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Mercedes B-Klasse F-Cell: Sauber, leise, unbezahlbar

Wasserstoff tanken, mit Strom fahren: Noch unbezahlbar, aber für Mercedes ist das die Zukunft. Sie beginnt nächsten Monat. Dann verleasen die Stuttgarter eine Kleinserie von 200 B-Klasse F-CELL. stern.de ist Probe gefahren.

Von Michael Specht

Nur ein leises Rauschen ist zu hören, dennoch beschleunigt das Auto so gut wie ein Sportwagen. Keine Gangwechsel stören den Vortrieb. Alles läuft mit einer unglaublichen Geschmeidigkeit und Ruhe ab - und obendrein frei von Schadstoffen. Man fühlt sich wie in einer Luxuslimousine. Wenn das die automobile Zukunft ist, kann sie gerne schon Morgen kommen.

Für 200 Menschen in Europa und in den USA tut sie das. Manche sind Privatpersonen, manche arbeiten bei Energieunternehmen oder im kommunalen Bereich. Auch Leute aus der Politik sind darunter und sicher auch mancher VIP. Sie alle gehören zu den ausgewählten Kunden von Mercedes, die demnächst eine B-Klasse F-CELL fahren dürfen, ganz normal im Alltag. Denn der Stuttgarter Autobauer verleast seine ersten "unter Serienbedingungen gefertigten" Brennstoffzellenfahrzeuge. Nur 850 Euro netto Leasingrate zahlt jeder monatlich. Ein Witz, bedenkt man, dass eine Brennstoffzellen-B-Klasse noch gut das Zehnfache einer konventionellen mit Diesel- oder Benzinmotor kostet. Mercedes legt also kräftig drauf.

Eine Investition für Übermorgen

Doch subventionierte Leasingraten spielen bei dem weit über eine Milliarde Euro teuren Fuel-Cell-Projekt, das man seit über 15 Jahren betreibt, keine Rolle. Es ist eine langfristige strategische Planung, eine Investition in die Zukunft. Mercedes glaubt fest daran, dass emissionsfreie Mobilität einzig über den Elektroantrieb möglich ist. Und hier fährt man in Stuttgart bewusst zweigleisig. Den Kurzstrecken-Part, also den innerstädtischen Bereich, sollen Autos wie zum Beispiel der E-Smart abdecken. Dieser ist rein batteriegetrieben und schafft eine Reichweite von 135 Kilometern. Danach geht es für acht Stunden an die Steckdose.

Um jedoch dem Elektromobil-Besitzer das tägliche, besser täglich nächtliche "Tanken" zu ersparen und ihm dennoch zu ermöglichen, kreuz und quer durch Deutschland fahren zu können, gibt es die Kombination mit der Brennstoffzelle. Sie produziert aus Wasserstoff und Luft ihren eigenen Strom an Bord und erlaubt so Reichweiten bis zu 400 Kilometer. "Eine Strecke, die ein batteriegetriebenes Elektroauto auch in zehn Jahren nicht schafft", sagt Experte Arwed Niestroj. Aus dem Auspuff entweicht lediglich Wasserdampf. Die B-Klasse F-CELL gilt damit als Zero-Emission-Fahrzeug, genauso wie ein Batterie-Elektroauto.

2015 reif für den Massenmarkt

Glaubt man den Entwicklern von Mercedes, sollen schon 2015 Brennstoffzellen-Autos für Privatpersonen ganz offiziell käuflich sein. In größerer Stückzahl, wie es aus Stuttgart heißt. Bis dahin gibt es noch reichlich zu tun. Nicht unbedingt auf technischer Seite. Im Griff hat Mercedes den kompletten Antrieb, die 700-Bar-Hochdrucktanks, die Crashsicherheit und das gesamte Package der B-Klasse, die nichts von ihrem Platzangebot einbüßt. Auch der Kofferraum ist weiterhin voll nutzbar. Denn so gut wie alle Komponenten sind im Sandwichboden untergebracht. Nein, das viel größere Problem sind die Herstellungskosten der Brennstoffzellen. Sie müssen massiv runter. Derzeit kostet ein so genannter Stack, wie das Zellen-Paket heißt und in der B-Klasse zum Einsatz kommt noch einen sechsstelligen Euro-Betrag. Zur Erinnerung: "sechsstellig" sind mindestens 100.000 Euro. Der Grund ist unter anderem eine nicht unerhebliche Menge an Platin, die in dem Stack steckt. Kein Wunder, dass man bei Mercedes nicht einmal eine ungefähre Größenordnung von zu erwartenden Verkaufspreisen nennen möchte. Nur so viel: "Unser Ziel ist es, ein Fuel-Cell-Fahrzeug zu einem ähnlichen Preis anbieten zu können wie ein vergleichbares Hybrid-Modell", sagt Mercedes-Forschungschef Prof. Herbert Kohler.

Wasserstoff: Abfallprodukt der Industrie

Doch auch die Verfügbarkeit von Wasserstoff ist ein Problem, selbst wenn allein im Industriepark Höchst bei Frankfurt jährlich 50 Millionen Kubikmeter des leichten Gases anfallen - als Abfallprodukt und genug, um 750 000 Autos mit Brennstoffzellenantrieb zu versorgen. Doch derzeit gibt es gerade einmal 30 Tankstellen in Deutschland, und nur sieben davon sind öffentlich zugänglich. Viel zu wenig, um auch nur im Ansatz die Leute dazu bewegen, auf diese grüne Technologie zu wechseln. Zudem muss sichergestellt werden, dass der Wasserstoff regenerativ hergestellt wird - zum Beispiel mit Strom aus Solar- oder Windenergie - und nicht wie heute meist üblich aus Erdgas. Doch selbst dann soll die Energiebilanz - zumindest nach Angaben von Mercedes - besser sein als bei jedem Diesel oder Benziner. Die Rede ist von bis zu 30 Prozent. "Weil der Wirkungsgrad der Brennstoffzelle doppelt so hoch ist wie der eines Verbrennungsmotors", sagt Arwed Niestroj.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.