungen stehen unter Spannung. Hier kann man sich schwer verletzen. 

Beim Kauf an die Folgen denken

Gut und teuer bedeutet beim Rad meist nicht "wartungsarm". Image und Aussehen sorgen dafür, dass sportliche Räder auch bei denen hoch im Kurs sind, die eigentlich einen genügsamen Drahtesel benötigen. Wer keine sportlichen Ambitionen hat und möglich wenig Ärger mit seinem Rad haben will, sollte nach robusten Modellen Ausschau halten. Außer im Gelände benötigt ein normaler Radfahrer keine Federung. Eine gute Federung ist teuer und erwartet aufwändige Pflege. Besser man verzichtet darauf. Eine hydraulische Scheibenbremse kann einen stärkeren Biss entwickeln, die Bremskraft einer korrekt eingestellten Felgenbremse mit Bautenzug ist aber auch enorm, ihre Wartung deutlich einfacher. Kettenschaltungen erzielen, wenn sie perfekt eingestellt sind, einen besseren Wirkungsgrad als Nabenschaltungen, benötigen aber immer wesentlich mehr Pflege. Im Alltag reicht eine Nabenschaltung mit acht Gängen aus, sie kann mit einem Kettenschutz kombiniert werden.

Je schmaler Reifen und Felge sind, umso leichter rollt das Rad auf Asphalt, umso anfälliger wird die Felge aber für Beschädigungen. Eine stabile Felge und Pannenschutzmäntel und –schläuche sind für Rennabenteuer ungeeignet, verhindern dafür zuverlässig eine "Acht" oder einen Plattfuß. Den meisten Kummer hat ein Radfahrer mit einer schlechten Lichtanlage. Hier sollte man nicht sparen. Die Investition in einen Dynamo in der Vorderradnabe und eine stabile Befestigung hochwertiger Leuchten erspart permanenten Ärger.

Für extreme Belastungen werden spezielle Reise- bzw. Expeditionsräder konstruiert. Diese Räder sind nicht kaputt zu bekommen. Die Preisspanne beginnt bei etwa 1500 Euro, Modelle mit teuren Komponenten können deutlich teurer werden. Weil Reiseräder Gepäck transportieren, sind sie auch für besonders schwere Radler geeignet.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.